Toilettenpause im Stau: Was auf der Autobahn erlaubt ist
- Pausen einplanen: Regelmäßige Stopps alle zwei Stunden oder 200 Kilometer helfen, unangenehme Situationen im Stau zu vermeiden.
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Toilettenpause im Stau. Auf der Autobahn ist der Gang hinter die Leitplanke auch bei Stillstand grundsätzlich nicht erlaubt. Für Autofahrende wird damit vor allem eines wichtig: Pausen rechtzeitig einzuplanen oder für lange Fahrten eine Notfalltoilette mitzunehmen.
Gerade im Sommer kann langes Warten im Stau unangenehm werden, wenn viel getrunken wurde und die nächste Rastanlage weit entfernt ist. Nach Angaben des Auto Club Europa dürfen Autobahnen nicht betreten werden, egal ob der Verkehr fließt oder steht. Auch ein kurzer Toilettengang zählt dabei nicht als Notfall im Sinne der Straßenverkehrsordnung.
Anhalten auf dem Standstreifen bleibt ebenfalls verboten, sofern keine Panne oder ein Unfall vorliegt. Ein medizinischer Notfall kann anders zu bewerten sein, etwa wenn einem Motorradfahrer bei Hitze ein Hitzschlag droht. Der Toilettengang fällt nach Einordnung des ACE aber nicht darunter.
Notfalltoiletten können lange Fahrten erleichtern
Wer längere Strecken fährt, kann das Problem nur begrenzt spontan lösen. Der ACE verweist deshalb auf sogenannte Notfalltoiletten oder Taschen-WCs, die wenig Platz brauchen und in Varianten für Männer, Frauen und Kinder erhältlich sind.
Regelmäßige Pausen können zusätzlich helfen, heikle Situationen zu vermeiden. Als Orientierung nennt der Club eine Erholungspause von mindestens 15 Minuten spätestens alle zwei Stunden oder nach 200 Kilometern.
Im Wohnmobil gilt eine Ausnahme im Fahrzeug
Wer in einem Wohnmobil mit eingebauter Toilette im Stau steht, darf diese nutzen, wenn sie innerhalb des Fahrzeugs erreichbar ist. Erlaubt ist das nur im Stand und nur bei ausgeschalteter Zündung. Sobald der Verkehr wieder rollt, müssen alle Insassen zurück auf ihren Plätzen sein.
Anders ist es bei einem Wohnanhänger mit WC. Dessen Toilette darf im Stau nicht benutzt werden, weil dafür das Zugfahrzeug verlassen und die Autobahn betreten werden müsste.
Mobilitäts-Apps mit Echtzeitdaten können helfen, längere Staus möglichst zu umfahren oder besser einzuschätzen. Bleibt ein Stau dennoch unerwartet über viele Stunden bestehen, bleibt die Lage rechtlich heikel. Praktisch entscheidend ist deshalb vor allem, Toilettenstopps vor der Fahrt und unterwegs frühzeitig einzuplanen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |