Gegen den Tabellen-16. setzte es eine verdiente Niederlage
Der KSC enttäuscht gegen Osnabrück

Karlsruhe. Das war gewisserweise typisch: Der KSC (Startelf: Gersbeck / Bormuth, Kobald, Thiede, Wimmer / Choi, Gondorf, Wanitzek / Goller, Hofmann, Lorenz) gab optimistische Aussagen vor dem Spiel gegen den Tabellen-16. Osnabrück – aber auf dem Platz war davon leider nicht viel zu sehen. So klang es eher nach einem Lippenbekenntnis! Es setzte völlig verdient eine 0 zu 1-Niederlage. Ein 0 zu 1 auch noch gegen ein Team, das in der gesamten Saison weniger Tore als Spiele gemacht hat, dazu die sechstschlechteste Abwehr der Liga hat!

Auf Gersbeck ist Verlass
Aber der KSC schaffte es erneut nicht, einen Treffer zu erzielen. Dafür hätte der KSC schon nach einer Minute einen Gegentreffer kassieren können, denn Osnabrück bekam einen Elfer. Es hatte den Anschein, als ob die Blau-Weißen in Gedanken noch in der Kabine waren, anders kann man sich die Szene nicht erklären, warum nach rund 60 Sekunden Kobald seinen Gegner im Sechzehnmeter umgrätscht. Aussetzer? Doch erneut war Verlass auf Gersbeck, der den Elfer aber parierte. Aber ein Weckruf war das nicht! Da kam zu wenig Wille durch, es war zu umständlich, nicht ideenreich im Spiel nach vorne, zu langsam: Kein Wunder stand Osnabrück, die in der Tabelle mit dem Rücken zur Wand stehen, massiv. Der KSC hatte zwar seine Möglichkeiten, durchaus auch gute, doch nutzte sie eben nicht.

Eine Enttäuschung
Wer gedacht hatte, dass der KSC ein richtiges „Hallo Wach“ in der Kabine verpasst bekam, der sah sich erneut getäuscht, denn nur langsam kam der KSC auf Touren, blieb zudem weiter etwas umständlich – und kassierte in der 49. Minute dazu einen Gegentreffer. Einfach: links schnell spielen, Pass in die Mitte, Übersicht, auflegen, Tor! Fußball kann manchmal ganz einfach sein, wenn Tempo und Übersicht kombiniert werden! In diesem Falle leider gegen den KSC. Trainer Christian Eichner wechselte dann zwar schnell zweimal, aber der erwünschte Schub blieb aus!

Zu viele Kritikpunkte
Blicken wir auf das Spiel mit der blau-weißen Brille, lässt sich das großzügig abhaken in der Kategorie „gebrauchter Tag“. Es lief nicht rund, dazu kam, dass die Chancen, auch wenn man welche faktisch geschenkt bekam, dann nicht konsequent genutzt wurden. „Das war ein verdienter Sieg für Osnabrück“, gab Trainer Eichner zu: „Wir haben lange Zeit nicht stattgefunden, haben nicht das gezeigt, was man zu einem Sieg braucht in der Liga.“ Eine erfrischende Eigenkritik des Trainers, die hoffentlich auch bei der Mannschaft ankommt. Denn mit einem simplen, „das spielen wir mal runter“, klappt das eben nicht in der Liga, egal, wie mal die bisherigen Punkte bekommen hat. "Osnabrück war frischer als wir", so KSC-Torjäger Philipp Hofmann, "einfach wacher - und sie wollten den Erfolg einfach mehr." Das war auch deutlich zu erkennen.

Natürlich darf man als KSC-Fan nach dem Verlauf einer solchen Saison etwas träumen, doch Hand aufs Herz: Mit dem frühzeitigen Klassenerhalt hat man nach der vergangenen Saison doch schon etwas Tolles in dieser Spielzeit geleistet. Dass es vielleicht den Tick noch nicht gereicht hat für das "Mehr", lässt für die Zukunft noch einiges erhoffen. Zudem ist es für das Team auch lehrreich, denn 100% muss in allen Spielen gegeben werden. So aber sieht es auch der KSC-Kapitän: "Das war eine Nicht-Leistung von uns", gab Jerome Gondorf zu. "Das langt so nicht. Wir müssen das aufarbeiten - wollen das aber kommende Woche einfach besser machen." Das ist eine Ansage, die auch zeigt, dass die Mannschaft solche "Erlebnisse" auch aufarbeitet!

„Die Tagesform entscheidet so ein Spiel in der 2. Liga“, so der KSC-Trainer deutlich. „Wenn nicht Normalform gezeigt wird, wird es eben schwierig, in der Liga zu punkten“, so die deutliche Ansage von Eichner! Besonders in Spielen gegen Gegner, die gewissermaßen mit dem Rücken zur Wand stehen. Die wollen im Normalfall weder glänzen, noch „Hacke, Spitze, 1 2 3“ spielen, sondern packen mitunter auch mal das Rustikale aus, gehen drauf, sind bissig – und wollen eben den Erfolg.

Das hat der KSC am Samstag vermissen lassen, „da müssen wir auch mehr Esprit zeigen, mehr Spielfreude, mehr Klarheit“, so Eichner: „Da müssen wir uns weiterentwickeln.“

Sicher hatte der KSC eine turbulente Woche mit den Corona-Fällen, doch das als „Entschuldigung“ gelten zu lassen, wäre zu billig! Das sieht auch der Trainer so, der auf Nachfrage erklärt, dass dies nichts mit der gezeigten Leistung zu tun hatte. „Jetzt versuchen wir in Düsseldorf vernünftig zu aufzutreten“, so ein hörbar verschnupfter Trainer bei der Pressekonferenz nach der verdienten Niederlage im Wildpark.

Besser in Düsseldorf?
„Im Training ist es gut, aber man muss eben alles auch im Spiel zeigen“, so Eichner. Denn am Samstag muss der KSC in Düsseldorf antreten, die sich noch etwas ausrechnen in der verbleibenden Saison, es nicht auslaufen lassen. Düsseldorf hat am Wochenende den KSC in der Tabelle überholt, liegt bei verbleibenden sieben Spielen nur sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz in Lauerstellung.

Autor:

Jo Wagner

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