Warnstreik an Unikliniken Freiburg: Einschränkungen ab Montag
- Verdi ruft zu Warnstreiks an den Unikliniken auf. (Archivbild)
- Foto: Stefan Puchner/dpa
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Baden-Württemberg. Patientinnen und Patienten an den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen müssen sich am Montag, 15. Juni, und Dienstag, 16. Juni, auf Einschränkungen einstellen. Wegen eines zweitägigen Warnstreiks kann es in den Häusern zu längeren Wartezeiten und Verschiebungen kommen.
Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Kliniken in der laufenden Tarifrunde zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft bleibt die Notfallversorgung gesichert. Auch lebenswichtige Behandlungen sollen weiterhin stattfinden. Bei planbaren Eingriffen kann es jedoch zu Verzögerungen kommen.
Vier Universitätskliniken betroffen
Der Warnstreik betrifft die großen Universitätskliniken im Land:
- Freiburg
- Heidelberg
- Ulm
- Tübingen
Nach Einschätzung der Gewerkschaft können vor allem nicht dringend notwendige Operationen verschoben werden. Patientinnen und Patienten müssen daher mit geänderten Terminen oder längeren Wartezeiten rechnen.
Tarifstreit um mehr Geld für 26.000 Beschäftigte
Hintergrund ist ein festgefahrener Tarifkonflikt für rund 26.000 Beschäftigte der vier Kliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Gehalt. Mindestens sollen Beschäftigte monatlich 320 Euro zusätzlich erhalten. Für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten verlangt die Gewerkschaft 250 Euro mehr pro Monat sowie einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.
Die Gewerkschaft kritisiert, dass der Arbeitgeberverband der Universitätskliniken bislang kein Angebot vorgelegt habe und den Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag gekündigt habe.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für Dienstag, 17. Juni, geplant. Der Arbeitgeberverband erklärte, dann ein konkretes Angebot vorlegen zu wollen. Zugleich verwies er auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Universitätskliniken in Baden-Württemberg und mögliche Folgen der aktuellen Gesundheitsreform.
Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker betonte, das Streikrecht werde verteidigt. „Jetzt erst recht. Wir lassen uns das Streikrecht nicht nehmen.“ dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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