Sprit sparen im Alltag: Mit E10, Tempo und Technik die Kosten senken

Sprit sparen mit Super E10, angepasster Geschwindigkeit, richtigem Reifendruck und weniger Dachlast. | Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
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  • Sprit sparen mit Super E10, angepasster Geschwindigkeit, richtigem Reifendruck und weniger Dachlast.
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Sprit sparen. Wer beim Tanken und Fahren ein paar Stellschrauben kombiniert, kann die Kraftstoffkosten spürbar senken, ohne am Auto etwas umzubauen.

Die Tipps stammen vom ADAC Hessen-Thüringen e.V. und setzen an drei Punkten an: Kraftstoffwahl, Tempo und Verbrauchstreiber am Fahrzeug. Gerade die Kombination macht den Unterschied, weil kleine Effekte sich über viele Tankfüllungen summieren.

Ein Beispiel aus der ADAC-Rechnung zeigt den Hebel beim Kraftstoff: Zwischen Super E5 und Super E10 liegen demnach rund 6 Cent pro Liter. Zwar kann Super E10 je nach Fahrzeug einen Mehrverbrauch von etwa 1 bis 1,5 Prozent bedeuten, unterm Strich bleibt E10 im Beispiel günstiger. Bei 2,00 Euro pro Liter und 60 Litern Tankfüllung entspricht das einer Ersparnis von etwa 1,80 bis 2,40 Euro.

Die wichtigsten Stellschrauben laut ADAC

  • Super E10 nutzen, wenn freigegeben. Viele tanken E5 aus Unsicherheit. Laut ADAC sind fast alle Benziner-Pkw im Bestand für Super E10 geeignet. Ob das eigene Fahrzeug E10 verträgt, steht in der Bedienungsanleitung oder am Tankdeckel.
  • Tempo senken. Je schneller ein Auto fährt, desto stärker steigt der Luftwiderstand und damit der Verbrauch. Laut ADAC spart Tempo 100 statt 130 auf gleicher Strecke etwa 25 Prozent Kraftstoff. Bei 160 km/h liegen es demnach fast 50 Prozent.
  • Konkretes Kostenbeispiel. Ein Benziner verbraucht laut ADAC bei 100 km/h rund 6,7 Liter Super E10 pro 100 Kilometer. Bei 160 km/h steigt das auf 10,1 Liter. Bei 2,08 Euro pro Liter kostet die schnellere Fahrweise damit etwa 7,07 Euro pro 100 Kilometer mehr.
  • Vorausschauend fahren und früh hochschalten. Häufiges Bremsen und Anfahren kostet Energie. Frühes Gaswegnehmen vor Ampeln und Rollenlassen über die Motorbremse senkt den Verbrauch. Hohe Drehzahlen über 2.000 Umdrehungen pro Minute treiben den Verbrauch eher nach oben, frühes Hochschalten wirkt entlastend. Bei Automatik kann der „Eco“-Modus helfen, weil früher hoch- und später runtergeschaltet wird.
  • Verbraucher und Technik im Blick behalten. Klimaanlage, Lüftung, Licht und weitere elektrische Verbraucher ziehen Energie aus dem Bordnetz, die der Generator über den Motor bereitstellt. Mehr elektrische Last kann daher mehr Sprit bedeuten.
  • Reifendruck prüfen. Laut ADAC erhöht schon ein um 0,3 bar zu niedriger Reifenluftdruck den Rollwiderstand und sorgt für unnötigen Mehrverbrauch.
  • Dachbox, Träger und unnötiges Gewicht entfernen. ADAC-Messungen zufolge verbraucht ein Pkw mit Dachbox bei Tempo 130 im Schnitt rund 18 Prozent bzw. etwa einen Liter mehr pro 100 Kilometer. Auch unnötige Zuladung wirkt sich besonders im Stadtverkehr negativ aus, weil jedes Anfahren und Beschleunigen zusätzlich Sprit kostet.

Tank-Tipp: Wann Tanken besonders oft günstiger ist

Mit der Einführung des Österreich-Modells in Deutschland seit dem 1. April 2026 hat sich laut ADAC die günstigste Tankzeit verschoben. Statt wie zuvor am späten Abend zu tanken, soll demnach der Vormittag kurz vor 12 Uhr häufig am günstigsten sein. Ab Mittag steigen die Preise laut ADAC wieder stark an. Wer mittags nicht kann, findet laut ADAC auch am Morgen oft noch niedrigere Preise, bis 12 Uhr sinken sie dann nur noch geringfügig.

Unterm Strich gilt: Wer E10 nutzt, das Tempo reduziert, vorausschauend fährt und Dachlast sowie Reifendruck im Griff hat, senkt die Spritkosten am ehesten dauerhaft.

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Sprit sparen mit Super E10, angepasster Geschwindigkeit, richtigem Reifendruck und weniger Dachlast. | Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
Beim Reifendruck, Tempo und der Spritwahl steckt oft mehr Sparpotenzial als gedacht. Schon kleine Anpassungen können über viele Kilometer die Tankkosten senken. | Foto: karepa/stock.adobe.com
Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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