Sektsteuer in Rheinland-Pfalz: Schnieder erwartet keine Erhöhung
- Die rheinland-pfälzische Landesregierung ist gegen eine Erhöhung der Sektsteuer. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Für Käufer von Sekt zeichnet sich nach Einschätzung von Ministerpräsident Gordon Schnieder keine höhere Steuer ab. Der CDU-Politiker rechnet nicht damit, dass die diskutierte Anhebung der Schaumweinsteuer umgesetzt wird.
Schnieder sagte der Deutschen Presse-Agentur, er wolle sich weiter ausdrücklich gegen eine Erhöhung einsetzen. Diese sei nie vereinbart worden. Zudem leide die Branche bereits erheblich.
Weinbranche warnt vor weiterem Druck
Die für Weinbau zuständige Ministerin Christine Schneider sieht in der Steuer ebenfalls ein Risiko für die kriselnde Weinwirtschaft. Die erwarteten zusätzlichen Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich stünden aus ihrer Sicht in keinem Verhältnis zum möglichen Schaden. Gemessen an einem Haushalt mit Einnahmen von mehr als 550 Milliarden Euro seien sie gering.
Die Schaumweinsteuer wurde laut Schnieder 1902 unter Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung der Kriegsmarine eingeführt. Dafür werde sie heute nicht mehr benötigt.
- Bislang: Für eine 0,75-Liter-Flasche Sekt fallen 1,02 Euro Steuer an.
- Diskutierte Anhebung: Bei einem Plus von 20 Prozent läge die Steuer bei rund 1,22 Euro je Flasche.
Der Bundesverband Wein, Sekt, Spirituosen lehnt die Erhöhung ab und warnt davor, dass sie die Absatzkrise verschärfen würde. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |