Waldbrände Deutschland 2025: 1.175 Brände und 2.626 Hektar Fläche

Symbolbild: 2025 gab es in Deutschland 1.175 Waldbrände. Die verbrannte Fläche lag bei 2.626 Hektar und war damit ungewöhnlich hoch, vor allem wegen eines Großbrandes in Sachsen. | Foto: Stephanie Walter
  • Symbolbild: 2025 gab es in Deutschland 1.175 Waldbrände. Die verbrannte Fläche lag bei 2.626 Hektar und war damit ungewöhnlich hoch, vor allem wegen eines Großbrandes in Sachsen.
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Waldbrände Deutschland 2025. 2025 gab es in Deutschland 1.175 Waldbrände und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) in der Waldbrandstatistik ausweist.

Im Alltag zeigt sich das vor allem dort, wo Wald nah an Wohngebieten, Ausflugszielen oder Campingplätzen liegt: In trockenen Phasen kann sich das Risiko schnell erhöhen, und Sperrungen oder Einschränkungen sind wahrscheinlicher, wenn viele Brände in kurzer Zeit auftreten.

Besonders auffällig ist 2025 die Brandfläche: Insgesamt verbrannten 2.626 Hektar. Das entspricht 26,3 Quadratkilometern, ungefähr 3.676 Fußballfeldern oder der Fläche der Insel Norderney. Treiber war ein Großbrand in der Gohrischheide in Sachsen Anfang Juli mit rund 1.867 Hektar.

Warum 2025 trotz „normaler“ Brandzahl ein extremes Flächenjahr war

Die BLE ordnet die Zahl der Brände als Rückkehr in den langjährigen Bereich ein: Im Schnitt der Jahre 1991 bis 2024 wurden 1.139 Waldbrände pro Jahr registriert. 2025 liegt mit 1.175 Bränden nahe an diesem Mittel, während 2024 wegen viel Niederschlag deutlich darunter lag.

Bei der Fläche sieht es anders aus. Das langjährige Mittel (1991 bis 2024) liegt bei 844 Hektar. 2025 liegt damit um ein Vielfaches darüber. Laut BZL war nur in den Jahren 1992, 2019 und 2022 noch mehr Waldfläche betroffen.

Wetterlage: Trockener Frühling und Hitze im Sommer

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war 2025 eines der sonnigsten Jahre, zudem ungewöhnlich warm und trocken. Vor allem im Frühjahr fehlte Niederschlag, was früh eine hohe Waldbrandgefahr begünstigte.

In der Statistik zeigt sich der Schwerpunkt im Frühjahr und Frühsommer:

  • 233 Brände bereits im April
  • jeweils über 200 Brände im Mai und Juni
  • 200 Brände im Juli
  • 147 Brände im August

Erst im September verringerte sich die Waldbrandgefahr.

Welche Bundesländer 2025 besonders betroffen waren

Bei der verbrannten Fläche führte Sachsen 2025 den Ländervergleich mit 1.894 Hektar an. Mit großem Abstand folgen Brandenburg (252 Hektar) und Bayern (224 Hektar).

Bei der Anzahl der Waldbrände lag Brandenburg vorn:

  • Brandenburg: 317 Brände
  • Nordrhein-Westfalen: 135 Brände
  • Niedersachsen: 128 Brände

Ursachen: Vieles bleibt unklar, ein Teil ist wohl vorsätzlich

Ein großer Teil der Fälle konnte nicht eindeutig zugeordnet werden. Rund 46 Prozent der Waldbrände entstanden laut Statistik aus unbekannten Ursachen. Es folgen Fahrlässigkeit mit ungefähr 27 Prozent und vermutlich vorsätzliche Verursachung mit 19 Prozent. Damit war fast jeder fünfte Brand mutmaßlich absichtlich gelegt.

Bei fahrlässig entstandenen Bränden nennt die BLE als Beispiele unter anderem Camper, Besucher im Wald oder Kinder. Die Zahlen sind dabei eine Einordnung, keine Aussage zu einzelnen Regionen oder konkreten Auslösern vor Ort.

Was die Zahlen für Ausflüge und Aufenthalte im Wald praktisch bedeuten

Aus der Statistik wird vor allem eines greifbar: In Jahren mit trockenem Frühjahr können schon ab April viele Brände auftreten, und einzelne Großbrände können die Gesamtfläche stark nach oben treiben.

Wer sich tiefer einlesen möchte, findet die vollständige Statistik beim BZL unter www.bmel-statistik.de/waldbrandstatistik.

Unterm Strich zeigt 2025, dass nicht nur die Zahl der Brände zählt, sondern auch wenige große Ereignisse darüber entscheiden können, wie viel Waldfläche am Ende tatsächlich betroffen ist. (red)

Autor:

Thorsten Kornmann aus Karlsruhe

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