Vorwahl 0711: Warnung vor Betrugsanrufen und Spam-Anrufen aus Stuttgart

Spam- und Betrugsanrufe aus Stuttgart: Kriminelle nutzen die Vorwahl 0711 und geben sich als Stadtverwaltung oder Amtsgericht aus. Stadt und Justiz warnen vor Telefonbetrug. | Foto: Erik Stegner mit KI erstellt
  • Spam- und Betrugsanrufe aus Stuttgart: Kriminelle nutzen die Vorwahl 0711 und geben sich als Stadtverwaltung oder Amtsgericht aus. Stadt und Justiz warnen vor Telefonbetrug.
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Vorwahl 0711. Wer derzeit in Stuttgart oder der Region einen Anruf von einer unbekannten Nummer mit der Vorwahl 0711 erhält, sollte besonders vorsichtig sein. In der Landeshauptstadt häufen sich Betrugsanrufe und Spam-Anrufe. Sowohl die Stadt Stuttgart als auch das Amtsgericht Stuttgart warnen aktuell eindringlich vor Telefontrickbetrug. Kriminelle geben sich als Mitarbeiter des Städtischen Vollzugsdienstes oder des Amtsgerichts Stuttgart aus, um Geld zu erlangen oder Betroffene in teure Kostenfallen zu locken.

Betrugsanrufe mit Vorwahl 0711 nehmen zu

Nach Angaben des Amts für öffentliche Ordnung gehen derzeit zahlreiche Hinweise auf Anrufe im Namen des Städtischen Vollzugsdienstes ein. Die Täter arbeiten mit automatischen Bandansagen, die dazu auffordern, sich weiterverbinden zu lassen oder bestimmte Tasten zu drücken. Nach Einschätzung der Stadt entstehen durch diese Weiterverbindungen erhebliche Kosten. Besonders perfide: Auf dem Telefondisplay der Angerufenen erscheint teils tatsächlich die Rufnummer der Funkleitzentrale des Städtischen Vollzugsdienstes (0711 216–91900). Möglich wird dies durch sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Betrüger die angezeigte Rufnummer, sodass der Anruf wie ein echter Behördenkontakt aus Stuttgart wirkt.

Achtung!
Die Stadt Stuttgart und das Amtsgericht Stuttgart warnen ausdrücklich vor solchen Betrugsanrufen und raten: Sofort auflegen, keine Tasteneingaben vornehmen und keinerlei Zahlungen leisten.

Telefonbetrug im Namen des Amtsgerichts Stuttgart

Auch das Amtsgericht Stuttgart berichtet seit längerer Zeit über bundesweite Betrugsanrufe. Dabei geben sich Täter als angebliche Gerichtsmitarbeiter aus und mahnen Geldzahlungen an. In mehreren bekannten Fällen wurden Betroffene per Bandansage aufgefordert, zur angeblichen „Anerkennung der Forderung“ die Taste „1“ zu drücken oder die „2“, um weitere Auskünfte zu erhalten. Ziel ist es, die Angerufenen in kostenpflichtige Warteschleifen umzuleiten.

Stadt und Amtsgericht stellen klar: Keine Geldforderungen per Telefon

Das Amtsgericht Stuttgart stellt klar: Derartige Anrufe stammen nicht von Mitarbeitern der Justiz. Sicherheitsleistungen werden niemals telefonisch verlangt. Zahlungsaufforderungen erfolgen grundsätzlich schriftlich auf dem Postweg. Zahlungen an Gerichte werden in der Regel per Überweisung an die Landesoberkasse Baden-Württemberg oder bar ausschließlich an der Gerichtszahlstelle abgewickelt. Auch die Stadt Stuttgart betont, dass sie grundsätzlich keine telefonischen Geldforderungen stellt, keine automatisierten Bandansagen nutzt und keine Weiterverbindungen verlangt.

So schützen Sie sich vor Betrugsanrufen
Typische Merkmale von Spam- und Betrugsanrufen mit der Vorwahl 0711 sind:
  1. Unbekannte Nummern aus Stuttgart, die angeblich von Behörden stammen
  2. Automatische Ansagen und Aufforderungen, Tasten zu drücken
  3. Druck, sofort zu handeln oder Zahlungen zu leisten
  4. Anzeigen echter oder scheinbar offizieller Rufnummern
  5. Androhungen oder angebliche Fristen

Was tun bei einem Betrugsanruf mit der Vorwahl 0711?

Betroffene sollten bei entsprechenden Anrufen sofort auflegen, keine Tasteneingaben vornehmen und keinerlei Zahlungen leisten. Überweisen Sie kein Geld und geben Sie keine persönlichen Daten weiter. Informieren Sie umgehend die Polizei. In Zusammenarbeit mit der Landespolizei versuchen die Behörden, die betrügerischen Anrufe schnellstmöglich zu unterbinden.

Hilfe bei Betrugsanrufen: Polizei, Verbraucherzentrale, Weißer Ring

Bleiben Sie bei fremden Nummern grundsätzlich achtsam. Telefongauner entwickeln ihre Maschen ständig weiter und passen sie immer wieder neuen Situationen an. Melden Sie verdächtige Anrufe und Betrugsversuche der Polizei sowie der Verbraucherzentrale. Sollten Sie bereits Opfer eines Betrugsanrufs geworden sein, bietet auch der Weiße Ring Hilfe. Der Verein unterstützt Betroffene mit Beratung, Informationen zu weiteren Schritten und Begleitung nach Straftaten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Vorwahl 0711 gehört zur Landeshauptstadt Stuttgart und einigen umliegenden Orten. Erscheint diese Vorwahl auf dem Telefondisplay, stammt der Anruf formal aus dem Raum Stuttgart. Allerdings können Betrüger die Nummer manipulieren, sodass auch betrügerische Anrufe fälschlich mit 0711 angezeigt werden.
Nein. Die Vorwahl 0711 wird täglich von vielen seriösen Unternehmen, Behörden und Privatpersonen genutzt. In den vergangenen Monaten haben sich jedoch Betrugsanrufe mit dieser Vorwahl gehäuft. Unbekannte Nummern aus Stuttgart sollten daher grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden.
Bei zahlreichen Betrugsanrufen mit der Vorwahl 0711 geben sich Täter als Behörden, Gerichte oder städtische Stellen aus. Häufig kommen Bandansagen, Aufforderungen zu Tasteneingaben oder angebliche Zahlungsforderungen zum Einsatz. Ziel ist es, Geld zu erlangen oder Betroffene in kostenpflichtige Warteschleifen zu leiten.
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Neben legitimen Anrufen aus Stuttgart nutzen auch Betrüger gefälschte 0711-Nummern. Durch sogenanntes Call-ID-Spoofing kann im Display eine scheinbar echte Stuttgarter Rufnummer erscheinen, obwohl der Anruf tatsächlich aus dem In- oder Ausland stammt.
Verdächtige Anrufe sollten der Polizei gemeldet werden. Zusätzlich können Rufnummern bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden. Auch die Verbraucherzentrale nimmt Hinweise zu Telefonbetrug entgegen. Durch Meldungen helfen Betroffene, betrügerische Nummern schneller sperren zu lassen.

Fazit

Bleiben Sie wachsam: Betrugsanrufe mit der Vorwahl 0711 in Stuttgart nehmen spürbar zu. Blockieren Sie verdächtige und als Spam erkannte Nummern und melden Sie auffällige Rufnummern umgehend der Polizei oder der Bundesnetzagentur. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern helfen auch, andere Betroffene vor Telefonbetrug zu bewahren.

Weitere Informationen:
Weitere Informationen rund um das Thema Telefonbetrug finden Sie auch bei der Bundesnetzagentur.

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Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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