Sonnenschirm kaufen: So passt Größe, UV-Schutz und Standfestigkeit

Sonnenschirm: Auswahl nach Größe, UV-Schutz, Material und Standfestigkeit. | Foto: TÜV SÜD, Foto: Conny Kurz
  • Sonnenschirm: Auswahl nach Größe, UV-Schutz, Material und Standfestigkeit.
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Sonnenschirm kaufen. Wer bei Größe, Stoff und Standfestigkeit gezielt auswählt, bekommt alltagstauglichen Schatten und reduziert gleichzeitig die UV-Belastung.

Ob Balkon, Terrasse oder Garten. Ein Schirm muss zur Fläche passen, sich im Alltag leicht bedienen lassen und bei Wind sicher stehen. TÜV SÜD rät, beim Kauf vor allem Standort, Bauform, Materialqualität und die richtige Verankerung zusammen zu betrachten.

Praktisch bedeutet das: Ein zu großer Schirm blockiert Wege und Sitzbereiche, ein zu kleiner spendet zur falschen Tageszeit zu wenig Schatten. Auch die Durchgangshöhe zählt. Unter dem geöffneten Schirm sollte genug Platz bleiben, damit Öffnen, Schließen und Neigen nicht zur Fummelei wird.

Welche Schirmgröße und Bauform für Balkon, Terrasse und Garten sinnvoll ist

Je nach Einsatzort kommen unterschiedliche Modelle infrage:

  • Kleiner Balkon: Kompakte Mittelstockschirme oder halbrunde Modelle mit etwa 1,5 bis 2 Metern Spannweite. Um Stellfläche zu sparen, können Geländerbefestigungen sinnvoll sein.
  • Terrasse und größere Sitzbereiche: Häufig passen Schirme mit 2 bis 3 Metern Spannweite. Ampel- oder Freiarmschirme haben den Mast seitlich, dadurch bleibt die Fläche darunter besser nutzbar.
  • Garten: Je nach Fläche sind auch größere Modelle möglich. In besonders windanfälligen Bereichen eignen sich robuste Marktschirme.

Entscheidend ist, dass ausreichend Schatten entsteht, ohne Wege oder Sitzplätze unnötig einzuschränken. Bei seitlichem Mast kann der Schatten flexibler über Sitzgruppen gelegt werden, dafür braucht der Fuß oft mehr Platz.

UV-Schutz, Stoff und Gestell: Worauf es beim Material ankommt

Das Material des Schirmdachs beeinflusst UV-Schutz, Witterungsbeständigkeit und wie lange die Farbe hält. Laut TÜV SÜD können dicht gewebte Polyester- oder Acrylstoffe besonders widerstandsfähig sein.

Für die Einordnung beim UV-Schutz hilft ein ausgewiesener Schutzfaktor, etwa nach UV-Standard 801. Dunklere Stoffe können den UV-Schutz zusätzlich verbessern. Viele Bespannungen sind außerdem wasserabweisend, sodass sie leichten Sommerregen kurzfristig abhalten und danach wieder abtrocknen.

Auch das Gestell sollte wetterfest sein, zum Beispiel aus pulverbeschichtetem Aluminium oder mit rostgeschützten Metallkomponenten. Das senkt das Risiko von Korrosion, wenn der Schirm länger draußen steht.

Langlebigkeit: Reparaturfreundliche Modelle und richtige Lagerung

Für eine längere Nutzungsdauer lohnt ein Blick auf Verarbeitung und Konstruktion. Sinnvoll sind Modelle, bei denen stark beanspruchte Teile austauschbar sind, etwa die Bespannung oder einzelne Komponenten des Gestells.

Zur Pflege gehören leicht zu reinigende Bezüge, die Verschmutzungen und Stockflecken vorbeugen können. Bei längerer Nichtnutzung schützt eine Schutzhülle Mechanik und Material vor Wetter. Außerhalb der Sommersaison hält eine trockene, geschützte Lagerung den Schirm länger funktionsfähig.

Standfestigkeit bei Wind: Ständergewicht, Verankerung und Herstellerangaben

Wind ist der Belastungstest für jeden Sonnenschirm. Flexible Streben aus Glasfaser oder verstärktem Aluminium können helfen, Lasten besser abzufangen.

Für die Standfestigkeit gilt: An windanfälligen Standorten sollte der Schirmständer ausreichend schwer sein oder fest im Boden verankert werden. Dabei sind die Herstellerangaben wichtig, zum Beispiel:

  • mit welchem Mindestgewicht der Ständer beschwert werden muss
  • ab welcher Windstärke der Schirm eingeklappt werden sollte

Je größer die Spannweite, desto höher fällt in der Regel das nötige Standgewicht aus oder desto stabiler muss die Verankerung sein.

Bedienkomfort und Sicherheit im Alltag: Kurbel, Neigung und saubere Mechanik

Neben Stabilität zählt, wie unkompliziert der Schirm im Alltag zu nutzen ist. Kurbelmechanismen oder Gasdrucksysteme können das Öffnen erleichtern. Kipp- oder Neigefunktionen helfen, den Schatten an den Sonnenstand anzupassen.

Wichtig ist eine saubere Verarbeitung beweglicher Teile. Das reduziert Verschleiß und senkt das Risiko von Klemm- oder Quetschstellen, besonders wenn Kinder den Schirmbereich mitnutzen.

Als zusätzliche Orientierung nennt TÜV SÜD das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit sowie das blaue TÜV SÜD-Oktagon, die auf eine sicherheitstechnische Prüfung hinweisen. Weitere Informationen finden sich unter https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsumgueter-und-handel/haus-und-garten.

Unterm Strich bringt ein Sonnenschirm den größten Nutzen, wenn Größe und Bauform zum Platz passen, der Stoff einen nachvollziehbaren UV-Schutz ausweist und die Standlösung zum Wind am Standort passt.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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