Spritpreise steigen: Warum Tanken in Rheinland-Pfalz so teuer ist
- Am Rhein tankt es sich derzeit besonders teuer. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Tanken ist im Südwesten derzeit besonders teuer: Rheinland-Pfalz gehört zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Hessen zu den Bundesländern mit den höchsten Spritpreisen in Deutschland.
Das geht aus einer aktuellen Auswertung des ADAC hervor. Besonders bei Super E10 und Diesel liegen die drei Länder im Westen vorn. Für Autofahrer in Rheinland-Pfalz bedeutet das: Wer regelmäßig pendelt oder längere Strecken fährt, muss im Vergleich zu anderen Regionen derzeit spürbar mehr einplanen.
ADAC nennt Niedrigwasser am Rhein als Grund
Nach Einschätzung des ADAC hängen die höheren Preise vor allem mit den logistischen Folgen des Niedrigwassers am Rhein zusammen. Kraftstoffexperte Christian Laberer erklärt, dieser Sonderfaktor dürfte auch den bundesweiten Durchschnitt um einige Cent nach oben ziehen.
Bundesweit kostete ein Liter Super E10 am Montag im Tagesdurchschnitt 2,169 Euro. Das waren 0,8 Cent mehr als am Sonntag. Damit lag E10 nur noch 3,4 Cent unter dem bisherigen Höchststand aus dem März 2022. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 2,252 Euro je Liter. Auch die ersten Werte vom Dienstagmorgen zeigten laut ADAC weiter nach oben.
Rheinland-Pfalz bei E10 und Diesel unter den teuersten Ländern
Für den Vergleich der Bundesländer wertete der ADAC die Preise am Dienstag um 11 Uhr aus. Zu diesem Zeitpunkt war Hessen bei E10 mit 2,164 Euro pro Liter am teuersten. Dahinter folgten Nordrhein-Westfalen mit 2,163 Euro und Rheinland-Pfalz mit 2,157 Euro.
Bei Diesel lag Nordrhein-Westfalen mit 2,254 Euro pro Liter vorn. Es folgten Rheinland-Pfalz mit 2,238 Euro und Hessen mit 2,236 Euro.
Wo Tanken deutlich günstiger ist
Am billigsten war Tanken laut ADAC am Dienstag um 11 Uhr in Mecklenburg-Vorpommern. Dort kostete E10 im Schnitt 2,078 Euro pro Liter und Diesel 2,172 Euro. Dahinter lagen Berlin und Bayern ebenfalls unter dem Durchschnitt.
Der Abstand zwischen den teuersten und günstigsten Ländern betrug damit teils mehr als 8 Cent pro Liter. Nach ADAC-Einschätzung profitiert Bayern unter anderem von einer Versorgung über Pipelines aus dem Süden und ist damit weniger abhängig vom Rhein. In Berlin wirke sich zudem die höhere Tankstellendichte auf den Wettbewerb aus.
Nach Einschätzung des ADAC ist Sprit derzeit trotz Ölpreis und Dollar-Kurs insgesamt zu teuer. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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