Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini startet besondere Aktion
Umweltschutz in der Fastenzeit

Wiltrud Siepenkothen (links) und Ulrike Kaiser-Orth mit einem der Informationsplakate.
  • Wiltrud Siepenkothen (links) und Ulrike Kaiser-Orth mit einem der Informationsplakate.
  • Foto: Pfarrei
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Germersheim. Für einen bewussten und nachhaltigeren Lebensstil setzt sich die Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini in Germersheim ein, zu der auch Sondernheim, Lingenfeld, Schwegenheim und Westheim zählen.

Für die am 6. März beginnende Fastenzeit vor Ostern lädt die katholische Pfarrei ein, sich mit den Anliegen von Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu beschäftigen. Ganz praktisch können Teilnehmer einer Fastenaktion ausprobieren, was ein anderer Lebensstil im Alltag heißt.
Dazu schlägt der Sachausschuss Caritas der Pfarrei, der das Projekt ins Leben rief, vor, sich einen von vier Vorsätzen zu eigen zu machen: Ein Vorsatz fördert bewusstes Einkaufen, wobei auf Bio-Qualität, regionale und saisonale sowie fair gehandelte Waren geachtet werden soll. Ein anderer Vorsatz gilt der Vermeidung von unnötigem Kunststoff, etwa bei Verpackungen.

Als dritten Vorsatz wird vorgeschlagen, während der Fastenzeit so wenig als möglich Auto zu fahren und stattdessen Bus und Bahn, das Rad sowie Mitfahrgelegenheiten zu nutzen oder zu Fuß zu gehen. Und ein vierter Bereich schließt wiederum das Thema bewussten Einkauf und Verbrauch ein – denn es soll möglichst vermieden werden, Lebensmittel wegzuwerfen. Alle Teilnehmer der Fastenaktion werden gebeten, sich einen Vorsatz auszuwählen. „Im Sinne einer Selbstverpflichtung sind sie eingeladen, etwas Neues im eigenen Verhalten auszuprobieren und damit verbundene Erfahrungen zu sammeln“, sagt Wiltrud Siepenkothen vom Sachausschuss Caritas. Dazu biete sich die Fastenzeit geradezu an, denn es sei eine begrenzte Zeit von etwa sieben Wochen. „Beim Fasten geht es ja generell darum, etwas Positives zu bewirken, indem man eigene Verhaltensweisen überprüft und manche in dieser Zeit bewusst weglässt oder andere neu einübt. Und darum geht es uns auch mit unserer Aktion – aber nicht nur mit Blick auf uns als Einzelperson, sondern auf unsere Umwelt und damit uns alle. Wir hoffen, natürlich, etwas zu bewegen“, ergänzt Ulrike Kaiser-Orth, die ebenfalls dem Sachausschuss angehört. Dabei zähle weniger, Verzicht zu üben, als vielmehr die Erfahrung zu gewinnen, dass weniger mehr sei. „Wir können nachhaltiger, gesünder und bewusster leben, ohne unsere Lebensqualität einschränken zu müssen“, sind die Ausschuss-Mitglieder überzeugt.

Ziel eines nachhaltigeren Lebensstils sei es, zum Schutz der Schöpfung und des Klimas beizutragen. Ebenso geht es darum, etwas gegen die ungerechte Verteilung der Lebensgüter auf der Erde zu tun.
Anregungen dazu findet der Sachausschuss Caritas, in dem sich zahlreiche Ehrenamtliche unter Leitung von Pastoralreferentin Irina Manck engagieren, unter anderem im biblischen Buch Genesis sowie in der Öko-Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Dort heißt es unter anderem: „Eine Änderung der Lebensstile könnte dazu führen, einen heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen.“ Darin sehen die Ausschuss-Mitglieder ein stichhaltiges Gegenargument gegen die Aussage „es ändert gar nichts, wenn ich etwas mache, weil ich ja doch alleine bin und nichts bewegen kann“.
Die Caritas-Verantwortlichen der Pfarrei rufen dazu auf, dass möglichst viele Menschen „einen ersten Schritt tun“, denn daraus könne sich Weiteres ergeben. Daher wird für Ende März zur Begegnung eingeladen, bei der es um den Austausch der Erfahrungen gehen soll (Samstag, 30. März, 16.30 bis 18.30 Uhr, Pfarrheim Germersheim). „Wir glauben, dass es wichtig ist, sich gegenseitig auf dem begonnenen Weg zu ermutigen.“ Im Sachausschuss Caritas sollen Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung auch weiterhin Arbeitsthemen bleiben. So wird unter anderem eine Sammelaktion für Althandys geplant.
Über die jetzt anstehende Fastenaktion wird in den Gottesdiensten am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Februar, in Germersheim, Lingenfeld, Schwegenheim und Sondernheim informiert.
In den Kirchen gibt es dazu entsprechende Stellwände, Postkarten und Infozettel, die zur Selbstverpflichtung und zum Ausprobieren einladen. So ist es auch möglich, außerhalb der Gottesdienste Informationen zu erhalten. Informiert wird auch im Internet unter www.kath-pfarrei-germersheim.de. Eine Anmeldung zur Fastenaktion ist nicht erforderlich. hm

Autor:

Wochenblatt Archiv aus Germersheim

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