Coronavirus in Ludwigshafen
Am Montag regulärer Schulstart

Symbolfoto

Update vom 14. August 2020, 13.15 Uhr
Ludwigshafen. Wie das Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis als zuständige Behörde für die Schulen in Ludwigshafen mitteilt, begrüßt dieses die Entscheidung, dass unter Berücksichtigung des derzeitigen Infektionsgeschehens eine Wiederaufnahme des Regelbetriebes in den Schulen möglich und geboten ist. Das Gesundheitsministerium in Mainz hat für den Schulstart am kommenden Montag, 17. Augsut 2020, einen überarbeiteten Hygieneplan für Schulen veröffentlicht. "Sollte das Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen erforderlich machen, so sind diese ebenso im Hygieneplan ersichtlich und in verschiedenen Szenarien dargelegt. Das weitere Geschehen ist daher zu beobachten und abzuwarten." so eine Sprecherin der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis. bas

Update vom 13. August 2020, 15.39 Uhr
Ludwigshafen. Der überarbeitete Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz (5. überarbeitete Fassung, gültig ab 17. August 2020) wurde nun veröffentlicht. Darin heißt es: "Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz über einen Zeitraum von einer Woche kontinuierlich auf über 25 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Landkreis/kreisfreie Stadt), wird seitens der Schulbehörde in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden über weitere Maßnahmen entschieden. Hierbei wird auch zu berücksichtigen sein, ob es sich um bevölkerungsweite Infektionsfälle oder um einen eng umgrenzten „Hotspot“ wie z.B. in einem Produktionsbetrieb handelt." Möglich Maßnahmen sind beispielsweise SARS-CoV-2 Testungen und Schließungen von einzelnen Klassen, Kursen oder ganzen Schulen. Im Fall der Stadt Ludwigshafen ist hierfür das Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis zuständig. Die Zahl der Neuinfektionen liegt in Ludwigshafen seit Mittwoch, 12. August 2020, über der genannten Zahl von 25 pro 100.000 Einwohner.

Schüler*innen mit Krankheitssymptomen

In Bezug auf Schüler*innen mit Krankheitssymptomen wurde in das überarbeitete Papier neu mit aufgenommen: "Für Schülerinnen und Schüler, die einen banalen Infekt ohne deutlicheBeeinträchtigung des Allgemeinbefindens bzw. mit nur leichten Symptomen haben (z.B. nur Schnupfen, leichter Husten, Halsschmerzen) oder die eine anamnestisch bekannte Symptomatik (z.B.  Heuschnupfen, Pollenallergie) aufweisen, ist derzeit ein Ausschluss von der Betreuung in der Schule nicht erforderlich." 

Angehörige mit risikoerhöhenden Grunderkrankungen

Im überarbeiteten Konzept wurde dieser Passus neu aufgenommen: "Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern,Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen." In Einzelfällen ist eine Befreiung vom Präsenzunterricht möglich.  bas

Ludwigshafen. Das Ende der Sommerferien in Rheinland-Pfalz steht vor der Tür. Ab Montag, 17. August 2020, wird es in Rheinland-Pfalz wieder regulären Präsenzunterricht geben. Laut Bildungsministerium müssen alle Schülerinnen und Schüler am Montag wieder in der Schule sein. Es gilt der „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz, 4. überarbeitete Fassung, gültig ab 01.08.2020“. Eine neue Version ist angekündigt, liegt aber aktuell (Donnerstag, 13. August 2020, 10.45 Uhr) weder der Stadtverwaltung Ludwigshafen, noch dem Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis vor.

Auflagen für Schüler*innen

Die Schüler*innen müssen in Schulbussen und -bahnen und auch in der Schule (in den Fluren, Gängen und Treppenhäusern, in der Aula, beim Einkauf am Schulkiosk sowie in der Mensa) eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, am Platz im Klassenzimmer kann sie abgenommen werden. Da die Klassen in voller Klassengröße unterrichtet werden sollen, kann in den meisten Räumen der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden. Weitere Auflagen für die Schüler*innen sind der Verzicht auf Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln, eine gründliche Händehygiene und das Einhalten der Husten- und Niesetikette. Personen mit Krankheitssymptomen (beispielsweise Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Verlust von Geschmacks-/ Geruchssinn, Atemprobleme) dürfen die Einrichtung nicht betreten. Bei Auftreten von Symptomen während der Unterrichtszeit sind die betreffenden Schüler*innen zu isolieren und die Eltern zu informieren.

Schüler*innen mit Vorerkrankungen

Gemäß dem „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ unterliegen auch Schüler*innen mit Grunderkrankungen der Schulpflicht. Nur wer durch ein ärztliches Attest nachweisen kann, dass eine Befreiung vom Präsenzunterricht für medizinisch erforderlich gehalten wird, erhält ein Angebot im Fernunterricht. Wenn Eltern zur Risikogruppe gehören, ist dies laut Landesregierung kein Grund für eine Schulbefreiung.

Steigende Infektionszahlen

Die Infektionszahlen steigen in Ludwigshafen aktuell deutlich an und viele Eltern machen sich Sorgen. Kornelia Barnewald, Sprecherin des Rhein-Pfalz-Kreises, bei dem das Gesundheitsamt angesiedelt ist, führt den jüngsten Anstieg auf die nun verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer zurück. Die positiv getesteten Personen sind nun alle in Quarantäne, die meisten haben nur leichte Symptome. 

Regulärer Schulstart in Ludwigshafen geplant

Trotz den steigenden Fallzahlen ist laut Barnewald für Montag, 17. August 2020, ein regulärer Schulstart geplant. In dieser Woche hatte Bildungsministerin Stefanie Hubig davon gesprochen, dass ab 25 Fällen pro 100.000 Einwohnern zu Einschränkungen im Schulbetrieb kommen solle. In Ludwigshafen waren es am Mittwoch, 12. August 2020, 29 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 

Neues Hygienepapier liegt noch nicht vor

Allerdings liege vom Land noch kein entsprechendes Konzept vor. Wenn ein solches Konzept kommen würde, könnten Auswirkungen zum Schulstart – etwa ein Wechsel von Präsenz- und digitalem Heimunterricht – kommen. „Dies ist aktuell nicht absehbar“, so Barnewald.  

Hintergrund

Das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz macht für alle Schulen im Bundesland die verbindlichen Vorgaben, wie der Unterricht abzulaufen hat und welche Maßnahmen einzuhalten sind. Steigen die Infektionszahlen in einer Stadt oder Gemeinde stark an, sollen entsprechende Maßnahmen, um die weitere Verbreitung einzudämmen, erfolgen. Allerdings liegt bis jetzt das überarbeitete Hygienepapier des Landes noch nicht vor, so dass noch nicht klar ist, wer Entscheidungen über entsprechende Maßnahmen trifft, wie diese konkret aussehen können und wer diese umzusetzen hat. bas

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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