Rentenbetrug erkennen: Diese Maschen lassen sich abwehren
- Ruhe bewahren und skeptisch bleiben. Wenn am Telefon die Rentenversicherung zu Zahlungen auffordert, stecken da Betrüger dahinter.
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Rentenbetrug erkennen. Wer typische Maschen kennt, kann gefälschte Mails, falsche Anrufe und irreführende Videos schneller einordnen und sensible Daten besser schützen.
Vor allem ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier von Kriminellen, die sich als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung ausgeben. Ziel ist meist, an persönliche Daten zu kommen oder Geldüberweisungen auszulösen.
Die derzeit bekannten Fälle reichen von Phishing-Mails über Telefonanrufe bis zu dubiosen Internetvideos. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung gilt dabei ein Grundsatz. Persönliche Daten oder Zahlungen werden nicht per Mail, SMS oder Telefon eingefordert.
Phishing-Mails lassen sich oft an klaren Merkmalen erkennen
Regelmäßig warnt die Deutsche Rentenversicherung vor gefälschten Nachrichten, die Logo, Gestaltung und inzwischen teils auch den Sprachstil der Behörde nachahmen. In solchen Mails wird etwa ein angebliches Guthaben in Aussicht gestellt, das erst nach einer digitalen Verifizierung ausgezahlt werde.
Andere Empfänger sollen wegen vermeintlich neuer EU-Richtlinien persönliche Daten eingeben. Teilweise wird auch der Versand wichtiger Dokumente angekündigt, um zum Klick auf einen Link zu bewegen.
Typische Warnzeichen sind ungewöhnliche Absenderadressen wie "noreply@drv.de", "admin@lenterasafety.co.id" oder "badtechnology631@agentmail.to". Solche Nachrichten gehören in den Spam-Ordner. Links sollten nicht geöffnet und keine Daten eingetragen werden. Für Rückfragen nennt die Rentenversicherung nur offizielle Rufnummern auf ihrer Website, in Broschüren oder in echten Schreiben.
Am Telefon wird oft mit Druck und Angst gearbeitet
Bei einer weiteren Masche behaupten Anrufer, eine Rentenzahlung müsse sofort überwiesen werden, sonst werde die Rente gekürzt oder gepfändet. In anderen Fällen ist von einer angeblichen Überzahlung die Rede, die nun zurückgezahlt werden müsse.
Die Deutsche Rentenversicherung ordnet solche Forderungen klar als Betrugsversuche ein. Telefonisch werde niemals zu einer Zahlung aufgefordert. Betroffene sollen sich durch solche Aussagen nicht unter Druck setzen lassen, kein Geld ins In- oder Ausland überweisen und das Gespräch beenden.
Wer den Vorfall prüfen will, kann sich an die Polizei wenden oder selbst beim kostenfreien Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter 0800 1000 4800 melden.
Auch falsche Videos im Netz kursieren derzeit
Nach Hinweisen der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg verbreiten sich zudem Videos mit Falschinformationen. Darin wird unter anderem behauptet, alle Rentnerinnen und Rentner in Deutschland müssten bis August einen Lebensnachweis erbringen, sonst werde die Rente eingestellt.
Die Rentenversicherung weist diese Darstellung als Falschmeldung zurück. Solche Inhalte zielen darauf, Verunsicherung auszulösen und später leichter an persönliche Angaben zu gelangen. Verlässliche Informationen kommen direkt von der Deutschen Rentenversicherung. Für den Alltag heißt das vor allem, Absender, Quellen und Zahlungsaufforderungen besonders sorgfältig zu prüfen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |