1300 Musiker verwandeln Kaiserslautern in eine große Bühne
- Auf der Festkonzert-Bühne der Fruchthalle Kaiserslautern: die ausgezeichneten Ensembles, Vertreter*innen weiterer Plaketten-Empfänger 2026 sowie Vertreter*innen von Verbänden und Organisationen der Amatermusik in Deutschland sowie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder
- Foto: Rolando de Sousa/gratis
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Kaiserslautern. Drei Tage lang stand Kaiserslautern ganz im Zeichen der Musik: Rund 1300 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland verwandelten die Innenstadt bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik 2026 in eine große Bühne. Chöre, Orchester und Ensembles sorgten auf zahlreichen Plätzen für ein außergewöhnliches Festival – und zeigten eindrucksvoll, wie lebendig die Amateurmusik in Deutschland ist.
Höhepunkt des Wochenendes war das festliche Abschlusskonzert mit der Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten. Mit diesen Auszeichnungen würdigt der Bundespräsident jedes Jahr Chöre und Musikvereinigungen, die seit mindestens 100 Jahren bestehen und das kulturelle Leben in ihren Regionen prägen.
Ehrung für 100 Jahre musikalisches Engagement
Stellvertretend für viele weitere Ensembles nahmen in Kaiserslautern zwei Formationen ihre Auszeichnungen entgegen. Die erste Zelter-Plakette des Jahres 2026 ging an den Chor „Die Mainzer Hofsänger“. Die erste Pro-Musica-Plakette erhielt der „Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied“.
- Die Mainzer Hofsänger erhalten die Zelter-Plakette für 100-jähriges Wirken. Das Foto zeigt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (v.l.), Vinzent Grimmel und Andreas Leuck (Mainzer Hofsänger), Ministerpräsident Alexander Schweitzer, OB Beate Kimmel und BMCO-Präsidentin Derya Türk-Nachbaur MdB
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- Der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied wurde mit der Pro-Musica-Plakette für 100-jähriges Wirken ausgezeichnet. Das Foto zeigt Ministerpräsident Alexander Schweitzer (von links), Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Josef Stenzhorn und Antonius Nikodemus vom Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied, OB Beate Kimmel, BMCO-Präsidentin Derya Türk-Nachbaur
- Foto: Rolando de Sousa/gratis
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder war in Vertretung des Bundespräsidenten gekommen. Er betonte, dass Chöre und Orchester gerade in bewegten Zeiten wichtige Orte der Begegnung seien: Sie brächten Menschen zusammen und stärkten den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Kaiserslautern wird zur Klangstadt
Während des gesamten Wochenendes wurde die Kaiserslauterner Innenstadt zur Klanglandschaft. Auf mehreren Bühnen präsentierten sich Kinder- und Jugendchöre, klassische Orchester und moderne Ensembles. Besucherinnen und Besucher konnten ein vielfältiges Programm erleben – von traditionellen Chorklängen bis zu modernen Arrangements.
Das Festival zeigte die enorme Bandbreite der Amateurmusik und machte deutlich, welche Rolle sie für das kulturelle Leben in Deutschland spielt.
Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Stadt
Für Kaiserslautern war das Musikwochenende zugleich ein besonderer Moment im 750-jährigen Stadtjubiläum. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sprach von einem außergewöhnlichen Ereignis für die Stadt. Die vielen Musikerinnen und Musiker hätten gemeinsam mit dem Publikum ein Wochenende voller Begegnungen und musikalischer Höhepunkte geschaffen.
Organisiert wurden die Tage der Chor- und Orchestermusik vom Bundesmusikverband Chor & Orchester gemeinsam mit der Stadt Kaiserslautern.
Festival geht 2027 weiter
Mit dem Festkonzert endete das diesjährige Festival. Im kommenden Jahr wird die traditionsreiche Veranstaltung vom 5. bis 7. März 2027 in Aschaffenburg zu Gast sein und wieder Ensembles aus ganz Deutschland zusammenführen und die kulturelle Bedeutung der Amateurmusik in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar machen. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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