Schnupfen loswerden: Diese Hausmittel helfen wirklich
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Hausmittel bei Schnupfen. Laufende Nase, Kopf zu? Diese Hausmittel helfen bei Schnupfen wirklich und vermeiden im Anfangsstadium, dass die Erkältung schlimmer wird. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt bei Schnupfen vor allem unterstützende Maßnahmen, um die Beschwerden zu lindern. Denn Hausmittel unterstützen zwar die Heilung, bekämpfen aber die Erreger nicht direkt.
Was ist ein Schnupfen eigentlich?
Ein Schnupfen (medizinisch: Rhinitis) ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, meist ausgelöst durch Viren bei einer Erkältung, die zu Niesen sowie einer laufenden oder verstopften Nase führt, weil die Schleimhaut anschwillt und vermehrt Schleim produziert, um die Erreger auszuspülen.
Schnupfen kann aber auch durch Allergien (allergische Rhinitis) oder Reizstoffe verursacht werden. Ein normaler Erkältungsschnupfen dauert meist etwa eine Woche, kann aber auch bis zu zwei Wochen andauern, wobei die ersten Tage mit Fließschnupfen und die folgenden mit verstopfter Nase verlaufen. Dauert der Schnupfen länger als ein bis zwei Wochen oder verschlimmern sich die Symptome, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Antibiotika bringen keinerlei Verbesserung: Die meisten Erkältungen werden durch Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika keine Wirkung haben. Außerdem lindern Antibiotika weder die Symptome, noch verkürzen sie die Dauer der Erkältung.
- Hausmittel können dabei helfen, die Symptome eines Schnupfens zu lindern und die Erkältung loszuwerden
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Schnupfen loswerden: Die wirksamsten Hausmittel und Tipps
Schnupfen ist oft unangenehme Begleiterscheinung einer Erkältung und betrifft vor allem in den kalten Monate viele Menschen. Um den Schnupfen schnell wieder loszuwerden, gibt es einige natürliche Hausmittel. Das sind die besten:
Viel trinken & ausruhen
Bei Schnupfen sollte man mindestens zwei Liter pro Tag trinken, idealerweise warmen Kräuter- oder Früchtetee, Wasser oder Brühe. Das Trinken hält die Schleimhäute feucht, verflüssigt den Schleim und unterstütz das Immunsystem. Warme Getränke lindern zusätzlich die Beschwerden und helfen beim Durchatmen. Wer viel trinkt beugt zudem Krankheiten vor: Feuchte Schleimhäute erfüllen ihre Schutzfunktion gegen Krankheitserreger besser. Festsitzender Schleim wird zudem dünnflüssiger und lässt sich leichter abtransportieren. Gerade warme Getränke wie Ingwer-, Kamillen-, Holunder- oder Lindenblütentee wirken wohltuend und lindern die Symptome; die Dämpfe helfen beim Durchatmen.
Um das Immunsystem zu stärken und den Körper bei der Virusabwehr zu unterstützen, ist Ruhe wichtig. Der Körper braucht Zeit zum Auskurieren der Erkältung; körperliche Anstrengung und Stress sollten vermieden werden. Leichte Spaziergänge an der frischen Luft können jedoch helfen, solange sie den Körper nicht überfordern.
Ausreichender Schlaf stärkt das Immunsystem; ein zusätzliches Kissen kann das Atmen erleichtern. Auch vermeintlich harmlose Erkältungen sollten nicht verschleppt, sondern richtig auskuriert werden, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden.
Nasenspülung & Inhalation
Das Inhalieren von heißem Wasserdampf befeuchtet nicht nur die Atemwege, sondern verflüssigt auch das verdickte Nasensekret. Zusätzlich schwillt die Nasenschleimhaut ab und lokale Entzündungen werden gehemmt. Bei Kindern sollte man bei der Wasserdampfinhalation vor allem mit ätherischen Ölen aufpassen, da sie sich leicht verbrennen und verbrühen können sowie Schleimhautentzündungen und Atemprobleme auslösen können. Sie sollten nur unter Aufsicht inhalieren.
Für das Inhalieren benötigt man lediglich heißes Wasser in einer Schüssel und ein Handtuch. Man beugt den Kopf über die Schüssel und bedeckt alles mit einem Handtuch, sodass kein Dampf entweichen kann. Der Dampf soll dann langsam eingeatmet werden. Häufig werden verschiedene Zusätze empfohlen. Besonders das Inhalieren mit einem Kamillendampfbad hilft bei akutem und chronischen Schnupfen sowie bei Schleimhautentzündungen der Nasen- und Nebenhöhlen.
Auch eine Nasendusche kann bei Schnupfen sinnvoll sein. Sie verflüssigt Schleim, spült Krankheitserreger aus und befeuchtet die Nase. Dadurch werden Beschwerden gelindert und die Heilung unterstützt. Eine Nasendusche löst Verkrustungen und erleichtert das Atmen, aber bei starken Entzündungen sollte man vorsichtig sein oder die Nasenspülung ganz meiden.
Wärme & frische Luft
Wärme hilft bei Schnupfen, indem sie die Durchblutung fördert und das Immunsystem bei der Abwehr von Erregern unterstützt. Wärme von innen wie warme Tees und scharfe Speisen hilft ebenso wie Wärme von außen. Hier kommen Erkältungsbäder, Wärmflaschen oder warme Wickel in Frage. Wichtig ist es, den Körper warmzuhalten, viel zu trinken und sich auszuruhen.
Ein Erkältungsbad sollte man nicht nehmen, wenn man Fieber hat. Ansonsten gilt: Kräuterzusätze und eine Wassertemperatur von zwischen 36 und 38 Grad. Nach dem Bad gut abtrocknen und ausruhen. Auch Wärmflaschen oder Wärmekissen fördern Durchblutung und Wohlbefinden; sie können auch nachts genutzt werden.
Für die warmen Wickel feuchte Tücher mit einem Handtuch darüber in den Nacken oder auf die Brust legen. Sehr angenehm kann auch ein Kartoffelwickel sein. Dafür kocht man Kartoffeln, zerdrückt sie mit einer Gabel im Tuch und legt sich den warmen Wickel auf die Brust. Wichtig: Vorher unbedingt die Temperatur am Unterarm testen, um Verbrennungen zu vermeiden. Wickel nicht bei Fieber oder akuten Entzündungen anwenden.
Auch eine Rotlichtlampe kann die Durchblutung fördern. Leichte Spaziergänge an der frischen Luft können hilfreich sein, aber auch die Luftqualität im Schlafzimmer muss stimmen. Daher gilt: regelmäßig lüften. Kühle 18 Grad sorgen im Schlafzimmer für erholsame Ruhe.
Wann Medikamente sinnvoll sind
Bei starken Beschwerden wie Kopfschmerzen, Fieber oder verstopfter Nase kann auch die Einnahme von Medikamenten sinnvoll sein. Abschwellende Nasensprays lindern die Symptome eines Schnupfens rasch und lassen uns durchatmen. Sie für eine kurze Zeit zu nehmen, ist okay, aber nicht länger als zwischen fünf und sieben Tage. Auch schleimlösende Mittel können helfen, mit dem Schnupfen umzugehen. Hier hält man am besten mit seinem Arzt oder mit dem Apotheker Rücksprache. Sie können gegebenenfalls auch pflanzliche Präparate empfehlen.
- Dampfbäder können bei einer Erkältung wohltuend wirken und Symptome eines Schnupfens lindern
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Wann muss man mit dem Schnupfen zum Arzt gehen?
Ein Besuch beim Hausarzt wird fällig, wenn der Schnupfen länger als zehn Tage anhält, aber auch, wenn er mit hohem Fieber, starken Kopf- oder Brustschmerzen oder Druck über der Stirn einhergeht. Wird der Auswurf gelb-grünlich oder enthält Blut, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Auch mit Kindern oder als chronisch Kranker sollte man den Arzt konsultieren.
Wer eine Krankschreibung für die Arbeit braucht oder sich über Schweregrad oder Ursache des Schnupfens unsicher ist, geht zum Hausarzt. Bei wiederholten Infekten oder Verdacht auf chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder Allergien, beim Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn und bei Problemen mit dem Abfluss oder anatomischen Behinderungen der Nase, ist der HNO-Arzt der richtige Ansprechpartner.
So beugt man Schnupfen vor
Der beste Schnupfen ist der, den man gar nicht erst kriegt. Um der Schnieferei vorzubeugen kann man einiges tun: Regelmäßig Hände waschen mit Seife waschen zum Beispiel, ausreichend schlafen und sich vitaminreich ernähren.
Häufiges Stoßlüften senkt die Virenlast in der Luft; eine angepasste Luftfeuchtigkeit von zwischen 40 und 60 Prozent in den Räumen verhindert das Austrocknen der Nasenschleimhäute. Regelmäßige Bewegung unterstützt ein starkes Immunsystem. Wer jetzt noch Stress und Menschenansammlungen vermeidet und sich der Witterung entsprechend kleidet, bietet den Viren wenig Angriffsfläche. Nicht rauchen: Rauchen schwächt die Immunabwehr der Atemwege.
Fazit
Einen Schnupfen kann man ganz leicht auch ohne Medikamente loswerden – vor allem dann, wenn frühzeitig gehandelt wird. Hausmittel wie viel Trinken, Ruhe, Inhalationen, Nasenspülungen und Wärme können die Beschwerden deutlich lindern und verhindern, dass sich die Erkältung verschlimmert.
Wichtig ist realistisch zu bleiben: Hausmittel bekämpfen keine Viren, sie unterstützen den Körper aber effektiv bei der Selbstheilung. Wer auf ausreichenden Schlaf, frische Luft und eine gute Nasenpflege achtet, kommt oft schneller wieder auf die Beine. Halten die Symptome länger an oder verschlechtern sie sich, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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