Der Betze bebt: Leidenschaftlicher FCK dominiert KSC im Südwestderby
- Eine weitere atemberaubende Choreo der FCK-Fans
- Foto: Jens Vollmer
- hochgeladen von Ralf Vester
FCK. Das war ein Südwestderby so richtig nach dem Geschmack von Fans, Mannschaft, Trainer und Funktionären des FCK. Besser als mit einem glatten 3:0-Sieg hätte das prestigeträchtige Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC aus Sicht der Pfälzer nicht laufen können.
Bereits die Ouvertüre war eines traditionsreichen Südwestklassikers mehr als würdig. Beide Fanlager beeindruckten mit bildgewaltigen, großformatigen Choreos. Mit dem animierten Nachstellen der spielentscheidenden Freistoßszene aus dem Pokalfinale 1996 zwischen beiden Teams übertrafen sich die Fans der Roten Teufel einmal mehr selbst. Auch der KSC hatte ordentlich aufgefahren.
Start nach Maß für den FCK
Der Ton war gesetzt, die Stimmung auf beiden Seiten prächtig. Auf dem Rasen ging es dann auch vom Anpfiff an ohne jegliches Abtasten zur Sache. Nach ein, zwei gefährlichen Angriffen der Gäste ließen die Hausherren bereits in der 3. Minute den Betze das erste Mal explodieren. Semih Sahin hatte den Ball mit voller Wucht unhaltbar in die Maschen gehämmert.
Und die Lautrer blieben am Drücker, sie waren griffig, gallig und gierig. Brandgefährlich schalteten sie kombinationssicher und schnell um. Nach 14 Minuten drückte Mergim Berisha den Abpraller von Torwart Bernat zum 2:0 über die Linie und ließ das Fritz-Walter-Stadion erneut zum Tollhaus werden. Der FCK ließ den KSC überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Die Badener ließen unerklärlicherweise jeden Derby-Spirit vermissen.
FCK-Abwehr endlich wieder sattelfest
Die Roten Teufel überzeugte dagegen in allen Mannschaftsteilen. Die Abwehr mit Luca Sirch, Maxwell Gyamfi und Ji-soo Kim stand bombensicher. Davor machte Fabian Kunze als unermüdlicher Staubsauger und Zweikämpfer ein ebenso herausragendes Spiel wie Taktgeber Semih Sahin. Marlon Ritter und Nataan Skyttä waren stets anspielbar und quirlig. Und Berisha zeigte erstmals, dass er die Qualitäten hat, die sich der FCK von ihm erhofft.
Wenn man überhaupt etwas bemängeln will, dann dass die Gastgeber nach der Pause nicht frühzeitig den Sack zugemacht und mehrere gute Konterchancen leichtfertig vergeben haben. Das hätte der KSC kurz vor Schluss mit zwei Großchancen fast noch bestraft. Der eingewechselte Mahir Emreli setzte mit dem 3:0 den sportlichen Schlusspunkt (90+4). Wie viel ihm der erste Liga-Treffer für die Roten Teufel bedeutete, zeigte sein emotionaler Torjubel.
Nächste Station: Miro Kloses „Glubberer“
Am Ende stand ein auch in der Höhe verdientes 3:0, durch das der FCK auch das zweite Südwestderby der Saison für sich entscheiden und gebührend mit den Fans feiern konnte. 40 Punkte sind nun im Sack. Wenn das Team von Trainer Torsten Lieberknecht in den restlichen acht Spielen die gleiche Leidenschaft und Spielfreude an den Tag legt, sollte Platz 6 oder 7 absolut möglich sein.
Der Rückstand auf die seit Wochen allesamt schwächelnden Spitzenteams ist noch immer zu groß, um vielleicht doch noch einmal heranzukommen. Am kommenden Samstag, 21. März, 13 Uhr, müssen die Roten Teufel beim von FCK-Ikone Miro Klose trainierten 1. FC Nürnberg ran. Ein Sieg gegen die „Glubberer“ ist eigentlich auch längst mal wieder fällig.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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