Vorwahl 0711: Warnung vor Betrugsanrufen und Spam-Anrufen aus Stuttgart
- Spam- und Betrugsanrufe aus Stuttgart: Kriminelle nutzen die Vorwahl 0711 und geben sich als Stadtverwaltung oder Amtsgericht aus. Stadt und Justiz warnen vor Telefonbetrug.
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Vorwahl 0711. Wer derzeit in Stuttgart oder der Region einen Anruf von einer unbekannten Nummer mit der Vorwahl 0711 erhält, sollte besonders vorsichtig sein. In der Landeshauptstadt häufen sich Betrugsanrufe und Spam-Anrufe. Sowohl die Stadt Stuttgart als auch das Amtsgericht Stuttgart warnen aktuell eindringlich vor Telefontrickbetrug. Kriminelle geben sich als Mitarbeiter des Städtischen Vollzugsdienstes oder des Amtsgerichts Stuttgart aus, um Geld zu erlangen oder Betroffene in teure Kostenfallen zu locken.
Betrugsanrufe mit Vorwahl 0711 nehmen zu
Nach Angaben des Amts für öffentliche Ordnung gehen derzeit zahlreiche Hinweise auf Anrufe im Namen des Städtischen Vollzugsdienstes ein. Die Täter arbeiten mit automatischen Bandansagen, die dazu auffordern, sich weiterverbinden zu lassen oder bestimmte Tasten zu drücken. Nach Einschätzung der Stadt entstehen durch diese Weiterverbindungen erhebliche Kosten. Besonders perfide: Auf dem Telefondisplay der Angerufenen erscheint teils tatsächlich die Rufnummer der Funkleitzentrale des Städtischen Vollzugsdienstes (0711 216–91900). Möglich wird dies durch sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Betrüger die angezeigte Rufnummer, sodass der Anruf wie ein echter Behördenkontakt aus Stuttgart wirkt.
Telefonbetrug im Namen des Amtsgerichts Stuttgart
Auch das Amtsgericht Stuttgart berichtet seit längerer Zeit über bundesweite Betrugsanrufe. Dabei geben sich Täter als angebliche Gerichtsmitarbeiter aus und mahnen Geldzahlungen an. In mehreren bekannten Fällen wurden Betroffene per Bandansage aufgefordert, zur angeblichen „Anerkennung der Forderung“ die Taste „1“ zu drücken oder die „2“, um weitere Auskünfte zu erhalten. Ziel ist es, die Angerufenen in kostenpflichtige Warteschleifen umzuleiten.
Stadt und Amtsgericht stellen klar: Keine Geldforderungen per Telefon
Das Amtsgericht Stuttgart stellt klar: Derartige Anrufe stammen nicht von Mitarbeitern der Justiz. Sicherheitsleistungen werden niemals telefonisch verlangt. Zahlungsaufforderungen erfolgen grundsätzlich schriftlich auf dem Postweg. Zahlungen an Gerichte werden in der Regel per Überweisung an die Landesoberkasse Baden-Württemberg oder bar ausschließlich an der Gerichtszahlstelle abgewickelt. Auch die Stadt Stuttgart betont, dass sie grundsätzlich keine telefonischen Geldforderungen stellt, keine automatisierten Bandansagen nutzt und keine Weiterverbindungen verlangt.
- Unbekannte Nummern aus Stuttgart, die angeblich von Behörden stammen
- Automatische Ansagen und Aufforderungen, Tasten zu drücken
- Druck, sofort zu handeln oder Zahlungen zu leisten
- Anzeigen echter oder scheinbar offizieller Rufnummern
- Androhungen oder angebliche Fristen
Was tun bei einem Betrugsanruf mit der Vorwahl 0711?
Betroffene sollten bei entsprechenden Anrufen sofort auflegen, keine Tasteneingaben vornehmen und keinerlei Zahlungen leisten. Überweisen Sie kein Geld und geben Sie keine persönlichen Daten weiter. Informieren Sie umgehend die Polizei. In Zusammenarbeit mit der Landespolizei versuchen die Behörden, die betrügerischen Anrufe schnellstmöglich zu unterbinden.
Hilfe bei Betrugsanrufen: Polizei, Verbraucherzentrale, Weißer Ring
Bleiben Sie bei fremden Nummern grundsätzlich achtsam. Telefongauner entwickeln ihre Maschen ständig weiter und passen sie immer wieder neuen Situationen an. Melden Sie verdächtige Anrufe und Betrugsversuche der Polizei sowie der Verbraucherzentrale. Sollten Sie bereits Opfer eines Betrugsanrufs geworden sein, bietet auch der Weiße Ring Hilfe. Der Verein unterstützt Betroffene mit Beratung, Informationen zu weiteren Schritten und Begleitung nach Straftaten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit
Bleiben Sie wachsam: Betrugsanrufe mit der Vorwahl 0711 in Stuttgart nehmen spürbar zu. Blockieren Sie verdächtige und als Spam erkannte Nummern und melden Sie auffällige Rufnummern umgehend der Polizei oder der Bundesnetzagentur. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern helfen auch, andere Betroffene vor Telefonbetrug zu bewahren.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen rund um das Thema Telefonbetrug finden Sie auch bei der Bundesnetzagentur.
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Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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