Rosmarin überwintern: So kommt das beliebte Küchenkraut gut durch die kalte Jahreszeit
- Rosmarin kann einiges an Kälte vertragen. Unter -10 Grad C sollte es aber nicht gehen
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Rosmarin überwintern. Rosmarin (Salvia rosmarinus) ist ein Klassiker der mediterranen Küche und erfreut sich auch in deutschen Gärten großer Beliebtheit. Doch wie übersteht dieses aromatische Küchenkraut die kalte Jahreszeit? Das ist gar nicht so schwer: Mit diesen kinderleichten Tipps gelingt es, den Rosmarin richtig zu überwintern, damit er gesund und kräftig in den Frühling startet.
🌿 Rosmarin – ein mediterraner Gast im deutschen Garten
Viele denken, Rosmarin überwintert ohne Probleme im mitteleuropäischen Klima - das ist aber nicht ganz richtig. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, liebt Rosmarin sonnige, warme Standorte. In Deutschland ist er jedoch nicht überall winterhart. Während einige Sorten wie Rosmarin Arp Temperaturen bis zu -20 °C überstehen können, sind die meisten Rosmarinarten in den kühleren Regionen Deutschlands nicht zuverlässig winterhart
🪴 Rosmarin im Topf überwintern
Rosmarin im Topf ist flexibler und kann bei Bedarf ins Winterquartier umziehen. Ideal ist ein frostfreier, heller Raum wie ein unbeheiztes Gewächshaus, Treppenhaus, Keller oder Wintergarten. Die Temperatur sollte zwischen 5 °C und 10 °C liegen. Man sollte darauf achten, dass der Topf über eine gute Drainage verfügt, um Staunässe zu vermeiden. Rosmarin ist nur bedingt winterhart und kann Temperaturen bis etwa −10 Grad C überstehen, abhängig von Sorte und Standort - und das auch nicht dauerhaft über einen längeren Zeitraum. Für das Überwintern im Freien sollte die Pflanze an einem sonnigen, geschützten Platz mit gut durchlässigem Boden stehen. Merke: Ausgepflanzte Exemplare sind frosthärter als Topfpflanzen.
🌱 Rosmarin im Beet überwintern
In milden Regionen kann Rosmarin im Beet überwintern. Je älter und größer die Pflanze ist, desto besser ist sie verwurzelt und somit widerstandsfähiger gegenüber Kälte. Junge Pflanzen sollten jedoch ins Winterquartier umziehen.
Um die Pflanze vor Frost zu schützen, empfiehlt es sich, den Boden rund um den Rosmarin mit einer dicken Schicht Laub oder Mulch abzudecken. Eine Abdeckung mit licht- und luftdurchlässigem Gartenvlies schützt zusätzlich vor kaltem Wind und Frost. Achtung: das Vlies muss locker sitzt, um Schimmelbildung zu vermeiden
- Im Wintergarten oder geschützt auf der Terrasse oder dem Balkon kann Rosmarin auch im mitteleuropäischen Klima gut durch den Winter kommen
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🌬️ Zusätzliche Tipps für einen erfolgreichen Rosmarin-Winter
Nicht zurückschneiden: Man schneidet Rosmarin vor dem Winter nicht zurück, da frisch geschnittene Triebe frostempfindlicher sind. Der Frühjahr ist der bessere Zeitpunkt für einen Rückschnitt.
Wasserbedarf: Man gießt den Rosmarin während der Wintermonate sparsam, gerade so viel, dass die Erde nicht komplett austrocknet. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Luftzirkulation: Man sorgt für eine gute Luftzirkulation rund um die Pflanze, um Schimmelbildung zu verhindern.
🌸 Fazit: Mit Rosmarin durch den Winter - im Normalfall kein Problem
Man muss kein Meistergärtner sein: Mit den richtigen Vorkehrungen kann jeder seinen Rosmarin sicher durch den Winter bringen. Ob im Topf oder Beet – mit etwas Aufmerksamkeit und Pflege bleibt das aromatische Küchenkraut gesund und kräftig und bereitet Hobbyköchen auch im nächsten Jahr viel Freude und schmackhafte Momente in der Küche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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