Stau am Wochenende meiden: Diese Autobahnen werden voll
- Am kommenden Wochenende, 11. bis 13. September, sorgt die "letzte große Rückreisewelle des Sommers" für volle Autobahnen.
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Stau am Wochenende. Wer am Wochenende von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September, mit dem Auto reist, sollte vor allem in Süddeutschland, auf Rückreiserouten aus dem Süden und an Baustellen mehr Zeit einplanen. ACE und ADAC erwarten die letzte große Rückreisewelle des Sommers, weil in Bayern, Baden-Württemberg und mehreren österreichischen Regionen die Sommerferien enden.
Besonders betroffen sind Fernstraßen in Richtung Norden und Nordwesten. Zusätzlich dürfte es auf Strecken aus Frankreich, auf Verbindungen von den Küsten sowie in Richtung Alpen, Seen, Küsten und Mittelgebirge voller bleiben, weil auch Reisende ohne feste Ferientermine noch unterwegs sind.
Freitagabend und Samstagvormittag werden besonders voll
Die größte Staugefahr sehen die Verkehrsclubs am Freitagnachmittag und Freitagabend sowie am Samstagvormittag. Beim Rückreiseverkehr wird es nach Einschätzung der Clubs besonders am Samstagnachmittag, am Samstagabend und am Sonntag vom Vormittag bis in den frühen Abend voll.
Für flexible Autofahrer gelten Dienstag und Mittwoch als ruhigere Reisetage. Auch dann kann Berufsverkehr die Fahrt verlängern. Wer am Wochenende fahren muss, kommt nach Einschätzung des ACE oft besser durch, wenn der Start sehr früh am Morgen liegt oder eine Nachtfahrt möglich ist.
Diese Autobahnen sind besonders staugefährdet
Als Rückreiserouten sind vor allem die Hauptverbindungen in Richtung Norden und Nordwesten betroffen. Dazu zählen die A 5, A 6, A 7, A 8, A 9, A 81 sowie die bayerischen Autobahnen A 93 und A 95.
ACE und ADAC erwarten außerdem in den Großräumen Stuttgart und München, auf den Fernstraßen und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie auf vielen weiteren Autobahnen mehr Verkehr. Häufig kann es in beiden Richtungen zu Verzögerungen kommen:
- A 1: Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - Köln
- A 2: Oberhausen - Dortmund - Hannover
- A 3: Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - Passau - Linz
- A 4: Heerlen/Aachen - Köln - Olpe und Dresden - Görlitz
- A 5: Basel - Karlsruhe - Frankfurt/Main
- A 6: Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
- A 7: Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
- A 8: Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München - Salzburg
- A 9: Berlin - Halle/Leipzig - Nürnberg - München
- A 10: Berliner Ring
- A 11: Berliner Ring - Kreuz Uckermark - Stettin
- A 12: Frankfurt/Oder - Berliner Ring
- A 13: Berliner Ring - Dresden
- A 17: Dresden - Prag
- A 21: Kiel - Bargteheide
- A 23: Hamburg - Heide
- A 24: Hamburg - Schwerin
- A 27: Bremen - Bremerhaven
- A 29: Ahlhorner Heide - Wilhelmshaven
- A 31: Gronau - Meppen
- A 38: Halle - Göttingen
- A 42: Kamp-Lintfort - Dortmund
- A 43: Recklinghausen - Wuppertal
- A 44: Kassel - Dortmund
- A 45: Aschaffenburg - Gießen - Hagen - Dortmund
- A 61: Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
- A 65: Karlsruhe - Ludwigshafen
- A 72: Zwickau - Chemnitz
- A 81: Singen - Stuttgart - Heilbronn - Würzburg
- A 93: Rosenheim - Kiefersfelden
- A 95: München - Garmisch-Partenkirchen
- A 96: München - Lindau
- A 99: Autobahnring München
Baustellen und Sperrungen kosten zusätzlich Zeit
Der Verkehrsfluss wird laut ADAC auch durch rund 1.000 Baustellen und geplante Vollsperrungen gebremst. Besonders wichtig für die Reiseplanung ist die A 7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld. Der Abschnitt ist inklusive Elbtunnel von Freitag, 11. September, 22 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr, in beiden Richtungen gesperrt.
Um Ausweichverkehr durch Orte zu begrenzen, haben mehrere bayerische Landkreise entlang der A 7, A 8, A 93 sowie der Bundesstraße B 2/B 23 Durchfahrtsverbote für Transitverkehr bei Stau verhängt. Für Ortsdurchfahrten kann das bedeuten, dass Navigationsvorschläge nicht überall nutzbar sind.
Auch Österreich und die Schweiz bleiben belastet
In Österreich wird es wegen des Ferienendes noch einmal voller. Betroffen sind vor allem Routen in nördlicher Richtung. In Richtung Süden dürften Verzögerungen nach Einschätzung des ACE meist auf Baustellenbereiche beschränkt sein.
Staugefährdet sind in Österreich insbesondere diese Verbindungen:
- A 1 Westautobahn
- A 2/E 59/E 60 Südautobahn von Wien nach Klagenfurt
- A 4 Ostautobahn
- A 9 Pyhrnautobahn
- A 10 Tauernautobahn
- A 11 Karawankenautobahn von und nach Slowenien
- A 12 Inntalautobahn
- A 13 Brennerautobahn von und nach Italien
- A 14 Rheintalautobahn
- B 179 Fernpass
- B 197 Arlberg Bundesstraße
In der Schweiz erwartet der ACE insgesamt moderateren Reiseverkehr. Auf der Gotthardroute A 2 kann es dennoch länger dauern. Am Freitag und Samstag werden am Nordportal in südlicher Richtung Staus von 4 bis 7 Kilometern erwartet. Am Sonntag kann es wegen des Rückreiseverkehrs am Südportal länger dauern.
Bei einer Fahrzeitverlängerung auf der Gotthardroute von mehr als einer Stunde kann die San-Bernardino-Route A 13 eine Alternative sein. Auch dort sind Verzögerungen möglich. Zeitweise stärker belastet sein können außerdem die A 1 zwischen Bern, Zürich und St. Gallen sowie die A 3 zwischen Basel, Zürich und Chur.
Wer Reisetag, Startzeit und Route vorab abgleicht, kann die größte Staugefahr am Wochenende besser umgehen und die Rückreise realistischer planen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |