Stau vermeiden am Wochenende: Diese Autobahnen werden voll
- Die Verkehrsclubs schätzen die Staugefahr am kommenden Wochenende (25. bis 27. September) auf etlichen Autobahnen relativ hoch ein.
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Stau vermeiden am Wochenende. Autofahrer können ihre Reise besser planen, weil nach Einschätzung von ADAC und ACE vor allem Freitagnachmittag, Baustellen und Vollsperrungen für Verzögerungen sorgen dürften.
Obwohl die Schulferien in allen Bundesländern vorbei sind, bleibt die Staugefahr von Freitag, 25. September, bis Sonntag, 27. September, vergleichsweise hoch. Der ADAC rechnet mit «Geduld statt freie Fahrt», der ACE erwartet insgesamt eher moderaten, aber spürbaren Reiseverkehr.
Der Grund ist eine Mischung aus Berufsverkehr, Ausflüglern, Nebensaison-Reisen und rund 1.000 Baustellen. Besonders betroffen sind nach Einschätzung der Verkehrsclubs die Großräume Hamburg, München und Stuttgart.
Freitagnachmittag bringt das größte Staurisiko
Den Höhepunkt erwarten ADAC und ACE am Freitagnachmittag. Dann treffen Pendlerverkehr und Reiseverkehr aufeinander, was vor allem rund um Ballungsräume und auf wichtigen Fernrouten zu längeren Fahrzeiten führen kann.
Bei schönem Herbstwetter kommt zusätzlicher Ausflugsverkehr hinzu. Rund um Küsten, Alpen, Mittelgebirge und andere Erholungsgebiete können auch Bundesstraßen und regionale Zufahrten zeitweise voller werden. Die Rückfahrten der Ausflügler belasten laut ADAC vor allem den späten Nachmittag und den Abend.
In München kommt ein zusätzlicher Faktor dazu. Das Oktoberfest geht in die zweite Woche, rund um die bayerische Landeshauptstadt ist deshalb mit mehr Verkehr und einem stark ausgelasteten öffentlichen Nahverkehr zu rechnen.
A7-Sperrung mit Elbtunnel trifft den Norden besonders
Eine der wichtigsten Einschränkungen betrifft die A7 in Hamburg. Der Abschnitt von Hamburg-Stellingen bis Hamburg-Heimfeld ist inklusive Elbtunnel in beiden Richtungen vollständig gesperrt.
Die Sperrung beginnt laut ADAC am Freitag, 25. September, um 22 Uhr und endet am Montag, 28. September, um 5 Uhr. Für Fahrten durch oder rund um Hamburg kann das deutlich längere Reisezeiten bedeuten, weil Ausweichrouten ebenfalls stärker belastet werden dürften.
Diese Autobahnen sind besonders staugefährdet
Mehr Verkehr und Staus erwarten ADAC und ACE häufig in beiden Richtungen auf folgenden Strecken:
- A1 zwischen Fehmarn, Lübeck, Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Dortmund und Köln
- A2 zwischen Dortmund, Hannover, Braunschweig und Magdeburg
- A3 zwischen Oberhausen, Köln, Frankfurt am Main, Würzburg, Nürnberg und Passau
- A4 zwischen Heerlen, Aachen, Köln und Olpe sowie zwischen Dresden und Görlitz
- A5 zwischen Heidelberg, Karlsruhe und Basel sowie zwischen Kassel und Frankfurt am Main
- A6 zwischen Mannheim und Heilbronn
- A7 zwischen Flensburg, Hamburg, Hannover, Kassel, Würzburg, Ulm und Füssen/Reutte
- A8 zwischen Salzburg, München, Ulm, Stuttgart und Karlsruhe
- A9 zwischen Halle/Leipzig, Nürnberg und München
- A10 auf dem Berliner Ring
- A44 zwischen Kassel und Dortmund
- A61 zwischen Ludwigshafen, Koblenz und Mönchengladbach
- A72 zwischen Zwickau und Chemnitz
- A81 zwischen Böblingen, Stuttgart und Heilbronn
- A93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden
- A95 zwischen München und Garmisch-Partenkirchen
- A96 zwischen Lindau und München
- A99 auf dem Autobahnring München
Österreich und Schweiz bleiben auf Transitstrecken anfällig
Auch in Österreich kann die Lage laut ADAC «noch angespannt» sein. Der ACE spricht von einem «moderaten Reiseverkehrsaufkommen». Voller werden kann es vor allem auf Transitstrecken und Routen in Urlaubsgebiete.
In Österreich gelten besonders die A1 Westautobahn, A9 Pyhrnautobahn, A10 Tauernautobahn, A11 Karawankenautobahn, A12 Inntalautobahn, A13 Brennerautobahn, A14 Rheintalautobahn sowie B179 Fernpass und B197 Arlberg Bundesstraße als staugefährdet.
In der Schweiz können sich vor allem die A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen, die A2 auf der Gotthard-Route zwischen Basel und Chiasso, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die A13 auf der San-Bernardino-Route zeitweise füllen.
Praktisch bedeutet das: Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte vor allem mit Verzögerungen durch Baustellen, Ausflugsverkehr und die A7-Sperrung in Hamburg rechnen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |