22-Jähriger aus Neupotz erzählt von seiner Teilnahme an der Bundesjugendkonferenz
"Politik geht jeden etwas an und ist nur mit der Jugend möglich"

Wegen der anhaltenden Pandemie diskutierten Julian Metz (l.) und Tobias Antoni (r.) von Zuhause aus mit der Bundesjugendministerin
  • Wegen der anhaltenden Pandemie diskutierten Julian Metz (l.) und Tobias Antoni (r.) von Zuhause aus mit der Bundesjugendministerin
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  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Jockgrim/Südpfalz. Die Bundesjugendkonferenz ist ein zentrales und bedeutendes Beteiligungsformat im Rahmen des Entstehungsprozesses der Jugendstrategie der Bundesregierung. Tobias Antoni aus Neupotz und Julian Metz aus Herxheim hatten unlängst die Ehre, für die Südpfalz an dieser Konferenz des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend teilzunehmen. Die Veranstaltung, die eigentlich in Berlin stattfinden sollte, wurde wegen der Corona-Pandemie in den digitalen Raum verlegt. In drei Workshops erarbeiteten 150  junge Menschen im Alter zwischen zwölf und 27 Jahren Handlungsempfehlungen, für die erste Jugendstrategie der Bundesregierung.

Ein zentrales Anliegen dieser Jugendstrategie ist eine direkte, sichtbare und wirkungsvolle Beteiligung junger Menschen. Dafür muss man miteinander ins Gespräch zu kommen, die Bundesjugendkonferenz sollte dafür Gelegenheit bieten, ebenso wie die Jugendparlamente in den Kommunen.
Gemeinsam mit den anderen jungen, engagierten Menschen aus ganz Deutschland diskutierte der 22-jährige Tobias Antoni aus Neupotz mit Bundesjugendministerin Franziska Giffey deshalb über aktuelle jugendpolitische Themen. Antoni, der an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz studiert, bekleidet zusätzlich zahlreiche ehrenamtliche Ämter in seiner Heimat. „Ich engagiere mich im geschäftsführenden Vorstand der Jungen Union im Kreisverband Germersheim, sowie im Kreisvorstand der CDU. Außerdem singe ich im Männerchor „Frohsinn“ Neupotz, bin dort auch Jugendvertreter. Dazu engagiere ich mich in der Kirche und bin dort Mitglied des Pfarrbeirat der Pfarrei „Mariä Heimsuchung“ Rheinzabern“, erzählt er.
Ganz besonders interessiert er sich aber für die Politik: „Denn Politik findet doch überall zu jeder Zeit statt und geht jeden etwas an. Ich engagiere mich, weil ich meine Zukunft aktiv mitgestalten möchte. Wer nicht nur alle vier Jahre gehört werden will sollte sich dort engagieren wo man auch mitgestalten kann“, sagt er und berichtet, wie er überhaupt zur Teilnahme an der Bundesjugendkonferenz kam: „Ich habe mich für diese Veranstaltung beworben und wurde ausgewählt. Grundsätzlich kann daran jeder teilnehmen, der im Alter von zwölf bis 27 Jahre ist. Für die Veranstaltungen des BMFSFJ gibt es immer Ausschreibungen“.

Persönlicher Einsatz

Und der 22-Jährige ist sich sicher, dass er mit seinem Engagement auch wirklich etwas bewegen kann. „Ja, ich habe das Gefühl etwas bewirkt zu haben, denn bereits im Rahmen der JugendPolitikTage 2019, an denen ich ebenfalls teilgenommen habe, wurde eine Bundesjugendkonferenz von uns Jugendliche als Beteiligungsmöglichkeit gefordert. Dies wurde durch das BMFSFJ 2020 umgesetzt. In der Diskussion mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wurde mir konkrete Hilfe zur Umsetzung eines Jugendparlamentes angeboten. Ich glaube an die Umsetzung des Erarbeiteten, denn es wurden einige Forderungen bereits umgesetzt und andere sind in der Planung“, sagt der Student voller Zuversicht.

Diskussionen mit der Ministerin 

In den verschiedenen Diskussionsrunden nahmen der Neupotzer Tobias und Julian aus Herxheim unter anderem am Workshop „Dialog, statt Einbahnstraße. Wie kann eine moderne Kommunikation zwischen jungen Menschen und der Bundesregierung aussehen?“ Tobias hat dabei unter anderem den Vorschlag gemacht, dass ein Dialog nicht nur mit der Bundesjugendministerin stattfinden sollte. „Ein mögliches Format könnte zum Beispiel ein `Minister-Talk`über das Thema Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz mit den entsprechenden Ministern sein“, erklärt er.
Auch an dem Workshop „Starke Kinder- und Jugendparlamente als Teil von kommunalen Beteiligungslandschaften: Wie kann die Qualität der Gremien vor Ort weiterentwickelt werden?“ haben die beiden Jung-Politiker teilgenommen. Fazit: Tobias Antoni möchte nun auch in Neupotz gerne ein solches Jugendparlament etablieren. „Ich habe über den Gemeindeverband Jockgrim der Jungen Union eine Anfrage an den Ortsbürgermeister gerichtet. Die Anfrage wird nun dem Gemeinderat Neupotz vorgelegt, der wird sie in der Gemeinderatsitzung am 7. Oktober beraten und hoffentlich beschließen". Denn ein Jugendgemeinderat mache es möglich, dass sich junge Menschen mit den demokratischen Strukturen vor Ort beschäftigen. Außerdem würde Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet, die Arbeitsweise eines Gemeinderates kennen zu lernen, ist Antoni sich sicher. Politik ist seiner Meinung nach nur mit und von Jugend möglich.
Auf die Frage, was ihm die Teilnahme an den JugendPolitikTagen 2019 und der Bundesjugendkonferenz 2020 persönlich gebracht hat, antwortet Tobias Antoni aus voller Überzeugung: „Ich werde mich weiterhin an solchen Formaten beteiligen, denn es ist wichtig, dass wir solche Möglichkeiten nutzen wo uns Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird auf Bundesebene gehört zu werden.“

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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