Smartphone-Echtheit prüfen: So erkennen Käufer Neuware

Bei einer Razzia stellte der Zoll etliche Handys sicher. Wer beim Smartphone-Kauf Betrug vermutet, kann prüfen, ob das Gerät wirklich neu ist. | Foto: Christoph Reichwein/dpa/dpa-mag
  • Bei einer Razzia stellte der Zoll etliche Handys sicher. Wer beim Smartphone-Kauf Betrug vermutet, kann prüfen, ob das Gerät wirklich neu ist.
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Smartphone-Echtheit prüfen. Seriennummer und IMEI helfen dabei, ein als neu verkauftes Smartphone auf auffällige Angaben zu kontrollieren. Der Kundenservice des Herstellers kann anhand dieser Kennungen Produktdaten und die Echtheit des Geräts prüfen.

Verdacht kann entstehen, wenn ein vermeintlich neues Handy bereits aktiviert wurde oder die Angaben zu Modell, Speicher, Farbe oder Verkaufsregion nicht passen. Hintergrund ist ein europaweit aufgeflogenes Betrugsnetzwerk, das aus gebrauchten Komponenten zusammengesetzte Smartphones im Internet als Neuware verkauft haben soll.

Seriennummer und IMEI zeigen wichtige Gerätedaten

Über die Seriennummer, kurz S/N, und die IMEI, die internationale Gerätekennung, können Hersteller unter anderem folgende Angaben abrufen:

  • Garantiestatus sowie Aktivierungs- oder Kaufdatum
  • Modellnummer und technische Daten wie Speichergröße oder Farbe
  • Hinweise, ob ein Gerät als verloren, gestohlen oder gesperrt gemeldet wurde
  • Verkaufsregion oder Kaufland

Bei Samsung stehen Seriennummer und IMEI meist auf dem Aufkleber der Originalverpackung. Sie lassen sich außerdem in den Einstellungen unter „Telefoninfo“ nachsehen. Bei älteren Modellen können die Angaben unter „Geräteinformationen“ oder „Status“ abgelegt sein.

Der Samsung-Kundenservice ist über den Live-Chat auf der Herstellerseite und per WhatsApp erreichbar. Dort kann die Kombination aus Seriennummer und IMEI auf Unstimmigkeiten geprüft werden. Mehr als eine Million Telefone sollen seit 2018 europaweit auf diesem Weg vertrieben worden sein, überwiegend vermutlich Samsung-Geräte.

Das Zollfahndungsamt Essen hat für mögliche Betroffene die E-Mail-Adresse „Troja.GZD@zka.bund.de“ eingerichtet. Entscheidend ist, die auf Verpackung und Gerät hinterlegten Kennungen mit den Daten des Herstellers abgleichen zu lassen. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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