Tomaten richtig lagern: So bleiben sie frisch und aromatisch ohne Kühlschrank
- Tomaten verlieren im Kühlschrank an Aroma: Nach sieben Tagen Kühlung reduziert sich der Gehalt an Aromastoffen um bis zu zwei Drittel.
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Tomaten richtig lagern. Wer gekühlte Tomaten isst, bekommt oft weniger Geschmack. Denn niedrige Temperaturen dämpfen das typische Aroma der Früchte deutlich. Deshalb raten Fachleute davon ab, Tomaten im Kühlschrank oder im Gemüsefach zu lagern.
Besonders ungünstig sind Temperaturen unter 12 Grad Celsius. Ideal ist stattdessen ein dunkler, luftiger Ort bei 12 bis 16 Grad, für Rispentomaten eher 15 bis 18 Grad Celsius. Tomaten verlieren in der Kälte nicht nur Geschmack, sondern auch an Qualität. Ursache sind laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test flüchtige Aromastoffe, die zusammen mit Zucker und Säuren den typischen Tomatengeschmack ausmachen. Bei fünf Grad Celsius nimmt die Konzentration dieser Stoffe stark ab, um bis zu 68 Prozent.
Wo halten sich Tomaten am längsten frisch?
Der Effekt tritt allerdings nicht sofort ein. Untersuchungen chinesischer und amerikanischer Forscher zeigen laut Öko-Test, dass sich die Aromastoffe erst nach längerer Kühlung deutlich verändern. Nach sieben Tagen im Kühlschrank sei die Menge der Aromaverbindungen "signifikant" reduziert. Rund zwei Drittel des Aromas könnten dabei verloren gehen.
Am längsten frisch bleiben Tomaten an einem lichtgeschützten, luftigen und etwas kühleren Ort außerhalb des Kühlschranks – zum Beispiel in einer Speisekammer oder in einem kühlen Keller. Optimal sind 12 bis 16 Grad Celsius, bei Rispentomaten 15 bis 18 Grad.
Wie lange Tomaten bei Zimmertemperatur halten, hängt von den Bedingungen ab: Unter optimaler Lagerung halten frische Tomaten etwa eine Woche, laut Mein schöner Garten sogar bis zu 14 Tage. Für den Alltag heißt das: In einer offenen Schale an einem passenden Ort bleiben sie meist mehrere Tage bis rund zwei Wochen frisch.
Unreife Tomaten können außerdem nachreifen. Dazu lagert man sie bei Raumtemperatur. Alnatura empfiehlt 18 bis 20 Grad Celsius, zum Beispiel in Zeitungspapier eingewickelt. Ebenso bietet sich eine sonnige Fensterbank als Möglichkeit zum Nachreifen.
Wie lagere ich Tomaten richtig?
Damit Tomaten immer schön fruchtig süß bleiben, ist die richtige Lagerung besonders wichtig. Die leckeren Früchte würden sonst ihr Aroma verlieren oder schnell verderben. Daher gibt es einige Punkte, die man zur korrekten Tomaten-Lagerung beachten sollte:
- Kein Kühlschrank: Bei unter zwölf Grad Celsius verliert die Tomate ihr Aroma und wird mehlig.
- Kein Plastik: Die Tomaten offen lagern, am besten nebeneinander auf einem Küchenpapier, um Druckstellen zu vermeiden.
- Grüner Stiel: Den Stielansatz unbedingt an der Frucht lassen, da dies das Austrocknen verhindert.
- Separat lagern: Tomaten geben Reifegase (Ethylen) ab. Daher getrennt von anderem Obst und Gemüse aufbewahren.
Für eine längere Aufbewahrung eignen sich Konservierungsmethoden wie Einfrieren, Trocknen oder Einlegen. Eingefroren halten Tomaten bis zu einem Jahr, verlieren beim Auftauen aber an fester Konsistenz und eignen sich dann eher für Soßen, Suppen oder warme Gerichte.
Wussten Sie, dass Tomaten botanisch eigentlich Früchte sind?
Auch wenn sie in der Küche wie Gemüse verwendet werden, zählen Tomaten aus botanischer Sicht zu den Beerenfrüchten. Genau diese Besonderheit macht sie so spannend – und so vielseitig in der Küche.
Ein Teil des Aromas kehrt bei Raumtemperatur zurück
Die Forschungsergebnisse zeigen auch, dass der Prozess teilweise umkehrbar ist. Werden Tomaten nach der Kühlzeit wieder einige Tage bei Raumtemperatur gelagert, steigen manche Aromastoffe erneut an. Ganz an das Aroma von nie gekühlten Tomaten kommen sie zwar nicht mehr heran, aber geschmacklich können sie sich etwas erholen.
Der Grund: Tomaten produzieren ihre flüchtigen Aromaverbindungen auch nach der Ernte weiter. Während einer Aufwärmphase von etwa drei Tagen können sich daher Teile des Geschmacks wieder entwickeln.
Praktisch heißt das: Wer Tomaten ausnahmsweise kühl lagern musste, sollte sie mindestens einen Tag vor dem Essen wieder herausnehmen. So schmecken sie meist deutlich besser.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |