Festakt zum 100-jährigen Jubiläum des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe
Gelebter Dialog „Kultur für alle“

Das Badische Landesmuseum, Schloss Karlsruhe
  • Das Badische Landesmuseum, Schloss Karlsruhe
  • Foto: Badisches Landesmuseum, Schoenen
  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. In Anwesenheit von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, beging das Badische Landesmuseum am Donnerstag, den 18. Juli, bei einem Festakt im Karlsruher Schloss ein geschichtsträchtiges Jubiläum: 100 Jahre Badisches Landesmuseum. Ein Jahr nach der Abdankung Großherzog Friedrichs II. wurde das Badische Landesmuseum 1919 gegründet. Seither ist das
Museum im ehemaligen Residenzschloss beheimatet und präsentiert heute Besuchern in den Schausammlungen 13.000 bedeutende Exponate von der Steinzeit bis in die Gegenwart.

Zusammen mit weiteren hundertausenden Objekten in den Depots, bewahrt das Badische Landesmuseum ein kulturelles Erbe aus 50.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Mit seinen Beständen, vielbeachteten Sonderausstellungen, länderübergreifenden Kooperationen u.a. mit dem Iran, Italien und Griechenland sowie seinem Einsatz für den Kulturgutschutz hat sich das Badische Landesmuseum international einen Namen gemacht. Dabei nahm das Museum stets eine Vorreiterrolle ein und stellte sich den verändernden Ansprüchen der Gesellschaft. Im gelebten Dialog „Kultur für alle“ prägte es die Museumslandschaft.

Zu seinem 100. Geburtstag erfindet sich das Museum wieder einmal neu. „In dem Maße, in dem sich die Wünsche unserer Besucher wandeln, muss sich das Museum selbst weiterentwickeln. Mit unserer neuen Abteilung ‚Archäologie in Baden‘ sind wir Vordenker eines neuen musealen Formats der Vermittlung und läuten das Museum der Zukunft ein. Wir ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern, an ihrem kulturellen Erbe zu partizipieren“, so Museumsdirektor Prof. Dr. Eckart Köhne.

Seit Samstag ist es erstmalig möglich, Objekte wie in einer Bibliothek oder einem Archiv zu recherchieren – und sogar zu bestellen. Speziell geschulte Museumsmitarbeiter, sog. Explainer, sind die persönlichen Ansprechpartner für digitale Tools in der Ausstellung, legen Exponate nach Vorbestellung vor und sorgen für ein einzigartiges Museumserlebnis. „Die Expothek in der Sammlung ‚Archäologie in Baden‘ ist in Deutschland und weit darüber hinaus ohne Parallelen. Das Konzept, auf der Grundlage eines digitalen Katalogs die rund 1.500 Originalobjekte sehen und teils sogar anfassen zu können, bedeutet einen grundlegenden Wandel im Umgang mit den Sammlungen“, bestätigt Prof. Köhne.

Dieses Prinzip der Zugänglichkeit des eigenen historischen Erbes für alle soll sukzessive auf sämtliche Abteilungen des Hauses angewendet werden. Insofern steht die Agenda des Badischen Landesmuseums für die kommenden Jahre fest. Beim Ausprobieren der digitalen Werkzeuge in der neuen Schausammlung sowie beim eigenständigen Erforschen der vorgelegten Originalobjekte konnte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann selbst von diesem lohnenden Vorhaben überzeugen. „Mit der Möglichkeit, diesen einzigartigen Objekten derart nahe zu kommen, sie anzufassen, ist das wirklich ein ganz neues Museumserlebnis“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die Große Landesausstellung „Kaiser und Sultan – Nachbarn in Europas Mitte 1600–1700“ ab Oktober. Sie rückt den Kernbestand des Hauses, die berühmte „Karlsruher Türkenbeute“ in den Fokus, die wie kaum eine andere Sammlung für die Geschichte Badens steht, und beleuchtet gleichzeitig deren europäische Dimension.

Infos: www.landesmuseum.de

Autor:

Jo Wagner

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