Smarter Sonnenschutz fürs Zuhause: So bleiben Räume kühler
- Symbolbild: Smarte Rollläden, Raffstores oder Markisen verschatten automatisch, wenn die Sonne stark auf die Fenster trifft. Das kann Räume kühler halten und den Bedarf an Ventilatoren oder Klimageräten senken.
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Smarter Sonnenschutz für Zuhause. Automatisch gesteuerte Rollläden, Raffstores oder Markisen können Wohnräume im Sommer spürbar kühler halten, weil sie bei starker Sonne selbstständig verschatten.
Wenn die Sonne nachmittags direkt auf große Fensterflächen trifft, steigt die Raumtemperatur oft schnell. Smarte Steuerungen nehmen hier Arbeit ab und reagieren präziser als eine reine Zeitschaltuhr, weil Sensoren die Helligkeit messen und den Sonnenschutz passend bewegen.
Als Quelle nennt der Verband Fenster + Fassade (VFF) vor allem den Vorteil, dass außenliegende Systeme ihre Wirkung erst mit Automatik voll ausspielen. Dann wird Verschattung nicht vergessen, wenn tagsüber niemand zuhause ist.
So funktioniert intelligente Beschattung im Alltag
Typisch ist eine Kombination aus Motor und Steuerung, die sich nach Messwerten richtet. Je nach Ausstattung können mehrere Wetterfaktoren berücksichtigt werden.
- Helligkeitssensor: Fährt den Sonnenschutz herunter, sobald die Sonneneinstrahlung hoch ist.
- Windsensor: Lässt Markisen oder Anlagen bei starkem Wind einfahren, um Schäden zu vermeiden.
- Regensensor: Reagiert bei Wetterumschwung und kann Schutzpositionen auslösen.
Das Ziel ist eine stabile, alltagstaugliche Automatik, die Verschattung dort aktiviert, wo Hitze entsteht, und bei Sturm nicht zur Schwachstelle wird.
Was das für Energie und Komfort bedeutet
Der VFF ordnet den Effekt über den Wärmeeintrag ein. Außenliegender Sonnenschutz könne rund 90 Prozent der Sonneneinstrahlung abhalten und damit eine übermäßige Aufheizung verhindern. Wenn Räume weniger aufheizen, müssen Ventilatoren oder Klimageräte weniger leisten oder werden in einzelnen Wohnungen möglicherweise verzichtbar. Das senkt den Stromverbrauch und kann auch den CO2-Ausstoß des Gebäudes reduzieren.
Auch im Winter kann Automatik sinnvoll sein, wenn der Sonnenschutz zu Zeiten mit Sonne öffnet, um solare Wärmegewinne zu nutzen. Wie groß der Effekt ausfällt, hängt unter anderem von Fensterfläche, Ausrichtung, Verschattung durch Nachbargebäude und dem individuellen Heizverhalten ab.
Nachrüsten ohne Kabel: Solarpanel und Akku als Option
Für die Nachrüstung nennt der VFF Funksteuerungen, die ohne feste Verkabelung auskommen können. Strom kann dabei über ein kleines Solarpanel bereitgestellt werden. Integrierte Akkus übernehmen die Versorgung, wenn zeitweise zu wenig Sonne verfügbar ist, laut VFF auch über mehrere Wochen. Praktisch ist, dass ein Helligkeitssensor direkt im Solarpanel integriert sein kann.
Förderung prüfen: Sonnenschutz kann bezuschusst werden
Sonnenschutzsysteme, auch mit smarter Steuerung, können staatlich gefördert werden. Als Orientierungshilfe verweist der VFF auf den Fördermittel-Assistenten: fenster-koennen-mehr.de/foerdermittel-assistent.
Unterm Strich bringt smarter, außenliegender Sonnenschutz vor allem dann einen spürbaren Nutzen, wenn die Automatik konsequent auf Sonne und Wetter reagiert und zur Wohnsituation passt.
Autor:Meike Jakob aus Landau |