Toller Heimerfolg gegen Rostock - Pech in Nürnberg
Karlsruher Lions: Sieg und Niederlage am Doppelspieltag

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Nach der starken Leistung beim 92:76 Heimsieg über die Rostock Seawolves am Freitag haben die PSK Lions zwei Tage später bei den Nürnberg Falcons deutlich mit 64:96 verloren. Nach dieser Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten um einen der begehrten Playoffplätze steigt der Druck auf die Karlsruher in den verbleibenden vier Partien der regulären Runde.

15 von 21 Würfen aus dem Feld hatte Orlando Parker gegen die Seewölfe versenkt - das bedeutete 37 Punkte für den dienstältesten Spieler und einen der absoluten Sympathieträger bei den Löwen. Und weil vor 1.250 restlos begeisterten Zuschauern in der Europahalle sein ganzes Team laut Trainer Ivan Rudez "die beste Offensivleistung der Saison" abgeliefert hatte, wurde mit Rostock das stärkste Auswärtsteam der Liga mit leeren Händen auf den langen Rückweg an die Ostsee geschickt.

Am Sonntag hiess es dann in Nürnberg bei den Falken nachlegen, aber es kam ganz anders: Mit dem grippekranken Filmore Beck fiel neben dem langzeitverletzten Center Maurice Pluskota schon vor Spielbeginn der zweite deutsche Spieler aus, nach fünf Minuten im 3. Viertel mit Dominic Johnson (Kopfplatzwunde) der dritte, und mit Noah Kamdem 2 Sekunden vor Ende des Abschnitts der vierte (5 Fouls).

So wurden die Nürnberger Zuschauer Zeugen eines seltenen Schauspiels in der Pro A: Die Lions mussten den gesamten letzen Abschnitt in Unterzahl absolvieren, da ihnen mit Roland Nyama nur noch ein deutscher Akteur zur Verfügung stand, die Regeln der Liga aber zu jeder Zeit mindestens deren 2 auf dem Spielfeld verlangen. 4 gegen 5 über 10 Minuten - das Spiel war längst gelaufen.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt lagen auch die Nerven bei Coach Ivan Rudez blank. Nach wiederholter, durchaus nicht unberechtigter Kritik an Schiedsrichterentscheidungen wurde er gut 5 Minuten vor Ende nach zwei technischen Fouls hintereinander der Halle verwiesen.

Insgesamt war in Nürnberg nichts zu holen: Die Lions liefen schnell einem 10-Punkte Vorsprung der Gastgeber hinterher, und konnten diesen nie entscheidend verkürzen. Deutlich zudem die besseren Wurfquoten der Gastgeber und die Reboundüberlegenheit während des gesamten Spieles. Nach 37:27 zur Halbzeit und 60:42 nach dem 3. Viertel folgte schließlich der desaströse letzte Abschnitt, in dem das dezimierte Rudel allein 36 Punkte zum 96:64 Endstand zulassen musste. Orlando Parker war mit 17 Punkten vor Davonte Lacy (14) erneut Topscorer.

Die Karlsruher bleiben Tabellenneunter und können in den verbleibenden 4 Spielen noch aus eigener Kraft den Einzug in die Playoffs der besten 8 Teams schaffen. Ganz wichtig wäre dafür ein Heimsieg am kommenden Samstag gegen den Tabellenletzten Baunach, der im Falle einer Niederlage bei einem gleichzeitigen Hanauer Sieg bereits als Absteiger feststehen könnte, und der sich sicherlich teuer verkaufen wird. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr in der Europahalle. (wow)

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