Wirtschaft und Handel reagieren auf Lockdown-Verlängerung
"Click & Collect" Erleichterung für Einzelhandel

Laut dem Handelsverband Baden-Württemberg stehen 100.000 Arbeitsplätze im Handel im Südwesten auf der Kippe.
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Mannheim. Vertreter von Wirtschaft und Handel begrüßen es, dass die Landesregierung in Baden-Württemberg "Click & Collect" (online bestellen und beim stationären Einzelhandelsgeschäft abholen) erlauben will. „Es ist überfällig, dass die Landesregierung nun ‚Click & Collect‘ erlauben will. Begründet wurde das Verbot damit, dass man im Weihnachtsgeschäft Menschenansammlungen vor den Geschäften verhindern wollte. Dieses Argument zieht nicht mehr. Für Händler im baden-württembergischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar war besonders ärgerlich, dass ‚Click & Collect‘ in Hessen und Rheinland-Pfalz die ganze Zeit erlaubt blieb. Das hat zu Wettbewerbsverzerrungen geführt, unter denen besonders kleinere Unternehmen leiden, die keine Filialen in den angrenzenden Bundesländern haben. Es ist gut, dass ab kommenden Montag dieser Flickenteppich der Vergangenheit angehört", äußerte IHK-Präsident Manfred Schnabel. 
 
Die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), Sabine Hagmann, bezeichnete die Lockerung des Verbotes von „Click & Collect“ in Baden-Württemberg als große Erleichterung für den mittelständischen Einzelhandel. „Endlich ist unseren massiven Forderungen an dieser Stelle nachgegeben worden“, so Hagmann. Allerdings sei die Lockdown-Verlängerung  „wirklich katastrophal für die Branche“. „Je länger der Lockdown dauert, desto mehr Unternehmen kommen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und desto mehr werden pleitegehen“, sagte Hagmann zu dem Beschluss. Im Hinblick auf drohende Insolvenzen im Handel in Baden-Württemberg sagte sie: „Im schlimmsten Fall muss man mit einer Verdopplung der von uns prognostizierten 6.000 Schließungen auf rund 12.000 Schließungen und Insolvenzen in den nächsten zwei Jahren rechnen.“

Kurzfristig stünden dadurch 100.000 Arbeitsplätze im Handel im Südwesten auf der Kippe, langfristig seien bis zu 200.000.Die Branche fühle sich in dieser Krise alleine gelassen.
„Es werden zwar immer Milliardenhilfen von Seiten der Politik angekündigt, tatsächlich kommen die Hilfen aber im Einzelhandel nicht zur Auszahlung, weil die Zugangshürden viel zu hoch sind“, so Hagmann.

Die Wirtschaftshilfen, die lediglich auf der Basis von Betriebskostenerstattungen berechnet würden, gingen zudem an den tatsächlichen Bedürfnissen vor allem des Modeeinzelhandels vorbei. ps

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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