Sonnenschirm richtig wählen: Diese Größe empfiehlt Warentest
- Stiftung Warentest hat elf Sonnenschirm-Modelle geprüft.
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Sonnenschirm kaufen. Die richtige Größe entscheidet, ob Balkon oder Terrasse wirklich Schatten bekommen. Laut Stiftung Warentest sollte ein Sonnenschirm die Fläche, die er abdecken soll, an jeder Seite um etwa 50 Zentimeter überragen.
Wer zum Beispiel einen Esstisch im Garten beschatten möchte, braucht meist ein Modell mit rund drei Metern Durchmesser. Das reicht in der Regel für vier bis sechs Personen. Größere Loungegruppen benötigen entsprechend mehr Schattenfläche.
Im Test der Stiftung Warentest wurden elf Sonnenschirme untersucht. Darunter waren sechs Ampelschirme und vier Marktschirme in mittleren Preislagen zwischen 60 und 999 Euro.
Größe und stabiler Ständer sind entscheidend
Für typische Sitzbereiche ergeben sich laut Untersuchung diese Richtwerte:
- Etwa drei Meter Durchmesser für Esstische mit vier bis sechs Personen
- Rund vier Meter Durchmesser für größere Lounge- oder Sofagruppen
- Ein Schirm, der die Fläche rundum um etwa 50 Zentimeter überragt
Mit zunehmender Größe steigt auch das Gewicht, das der Schirmständer haben sollte. Hintergrund ist die Windanfälligkeit großer Modelle. Für Ampelschirme mit ungefähr drei Metern Durchmesser empfehlen Anbieter laut Stiftung Warentest Ständer mit bis zu 200 Kilogramm Gewicht.
Auch eine Neigefunktion kann im Alltag hilfreich sein. Sie ermöglicht es, den Schirm zu kippen, wenn die Sonne morgens oder abends tiefer steht.
Helle Schirme bleiben kühler im Schatten
Bei der Farbe spielt neben dem persönlichen Geschmack auch die Wirkung des Materials eine Rolle. Helle Stoffe reflektieren Sonnenlicht stärker. Unter einem hellen Sonnenschirm kann es deshalb etwas kühler wirken. Dunkle Stoffe haben einen anderen Vorteil. Verschmutzungen sind darauf meist weniger sichtbar.
Beim UV-Schutz schnitten fast alle getesteten Modelle sehr gut ab. Sie erreichen laut Stiftung Warentest einen Schutzfaktor von 80 und lassen im Labor weniger als 0,1 Prozent der schädlichen UVB-Strahlen durch. Selbst das schwächste Modell im Test kommt noch auf einen Schutzfaktor von 60.
Trotzdem ersetzt ein Sonnenschirm keinen vollständigen Sonnenschutz. Sonnenstrahlen können etwa von Hauswänden reflektiert werden und seitlich unter den Schirm gelangen. Deshalb bleibt Sonnencreme auch im Schatten sinnvoll.
Im Gesamtergebnis erhielten je ein Ampel- und ein Marktschirm die Note „gut“. Drei Modelle wurden als „mangelhaft“ bewertet. Drei weitere schnitten mit „befriedigend“ ab. Die Untersuchung zeigt damit vor allem eines. Größe, Stabilität und Standort entscheiden darüber, wie gut der Sonnenschirm im Alltag schützt. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |