Sommergewitter im Auto: So sinkt das Risiko bei Starkregen und Sturm

Sommergewitter im Straßenverkehr: Hinweise zu Aquaplaning, überfluteter Fahrbahn, Blitzschutz und Seitenwind. | Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
  • Sommergewitter im Straßenverkehr: Hinweise zu Aquaplaning, überfluteter Fahrbahn, Blitzschutz und Seitenwind.
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Sommergewitter Autofahren. Wer bei Starkregen, Hagel oder Sturmböen unterwegs ist, senkt das Unfallrisiko vor allem mit weniger Tempo, ruhigen Lenkbewegungen und dem Meiden tiefer Wasserstellen.

Sommergewitter können schnell aufziehen und die Sicht und den Grip innerhalb weniger Minuten verändern. Hinweise dazu, worauf es im Straßenverkehr ankommt, gibt der ADAC Hessen-Thüringen e.V. in einer aktuellen Einordnung.

Besonders kritisch sind Situationen, in denen Wasser auf der Fahrbahn stehen bleibt, Wind das Fahrzeug versetzt oder Hagel die Sicht plötzlich verschlechtert. Die folgenden Punkte helfen, typische Fehler zu vermeiden.

Starkregen und Aquaplaning: Warnzeichen erkennen, richtig reagieren

Bei heftigen Regenfällen steigt das Risiko für Aquaplaning. Besonders betroffen sind Abschnitte mit viel Schwerlastverkehr, weil sich Wasser in Spurrillen sammelt und nicht schnell genug abläuft. Wenn die Reifen das Wasser bei höherem Tempo nicht mehr verdrängen, verliert das Auto den Kontakt zur Straße und beginnt zu schwimmen.

Typische Anzeichen, die der ADAC nennt:

  • verstärkte Wassergeräusche
  • schwankende Motordrehzahl
  • leichtgängige Lenkung

Wenn das Fahrzeug ins Schlingern gerät, wird ein möglichst ruhiges Verhalten empfohlen. Dazu zählt, vom Gas zu gehen, die Kupplung zu treten und das Lenkrad möglichst gerade zu halten. Bei Automatik-Getriebe sollte die Fahrstufe nicht gewechselt werden. Der Fuß wird behutsam vom Gas genommen, damit keine Motorbremse einsetzt.

Überflutete Straße: Warum „mit Schwung durch“ teuer werden kann

Bei überschwemmter Fahrbahn gilt: Nicht mit Schwung durch tiefes Wasser fahren. Gelangt Spritzwasser in den Ansaugbereich des Motors, kann ein Motorschaden drohen.

Als grobe Orientierung: Eine Straße mit erhöhtem Wasserpegel sollte nur dann gequert werden, wenn das Wasser maximal bis zur Unterkante der Stoßfänger reicht. Ist die Wassertiefe nicht gut einzuschätzen, ist Abwarten oder das Ausweichen auf eine alternative Route die sicherere Option.

Blitzschlag ins Auto: Selten, aber was dann wichtig ist

Ein Blitzeinschlag ins Fahrzeug kommt laut ADAC äußerst selten vor. Falls es doch passiert, wirkt die Karosserie als „Faradayscher Käfig“ und leitet die elektrische Entladung um die Insassen herum.

Wichtige Einschränkung: Nach einem Blitzeinschlag sollten Insassen keine Metallteile berühren, die mit der Karosserie in Verbindung stehen. Das Verlassen des Fahrzeugs ist bei modernen Autos mit Kunststoffauskleidung im Innenraum in der Regel problemlos möglich. Schäden an Karosserie, Reifen und Elektronik sind dennoch möglich, außerdem kann noch eine leichte Spannung anliegen.

Für Cabrios gilt: Verdeck und Fenster schließen, damit das Prinzip des Faradayschen Käfigs auch hier wirkt. In vielen Verdecken leiten Metall-Spriegel einen Einschlag ab.

Bei Wohnwagen ist besondere Vorsicht genannt, wenn die Karosserie hauptsächlich aus glasfaserverstärktem Kunststoff besteht. Diese Modelle bieten keinen Blitzschutz. Bei Wohnmobilen finden Insassen Schutz in der Fahrerkabine, die den Strom wie bei einem Pkw außen herum ableitet.

Sturmböen: Wo Seitenwind besonders plötzlich kommt

Gewitter gehen häufig mit plötzlichen Windstößen einher. Wer während der Fahrt in einen Sturm gerät, reduziert die Geschwindigkeit und fährt besonders aufmerksam. Bei niedrigerem Tempo fällt es leichter gegenzulenken, wenn Böen das Fahrzeug seitlich versetzen.

Mit Seitenwind ist laut ADAC vor allem zu rechnen:

  • nach dem Überholen großer Fahrzeuge
  • auf Brücken

Zusätzliche Gefahr sind umgestürzte Bäume oder Äste auf der Straße. Wenn bereits vor Fahrtbeginn klar ist, dass ein Unwetter droht, kann das Meiden baumreicher Strecken oder das Verschieben der Fahrt die praktischste Konsequenz sein.

Weitere Datenschutz-Informationen des Herausgebers finden sich unter www.adac.de/hth-infopflicht.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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