Brandanschlag auf Obdachlosenzelt: Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes in sechs Fällen

Der Brandort ist mittlerweile als Tatort wegen mutmaßlicher Brandstiftung und versuchten Mordes eingestuft worden | Foto: Anke Henkel/gratis
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  • Der Brandort ist mittlerweile als Tatort wegen mutmaßlicher Brandstiftung und versuchten Mordes eingestuft worden
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Kaiserslautern. In Kaiserslautern ermittelt die Polizei gegen einen 50 Jahre alten Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes in sechs Fällen. Der Mann soll in der Nacht zum Donnerstag auf der Pfarrwiese St. Martin in der Spittelstraße ein Feuer gelegt haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen steht er im Verdacht, ein sogenanntes Kälteschutzzelt für obdachlose Menschen vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. In dem Zelt befanden sich insgesamt sechs sogenannte Kälte-Iglus, die wohnungslosen Personen als Übernachtungsmöglichkeit dienten. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs hielten sich mehrere Menschen in dem Zelt auf.

Ein Zeuge bemerkte kurz vor 1 Uhr Flammen im Bereich des Zeltes. Er weckte daraufhin fünf schlafende Mitbewohner, die sich gemeinsam ins Freie retten konnten. Der Zeuge setzte umgehend einen Notruf ab. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten daraufhin zum Einsatzort aus. Zwei der betroffenen Personen erlitten bei dem Brand leichte Verletzungen und wurden vor Ort durch Sanitäter medizinisch versorgt. Die Feuerwehr löschte den Brand und verhinderte eine weitere Ausbreitung des Feuers.

Brand vernichtet Kälte-Iglus für Obdachlose auf Pfarrwiese St. Martin

Der tatverdächtige 50-Jährige wurde noch am Einsatzort von der Polizei festgenommen. Aufgrund vorliegender Hinweise besteht derzeit der Verdacht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Darüber hinaus prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit zwei weiteren Bränden in der Kaiserslauterer Innenstadt. Kurz vor der Tat hatten dort zwei Müllcontainer gebrannt.

Ob der Festgenommene auch für diese Brände verantwortlich ist, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Untersuchungen zum genauen Tathergang sowie zu den Hintergründen und dem Motiv dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft haben angekündigt, zu gegebener Zeit weitere Informationen zu veröffentlichen. rav/pdkl

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Der Brandort ist mittlerweile als Tatort wegen mutmaßlicher Brandstiftung und versuchten Mordes eingestuft worden | Foto: Anke Henkel/gratis
Ein Bild der Verwüstung bietet sich auf der Pfarrwiese | Foto: Anke Henkel/gratis
Übrig geblieben ist wenig bis gar nichts | Foto: Anke Henkel/gratis
Die Kälte-Iglus standen lichterloh in Flammen | Foto: Kath. Kirchengemeinde Hl. Martin/gratis
Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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