Löhne in Baden-Württemberg: Soziale Berufe holen stark auf
- Regionaldirektion zu sozialen Berufen: Sichere Beschäftigungs- und Verdienstperspektiven. (Symbolbild)
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Stuttgart. Wer in Baden-Württemberg in einem sozialen Beruf arbeitet oder eine Ausbildung plant, kann inzwischen mit Einkommen rechnen, die teils an klassische Industrieberufe heranreichen. Darauf weist die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart auf Grundlage einer Sonderauswertung der Entgeltstatistik hin.
Betrachtet wurden sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Fachkräfte, also in der Regel Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung. Deren Median-Bruttomonatsentgelt lag 2025 in Baden-Württemberg bei 4.191 Euro. Das waren nach Angaben der Regionaldirektion 33 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Der Median zeigt den Verdienst in der Mitte aller Einkommen. Genauso viele Vollzeitbeschäftigte verdienen mehr wie weniger. Damit wird das Bild nicht durch einzelne sehr hohe Gehälter verzerrt.
Pflege liegt bei 4.732 Euro im Monat
Besonders deutlich stiegen die Entgelte in sozialen Berufen. In der Berufsgruppe Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege legte das Median-Entgelt innerhalb von zehn Jahren um 44 Prozent auf 4.414 Euro zu. In den Pflegeberufen stieg es sogar um 47 Prozent auf 4.732 Euro.
Ein Vergleich mit typischen Industrieberufen zeigt laut Regionaldirektion, dass der frühere Abstand kleiner geworden ist. Im Maschinenbau und in der Betriebstechnik lag das Median-Entgelt 2025 bei 4.833 Euro. Das waren 25 Prozent mehr als 2015. In der Metallbearbeitung stieg der Wert um 22 Prozent auf 4.607 Euro.
Nach Einschätzung der Regionaldirektion bieten soziale Berufe damit nicht nur langfristig stabile und konjunkturunabhängige Beschäftigungsperspektiven. Auch beim Verdienst seien sie für Fachkräfte inzwischen deutlich attraktiver geworden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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