Telefonbetrug: Frau verliert 100.000 Euro nach perfidem Anruf
- Eine Frau verlor nach einem Telefonanruf eines angeblichen Kreditkartenmitarbeiters rund 100.000 Euro. Die Polizei Mannheim warnt vor der Betrugsmasche und rät zu besonderer Vorsicht bei Geldforderungen am Telefon.
- Foto: Polizei Rheinland-Pfalz
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Mannheim. Am Donnerstag, 14. Mai, erhielt eine Frau aus dem Mannheimer Norden gegen 19.30 Uhr einen Anruf, der sie am Ende ihre gesamten Ersparnisse kostete. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim meldete sich ein unbekannter Mann und gab sich als Mitarbeiter eines Kreditkartenunternehmens aus.
In einem mehrstündigen Gespräch erschlich sich der Betrüger das Vertrauen der 58‑Jährigen. Er behauptete, auf dem Handy der Frau sei Schadsoftware entdeckt worden. Um ihr Geld zu schützen, müsse sie ihre Rücklagen auf ein angebliches Treuhandkonto überweisen.
Die Frau folgte den Anweisungen und überwies rund 100.000 Euro. Kurz darauf beendete der Anrufer das Gespräch. Erst später wurde klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Das Fachdezernat für Betrugsdelikte der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei warnt, dass sich solche Anrufe im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim derzeit häufen. Bürger sollten misstrauisch werden, wenn Unbekannte am Telefon Geld, Passwörter oder Kontodaten verlangen. Die Beamten raten außerdem, sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen zu lassen und im Zweifel sofort die Polizei zu informieren.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |