Land fördert Schnelladeparks für E-Mobilität
Ein kräftiger Schub

16 Pilotstandorte sollen mit öffentlichen Schnelladeparks für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden
  • 16 Pilotstandorte sollen mit öffentlichen Schnelladeparks für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden
  • Foto: Markus Distelrath/Pixabay
  • hochgeladen von Jessica Bader

Baden-Württemberg. E-Mobilität gilt als ein wichtiges Element für ein nachhaltiges Verkehrskonzept. Dabei ist für viele Menschen der verlässliche Zugang zu Ladeinfrastruktur und das schnelle Aufladen leerer Akkus entscheidend, um auf ein E-Auto umzusteigen. Das Land Baden-Württemberg fördert daher im Rahmen der Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität den Ausbau alternativer Antriebsarten und hat das Projekt „Urbane Schnelllade-Parks in Baden-Württemberg“ (USP-BW) ins Leben gerufen: Unter Leitung der EnBW sollen 16 Pilotstandorte in 15 Städten in Baden-Württemberg mit öffentlichen Schnelllade-Parks für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden. Den Förderbescheid für das bundesweit einzigartige Projekt übergab Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am Donnerstag, 30. Juli, EnBW-Chef Frank Mastiaux.

Minister Hermann erklärte: „Mit den urbanen Schnelllade-Parks machen wir einen weiteren großen Sprung zu einem starken und sicheren E-Ladenetz im Lande. Wir bereiten so eine neue Dimension der E-Mobilität, mit weit mehr E-Fahrzeugen und schnellen Ladebedürfnissen vor. Ein kräftiger Schub für mehr E-Mobilität.“ Besonders hervorzuheben sei an diesem Projekt der Ansatz der urbanen Standorte. Das sind städtische Standorte, an denen eine hohe Nutzungsdichte und -mischung vorliegt, zum Beispiel Wohnen, Freizeit, Kultur und Versorgung, so der Verkehrsminister.

Die EnBW investiert rund zehn Millionen Euro in die Realisierung des Projektes, das zu rund 30 Prozent vom Land unterstützt wird. „Die Verkehrswende ist ein wesentlicher Beitrag für die Zukunft unseres Klimas. Deshalb investiert die EnBW bereits seit Jahren in den Aufbau von Ladeinfrastruktur“, erklärt EnBW-Chef Frank Mastiaux. „Wir haben uns schon beim Aufbau des ersten landesweit flächendeckenden Sicherheitsladenetzes des Landes intensiv eingebracht. Wir freuen uns, dieses Ladenetz nun mit weiteren Schnellade-Hubs zu verstärken.“

Ob Stuttgart oder Heidelberg, Konstanz oder Mannheim. Sie gehören zu den insgesamt 16 Städten in Baden-Württemberg, die mit hochmodernen „Schnelllade-Hubs“ ausgestattet werden. Die Ladeparks bieten mehreren Autofahrern die Möglichkeit, gleichzeitig zu laden und gehören mit einer Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt zur nächsten Generation besonders leistungsstarker Ladeinfrastruktur. Leere Auto-Akkus können so innerhalb weniger Minuten wieder aufgetankt sein. Zudem fungieren die Hubs als Forschungsstationen: Sie ermöglichen durch ein intelligentes Lastmanagement das optimierte und kosten- und energieeffiziente Laden aller angeschlossenen Fahrzeuge. Die Pilotstandorte von USP-BW tragen so nicht nur zur Verdichtung des baden-württembergischen Ladeinfrastrukturnetzes bei, sondern helfen zudem, das Nutzer- und Ladeverhalten von E-Autofahrern zu analysieren. So können in möglichst kurzer Zeit eine hohe Zahl E-Autos laden und die Auswirkungen auf die daraus resultierenden Netzlasten untersucht werden.

Der erste Schnelllade-Hub von USP-BW wird derzeit in der Keplerstraße, einer zentralen Verkehrsader der Stuttgarter Innenstadt, realisiert, seine Inbetriebnahme ist für den Herbst geplant. Ihm sollen noch in diesem Jahr ein weiterer Hub am Stuttgarter Rotebühlplatz sowie Standorte in den Stadtzentren von Karlsruhe, Ulm und Friedrichshafen folgen.

Die EnBW hat bereits im Projekt SAFE gemeinsam mit 78 Partnern – Stadtwerken, Kommunen und Versorgern – für den Ausbau einer sicheren Ladeinfrastruktur gesorgt: Seit Abschluss des Projekts Ende 2019 finden E-Mobilisten in Baden-Württemberg in einem Raster von zehn Mal zehn Kilometer mindestens eine Normal-Ladestation (AC) und alle 20 Kilometer eine Schnellladestation (DC). ps

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Ausgehen & GenießenAnzeige
Das Gebiet rund um die Nahe besticht neben der idyllischen Natur und der beeindruckenden Landschaft auch durch das Weinanbaugebiet "Weinland Nahe". Im Gräfenbachtal bei Bad Kreuznach ist das Weingut Genheimer-Kiltz zu finden, bei dem Pioniergeist und eine tiefe Verbundenheit zur Natur harmonisch in Einklang treten.
Aktion 10 Bilder

Verlosung: 3 Wein-Pakete des Weinguts Genheimer-Kiltz
"Weinland Nahe"

Gutenberg im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Ein besonderes Ausflugsziel für Menschen aus der Pfalz und dem Rhein-Neckar-Kreis ist das Naheland. Weingenießer kennen es auch als "Weinland Nahe". Was wenige wissen: Im Naheland ist Deutschlands Sauvignon-Pionier, das Weingut Genheimer-Kiltz, zuhause. Die Qualität der charakterstarken Weine des Weinguts ist international preisgekrönt. Kein Wunder also, dass auch renommierte Weinführer wie Gault&Millau, Eichelmann und Vinum Weinguide...

Online-Prospekte aus Mannheim und Umgebung



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen