So klappt der Berufseinstieg: Was Arbeitgeber wirklich sehen wollen
- Praktika sind hilfreich, um Kompetenzen nachweisen zu können und bei der Bewerbung zu punkten. (zu dpa: «Berufseinstieg: So hat die Bewerbung größere Erfolgschancen»)
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Berufseinstieg. Nach Ausbildung oder Studium entscheidet bei Bewerbungen oft nicht der Abschluss, sondern wie gut Fähigkeiten im Alltag belegt sind. Praktische Erfahrungen, übertragbare Kompetenzen und eine klare Auswahl passender Stellen erhöhen die Chancen auf einen Einstieg spürbar.
Arbeitsmarktforscherin Anna Wittich von Stepstone ordnet ein, dass Unternehmen bei Berufseinsteigenden vor allem auf nachweisbares Können achten. Praktika, Werkstudentenjobs oder eine abgeschlossene Ausbildung zeigen, dass Aufgaben bereits im Arbeitsalltag bewältigt wurden. Solche Stationen sollten im Lebenslauf konkret benannt werden, statt sie nur allgemein zu erwähnen.
Praxis schlägt formalen Abschluss
Neben der fachlichen Qualifikation spielen persönliche Eigenschaften eine zentrale Rolle. Lernbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit oder Eigeninitiative zählen zu den sogenannten Soft Skills, die laut Wittich sowohl im Lebenslauf als auch im Gespräch sichtbar werden sollten.
Auch fachliche Kompetenzen lassen sich häufig auf verschiedene Berufsfelder übertragen. Dazu gehören digitale Grundkenntnisse, organisatorische Fähigkeiten oder der Umgang mit Daten. Wer diese Fähigkeiten klar benennt, wirkt für Arbeitgeber flexibler einsetzbar und damit interessanter.
Netzwerke und gezielte Bewerbungen erhöhen die Chancen
Kontakte können den Einstieg erleichtern. Direkte Gespräche mit Betrieben, Initiativbewerbungen oder der Austausch auf Messen helfen dabei, ein belastbares Netzwerk aufzubauen. Empfehlungen können ähnlich wie Praktika als zusätzlicher Nachweis von Kompetenz wirken und einen positiven Eindruck hinterlassen.
Beim Umfang der Bewerbungen rät Wittich zu Maß und Ziel. Der erste Job muss nicht der Traumjob sein und kann als Lernschritt dienen, um Erfahrungen zu sammeln und das eigene Profil zu schärfen. Gleichzeitig gilt, dass sorgfältig vorbereitete Bewerbungen auf passende Stellen oft erfolgreicher sind als eine große Anzahl wenig abgestimmter Bewerbungen. dpa
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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