DFB meldet Jahresüberschuss und baut Schulden weiter ab
- Der Deutsche Fußball-Bund hat für 2025 einen Jahresüberschuss ausgewiesen und verweist auf weiteren Schuldenabbau.
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Fußball. Der Deutsche Fußball-Bund hat seinen Jahresabschluss vorgelegt und für 2025 einen Überschuss von 19,2 Millionen Euro ausgewiesen. Das Präsidium verabschiedete den Abschluss in seiner Sitzung am 31. Mai. Nach Angaben des Verbands steigt das Eigenkapital damit auf 188 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei 51 Prozent.
Der DFB teilte mit, dass die DFB GmbH & Co. KG ihre Umsatzerlöse auch ohne ein großes Turnier der Männer-Nationalmannschaft auf hohem Niveau gehalten habe. Zugleich habe der DFB e.V. seine finanzielle Basis weiter gestärkt. Nach Verbandsangaben schafft das Spielraum, um Verbindlichkeiten aus dem Bau des DFB-Campus weiter zu reduzieren und zugleich in künftige Aufgaben des Fußballs zu investieren.
Verband verweist auf stabilen Kurs
Aus dem Verband hieß es, wirtschaftliche Stabilität bleibe die Grundlage für die weitere Arbeit. Als Ziel nannte der DFB, bis Ende 2029 schuldenfrei zu sein. Der nun verabschiedete Jahresabschluss wird vom Verband als Beleg für einen stabilen finanziellen Kurs gewertet.
Für den Sport ist die Entwicklung auch deshalb relevant, weil der DFB als Dachverband zahlreiche Aufgaben im deutschen Fußball bündelt und Investitionen in Strukturen, Ausbildung und Organisation finanziert.
Steuerverfahren weiter offen
Im Finanzbericht geht der DFB zudem auf laufende Verfahren zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit ein. Für die Jahre 2014 und 2015 war dem Verband die Gemeinnützigkeit mit Bescheiden vom 21. Dezember rückwirkend entzogen worden. Dagegen legte der DFB Einsprüche ein. Das zuständige Finanzamt bearbeitet diese nach Verbandsangaben inzwischen in Bad Homburg vor der Höhe. Angaben zur weiteren Dauer des Verfahrens machte der Verband nicht. Die streitigen Steuerforderungen seien vollständig bezahlt worden.
Auch im Fall des Jahres 2006 läuft das Verfahren weiter. Nach einer ablehnenden Einspruchsentscheidung erhob der DFB Klage beim Finanzgericht in Kassel. Das Verfahren wurde laut Verband bis zum rechtskräftigen Abschluss des Bußgeldverfahrens gegen den DFB ausgesetzt. In erster Instanz war der Verband vom Landgericht Frankfurt zu einer Geldbuße von 110.000 Euro verurteilt worden. Dagegen wurde Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |