Ärgerlich: Anwohner wurden nicht vorab über die geplanten Maßnahmen informiert
Radroute im Karlsruher Osten geht weiter

Mehr Platz für Radler im Karlsruher Osten. Noch ungeklärt sind jedoch die Fragen nach Ausgleichsflächen für Bewohner und die Belieferung der Geschäfte. foto: jow
  • Mehr Platz für Radler im Karlsruher Osten. Noch ungeklärt sind jedoch die Fragen nach Ausgleichsflächen für Bewohner und die Belieferung der Geschäfte. foto: jow
  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. Ein weiteres Stück der Radroute von Büchig in die Karlsruher Innenstadt ist entlang der Karl-Wilhelm- und Haid-und-Neu-Straße umgesetzt worden.

Auf der Südseite wurden Parkplätze entfernt und dafür ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert – ebenso auf der nördlichen Seite zwischen Hölderlinstraße und Durlacher Tor.
„Die neuen Radabschnitte gehen einher mit Verlusten von Parkraum“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung: „Denn es ist künftig nicht mehr möglich, am rechten Fahrbahnrand zu parken.“ Über 70 Stellplätze fallen durch die erste Maßnahme weg. Vorgesehen ist, in der Rintheimer Straße auf der Südseite zwischen Georg-Friedrich- und Veilchenstraße zusätzlichen Parkraum zu schaffen. „Dieser kann den Wegfall an Parkfläche nicht komplett kompensieren“, so die Stadt – und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ergänzte bei einem Vor-Ort-Termin vergangene Woche: „Das ist uns wohl bewusst.“
Besonders auch vor dem Hintergrund einer wachsenden Stadt, zunehmenden Pendlerzahlen, Nachverdichtung und weiteren Gewerbeneubauten im Stadtteil. Allerdings hätten, so das zuständige Amt, Parkraumerhebungen gezeigt, dass Anwohnern ausreichend Parkplätze in der näheren Umgebung zur Verfügung stünden – auch wenn der Parkdruck zunehmen werde. Die Stadt verweist in diesem Kontext aber auch auf das Parkhaus am Fasanengarten, das noch Kapazitäten habe. Geprüft werden soll jetzt auch, wie Zulieferer zum Beispiel Geschäfte und Lokale beliefert werden können und ob die beiden verschiedenen Bewohnerparkzonen miteinander verbunden werden könnten.

In der Kritik: Informationsabläufe der Stadt
Ärgerlich für viele Anwohner war aber auch, dass die Stadt sie nicht im Vorfeld dieser Maßnahme entsprechend informierte. Das Stadtplanungsamt musste auf „Wochenblatt“-Nachfrage zugeben, dass die Infobriefe leider nicht vorab verschickt wurden: „Das hat nicht geklappt.“
Zudem war zum Zeitpunkt des Wegfalls der Parkflächen auch der Parkplatz am Hauptfriedhof gesperrt – wegen Baumarbeiten. Eine bessere Abstimmung der städtischen Ämter hätten sich Bürger in diesem Zusammenhang durchaus gewünscht. jow

Autor:

Jo Wagner

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