Fachkräfte in Rheinland-Pfalz: Firmen fordern weniger Bürokratie

Die Unternehmer fordern weniger Bürokratie gerade für kleinere Betriebe. (Archivbild) | Foto: Jörg Halisch/dpa
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Mainz. Für Unternehmen und Beschäftigte in Rheinland-Pfalz kann die Suche nach Personal schneller werden, wenn Visa und Anerkennungen zügiger bearbeitet werden. Die Landesvereinigung der Unternehmerverbände fordert dafür weniger Bürokratie, klare Ansprechpartner und verlässliche Verfahren.

Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke sagte der Deutschen Presse-Agentur in Mainz, gerade kleinere Firmen könnten sich nicht durch viele Zuständigkeiten arbeiten. Wer Fachkräfte gewinnen und halten wolle, müsse ihnen und ihren Familien zudem das Ankommen in Rheinland-Pfalz erleichtern.

Was die Unternehmen fordern

Aus Sicht der LVU brauchen Betriebe vor allem drei Punkte:

  • klare Ansprechpartner für Fragen zu Einreise, Visum und Anerkennung
  • zügige Verfahren, damit aus einem Kontakt eine Einstellung werden kann
  • Unterstützung beim Ankommen für Fachkräfte und ihre Familien in Rheinland-Pfalz

Internationale Fachkräfte seien für viele Unternehmen im Land unverzichtbar. Die LVU begrüßt deshalb die Initiative des Landes, gemeinsam mit den Kammern stärker im Ausland um Arbeitskräfte zu werben. Eine Kampagne könne Interesse wecken. Entscheidend sei aber, dass daraus auch Einstellungen entstehen.

Zentrale Stelle in Kaiserslautern

Mit der Zentralen Ausländerbehörde in Kaiserslautern gibt es bereits eine Anlaufstelle, die Unternehmen bei der Einreise internationaler Fachkräfte unterstützt. Dieses Angebot sollte nach Ansicht Tackes bekannter werden und eng mit der Beratung der Kammern verbunden sein.

Handwerk meldet Rekord bei Nationalitäten

Zahlen der Handwerkskammer Koblenz zeigen, wie wichtig ausländische Fachkräfte für das Handwerk sind. Ende vergangenen Jahres hatten von rund 7.300 Auszubildenden über alle Gewerke hinweg 1.048 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, sagte ein Sprecher.

Auch bei den Meister-Absolventen steigt demnach der Anteil der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Unter 678 Jungmeisterinnen und Jungmeistern waren 26 Nationalitäten vertreten. Das sei ein neuer Rekord. Das Handwerk brauche dringend Nachwuchs und Fachkräfte. Ohne Menschen aus dem Ausland würde es aus Sicht der Kammer nicht funktionieren.

Wirtschaftsminister Michael Ebling (SPD) hat angekündigt, gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern eine neue Kampagne zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland zu starten. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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