Waldhof Mannheim: Eine Packung zum Ligaabschluss – Das badische Pokalfinale gegen den VfR Mannheim ruft
- Waldhof-Trainer Luc Holtz (hier im letzten Heimspiel der Drittligasaison gegen Regensburg), wird sein Team fürs badische Pokalfinale besser einstellen müssen.
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Von Andreas Martin
Fußball. Die Einstimmung auf das badische Pokalfinale gegen den Oberligisten und Lokalrivalen VfR Mannheim am Pfingstsamstag (23.) im Mannheimer Carl-Benz-Stadion (11.30 Uhr/live ab 11.20 Uhr in der Landespokalfinalkonferenz der ARD) hatte sich der SV Waldhof Mannheim am letzten Drittligaspieltag dann wohl doch etwas anders vorgestellt. Zum Ligaabschluss kassierten die Blau-Schwarzen beim FC Ingolstadt eine Abreibung und unterlagen den von Sabrina Wittmann gecoachten Schanzern mit 1:5 (0:2). Vor allem in der Verteidigung offenbarte das Team von SVW-Trainer Luc Holtz Lücken, die es am kommenden Samstag zu schließen gilt. So geht es gegen den Außenseiter VfR Mannheim ja nicht nur um den Gewinn des badischen Landespokals, sondern auch um den damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal! Die zahlreich mitgereisten Waldhof-Fans unter den 4898 Zuschauern in Ingolstadt sahen ihr Team schon früh in Rückstand geraten. Als der vom SC Freiburg an den FCI ausgeliehene Yann Sturm die Abwehr der Blau-Schwarzen nach gerade einmal 90 Sekunden uralt aussehen ließ und SVW-Torwart Thijmen Nijhuis im kurzen Eck zum 1:0 (2.) überwand. Für die Oberbayern stellte vor der Halbzeit ein Spieler auf 2:0, den man in Mannheim noch gut kennt. So war es der ehemalige Waldhof-Spieler Marcel Costly, der ein klasse Zuspiel von Emre Gül mit dem 2:0 (30.) für die Gastgeber krönte. Gül verpasste dann das dritte Tor für die Schanzer, als er aus kurzer Distanz Jane Sietan anschoss (33.). Samuel Abfiade sorgte für ein offensives Lebenszeichen der Buwe, sein Schuss verfehlte aber den Ingolstädter Kasten knapp (35.). Danach hatte das Holtz-Team gleich zweimal Alu-Glück. So traf Costly in der 36. Minute zunächst den linken Pfosten des Waldhof-Tores und in der 43. Minute war dann der rechte Torpfosten des Mannheimer Gehäuses an der Reihe.
Boyds Tor nur Ergebniskosmetik
Nach Wiederanpfiff dauerte es nicht sehr lange, bis Nijhuis erneut hinter sich greifen musste. Diesmal hatte Gül Zielwasser und zirkelte den Ball zum Ingolstädter 3:0 (51.) sehenswert ins linke obere Toreck. Die Waldhof-Fans durften wieder etwas Hoffnung schöpfen, als der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Arianit Ferati einen langen Ball auf Terrence Boyd spielte. Boyd fand sich mutterseelenallein im FCI-Strafraum wieder und es hieß nur noch 3:1 (57.). Sturm trat den Hoffnungsfunken der Blau-Schwarzen aber rasch wieder aus, als er beim 4:1 (65.) erneut ins kurze Eck traf. Die Oberbayern schwächten sich dann sogar, als der erst in der 71. Minute ins Spiel gekommene Lukas Fröde Masca von hinten in die Beine rauschte und Schiedsrichter Cristian Ballweg (SKG Bickenbach) keine andere Möglichkeit ließ, als Fröde in der 80. Minute Rot zu zeigen. Aber selbst diese Unterzahl hielt Sturm nicht davon ab, die Waldhof-Abwehr inklusive Nijhuis auszutanzen und auf 5:1 (81.) zu stellen. Der Waldhof beendete die Drittligasaison mit dieser Niederlage auf Platz zehn. Update: Der Waldhof hat sich für die kommende Saison mit Flügelstürmer Noah Sarenren Bazee vom Zweitligisten Arminia Bielefeld verstärkt. Der in Celle geborene 29-jährige Deutsch-Nigerianer bringt auch Erstligaerfahrung mit, spielte er doch auch schon für Hannover 96 und den FC Augsburg in der Bundesliga. Der VfR Mannheim gewann indessen seine Generalprobe gegen Türkspor Neckarsulm mit 4:0 (1:0) und wird als Vizemeister der Oberliga Baden-Württemberg an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest teilnehmen. Nach dem badischen Pokalfinale hat der VfR Mannheim im Rhein-Neckar-Stadion allerdings davor noch ein Oberligaheimspiel gegen den SV Oberachern (30. Mai, 15.30 Uhr). va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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