Staffelübergabe im Karlsruher Tollhaus
Sebastian Bau folgt als Geschäftsführer auf Bernd Belschner

Sebastian Bau (r.) folgt als Geschäftsführer auf Bernd Belschner | Foto: Tollhaus
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Karlsruhe. Gut 40 Jahre nachdem er aus dem Karlsruher Folkclub Karlsruhe heraus den Kulturverein Tollhaus gegründet hatte, zieht sich Bernd Belschner aus der Leitung des gleichnamigen Kulturzentrums zurück und überlässt das Terrain seinem Nachfolger Sebastian Bau. Der 36-jährige Kulturmanager Bau hatte bereits von 2012 bis 2018 im Kulturzentrum mitgewirkt und wird künftig gemeinsam mit Belschners langjähriger Vorstandskollegin Britta Velhagen die Geschicke des größten Karlsruher Kulturzentrums lenken.

Für Belschner bedeutet der Rückzug allerdings keinen Abschied von Tollhaus, dessen Programm er künftig aus der zweiten Reihe heraus weiter mitentwickeln möchte. Insbesondere die Programmteile, die ihm besonders am Herzen liegen wie der zeitgenössische Zirkus und das Kabarett will er auch in den kommenden Jahren maßgeblich mitgestalten.

Der Kulturverein Tollhaus wurde 1982 gegründet und bezog nach einem Jahrzehnt der durch die Stadt tingelnd und einem vielbeachteten Provisorium 1989 in der Karlsruher Nordstadt 1992 seine Räume auf dem Alten Schlachthof im Karlsruher Osten. 2010 erweiterte sich das in einer denkmalgeschützten Viehalle residierende Tollhaus mit einem neuen Anbau um die zweite Spielstätte eines großen Saales, der bis zu 1400 Menschen Platz bietet und auch aufwändige Großproduktionen etwa im Tanz ermöglicht. Zum weithin ausstrahlenden Sommerfestival Zeltival, das am 22. Juni in seine 29. Ausgabe startet, gesellte sich 2016 das ATOLL Festival für zeitgenössischen Zirkus, das in Deutschland zu den Vorreitern dieses im Tollhaus seit den 1980er Jahren gepflegten Genres zählt und internationale Beachtung findet. Bei all diesen Entwicklungen war Belschner bisher federführend als Impulsgeber mitverantwortlich. Seine neue Position soll ihm nun neue Spielräume eröffnen, die er kreativ auszufüllen beabsichtigt. Von Sebastian Bau, der sich bewusst ist, in große Fußstapfen zu treten, erhofft sich Belschner, dass er das Tollhaus bald auch mit eigenen Akzente bereichert.

Autor:

Jo Wagner

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