Tipps zur richtigen Krankmeldung
Anruf genügt oder nicht?

Bei Erkältungskrankheiten bekommt man eine telefonische Krankmeldung vom Arzt
  • Bei Erkältungskrankheiten bekommt man eine telefonische Krankmeldung vom Arzt
  • Foto: Anastasia Gepp/Pixabay.com
  • hochgeladen von Roland Kohls

Krankmeldung. Bis März ist es möglich, sich telefonisch Krank schreiben zu lassen, ein Anruf beim Hausarzt genügt. Doch auch in Corona-Zeiten gelten bestimmte Regeln bei der Krankmeldung. Je nach Vertrag und Betrieb können besondere Bestimmungen gelten, die Arbeitnehmer kennen sollten. Ansonsten riskieren sie eine Abmahnung. Experten der Arag-Versicherung informieren über die wichtigsten Aspekte rund um die Krankmeldung.

Verlängerung bis März

Um die während der Erkältungssaison ohnehin vollen Wartezimmer zu entlasten, wurde eine bewährte Corona-Sonderregelung aus dem Frühjahr mit Beginn der Erkältungssaison wieder eingeführt und geht nun bis Ende März in Verlängerung: Die telefonische Krankmeldung. Damit können sich Patienten mit Erkältungssymptomen telefonisch bis zu sieben Tage krankschreiben lassen. Eine einmalige Verlängerung von weiteren sieben Tagen ist ebenfalls wieder telefonisch möglich. Dabei erfolgt eine eingehende telefonische Befragung durch einen niedergelassenen Arzt.

Wie schnell muss man die Firma informieren?

Damit der Chef ohne den erkrankten Mitarbeiter den Betrieb planen kann, sollte sich dieser so früh wie möglich in der Firma abmelden. Die genaue Uhrzeit, bis wann das zu passieren hat, ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) zwar nicht geregelt, wohl aber, dass er es „unverzüglich“ tun und zudem ankündigen muss, für wie lange er wohl ausfallen wird. Wer also um acht Uhr Arbeitsbeginn hat, sollte nach Auskunft der Arag Experten auch bis spätestens zu diesem Zeitpunkt die Firma oder den Chef informiert haben. Dabei raten die Experten, die Krankmeldung telefonisch zu erledigen. Zwar sind im ersten Schritt auch E-Mail, Messenger, SMS oder Fax erlaubt, doch dabei müssen kranke Arbeitnehmer sicherstellen, dass den Chef die Nachricht wirklich erreicht hat.

Wer muss informiert werden?

Nicht immer ist es der Arbeitgeber persönlich, den man über seine Erkrankung in Kenntnis setzen muss. Je nach betriebsinterner Regelung können das auch Abteilungsleiter, die Personalabteilung oder andere Vorgesetzte sein. Die Arag Experten weisen jedoch darauf hin, dass es in der Regel nicht genügt, den Betriebsrat oder einen Kollegen über die Krankheit zu informieren.

Attest – Immer nach drei Tagen?

Ab dem wievielten Krankheitstag ein ärztliches Attest dem Chef vorliegen muss, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich geregelt und meist im Arbeitsvertrag oder der Betriebsvereinbarung nachzulesen. Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig erkrankt, muss laut EntgFG spätestens nach drei Kalendertagen eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegen. Dabei betonen die Experten, dass es sich hier definitiv um Kalendertage handelt. Zur Frist zählen also auch Wochenenden und Feiertage. Der Arbeitgeber ist allerdings berechtigt, die Vorlage ohne besonderen Anlass früher zu verlangen. Voraussetzung: Es gibt keine anderslautenden Vereinbarungen oder Verträge.

Grund der Krankmeldung ist Privatsache

Warum ein Arbeitnehmer krank ist, ist Privatsache und geht den Chef schlicht und ergreifend nichts an. Es gibt allerdings Ausnahmen: Handelt es sich um eine ansteckende Erkrankung, muss der kranke Arbeitnehmer seiner Meldepflicht nachkommen und den Chef informieren. Im Falle einer Corona-Infektion besteht sogar eine Anzeigepflicht, wenn der betroffene Mitarbeiter Kontakt zu Kollegen hatte. Hat er dagegen von zu Hause aus im Home-Office gearbeitet, muss er seinem Chef nicht verraten, dass er sich infiziert hat. rk/ps

Autor:

Roland Kohls aus Ludwigshafen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft & HandelAnzeige
Sevilay Sabah leitet als selbstständige Partnerin der Bäckerei Görtz erfolgreich eine Bäckerei-Filiale in Speyer.
3 Bilder

Zwei Partnerinnen der Bäckerei Görtz im Interview
Mit Leidenschaft für Kunden und Produkte zum Erfolg

Partner der Bäckerei Görtz gesucht. Der eigene Chef sein, ein Team von Mitarbeitern führen und selbstständig eine erfolgreiche Bäckerei-Filiale führen: Diesen Traum erfüllen sich Sevilay Sabah und Lutfije Gavazi als Partnerinnen der Bäckerei Görtz. Der Clou dabei: Ihre Selbstständigkeit hängt nicht an einem großen Eigenkapital und ist finanziell abgesichert. Sie können ihren Erfolg durch Fleiß, Leidenschaft und ihre eigenen Entscheidungen selbst steuern.  Für viele Menschen ist die berufliche...

Online-Prospekte aus Ludwigshafen und Umgebung



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen