Ratten-Alarm im Garten: So wirst du die Nager schnell wieder los
- Ratten sind im Garten nicht gerne gesehen. Mit einigen Tricks und Gerüchen kann man die Nager vertreiben – man muss dabei jedoch sehr konsequent sein.
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Ratten im Garten vertreiben. Ein Rascheln im Gebüsch, Kotspuren am Schuppen, angefressene Säcke am Kompost – und plötzlich ist der Garten kein Wohlfühlort mehr, sondern Nager-Territorium. Wer Ratten entdeckt, sollte jetzt keine Zeit verlieren: Diese Maßnahmen helfen am schnellsten, diese Gerüche mögen die Tiere gar nicht – und dieser Fehler lockt sie erst richtig an.
Ratten im Garten sind nicht nur widerlich, sondern auch ein echtes Gesundheitsrisiko. Sie vermehren sich extrem schnell und bleiben meist nicht von allein fern. Schon eine einzige Sichtung oder klare Hinweise auf einen Befall sollten ernst genommen werden. Laut NDR muss ein Rattenbefall wegen der Seuchengefahr sogar unverzüglich bei Gemeinde oder Stadt gemeldet werden. Mit einfachen Maßnahmen und Gerüchen wird man die Nager schnell wieder los.
Wie wird man am schnellsten Ratten los?
Wer Ratten möglichst schnell loswerden will, muss ihnen als Erstes jede Futterquelle entziehen. Genau das ist der wichtigste Sofort-Schritt: Mülltonnen und Müllsäcke müssen fest verschlossen sein, Speisereste dürfen weder auf den Kompost noch ins Beet oder in die Toilette wandern, und auch Tierfutter sollte nicht offen in Gartenhaus oder Schuppen lagern. VIER PFOTEN weist zusätzlich darauf hin, dass vor allem gekochte Speiseabfälle, offener Kompost und herumliegendes Fallobst auf Ratten geradezu magnetisch wirken. Wenn alle Futterquellen abstellt, muss nun ein wenig warten, bis bereits vorhandene Tiere von dannen ziehen.
Wenn die Nager bereits feste Wege, Nester oder Bauten angelegt haben, zählt jede Stunde. Der NDR warnt, dass sich Ratten rasant vermehren: Jungtiere sind schon nach sechs bis acht Wochen geschlechtsreif, ein Weibchen kann theoretisch auf rund 600 Nachkommen pro Jahr kommen. Am schnellsten hilft dann meist eine Kombination aus Futterentzug, Fallen auf den Laufwegen und – bei Befall in Keller, Garage oder Wohnraum – professioneller Schädlingsbekämpfung.
Was mögen Ratten absolut nicht?
Ratten mögen vor allem keine Umgebung, in der sie weder Futter noch Deckung noch Zugänge finden. Genau deshalb rät der NDR dazu, Gerümpel und Holzstapel nicht lange liegen zu lassen, Sträucher und Bodendecker auszulichten und Kellerfenster mit engmaschigen Gittern zu sichern. Auch beim Vogelfüttern gilt: Futterspender hoch aufhängen, den Boden darunter sauber halten und keine Futterreste herumliegen lassen.
Diese Dinge mögen Ratten absolut nicht:
- geschlossene Mülltonnen und Müllsäcke
- Kompost ohne Speisereste oder ein geschlossener Kompostbehälter
- aufgeräumte Gärten ohne Holzstapel, Gerümpel und Verstecke
- ausgelichtete Sträucher, kurze Bodendecker und wenig Deckung
- hoch aufgehängte Vogelfutterspender, bei denen kaum Futter auf dem Boden landet
- sicher gelagertes Tier- und Menschenfutter in geschlossenen Behältern
- abgedichtete Zugänge wie Gitter vor Kellerfenstern und verschlossene Spalten
Der Vorteil dieser Maßnahmen: Sie wirken langfristig und machen den Garten für Ratten insgesamt unattraktiv. Der Nachteil: Sie verlangen Konsequenz, Ordnung und oft etwas Geduld.
Diese Gerüche können Ratten nicht ausstehen
Neben Vorbeugung und Sauberkeit nennt hagebau auch einige Gerüche und Stoffe, die Ratten vertreiben können – zumindest bei leichtem Befall:
- Nelkenöl
- Terpentin
- gebrauchtes Katzenstreu
- Cayennepfeffer
- Chiliflocken
Der Vorteil: Solche Mittel sind schnell verfügbar und leicht anzuwenden, etwa auf getränkten Lappen oder entlang von Laufwegen. Der Nachteil: Ratten sind extrem anpassungsfähig und können sich laut hagebau an solche Maßnahmen gewöhnen – dann lässt die Wirkung deutlich nach.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das beste Hausmittel gegen Ratten?
Das beste Hausmittel ist nicht irgendein Wundermittel aus der Speisekammer, sondern konsequenter Futterentzug. Offener Kompost, gekochte Essensreste, Fallobst, frei zugängliches Vogelfutter und schlecht verschlossene Müllbehälter machen den Garten für Ratten erst interessant. Wer diese Reize beseitigt, nimmt den Tieren den Grund zu bleiben. Das ist günstig, nachhaltig und sicher – aber bei starkem Befall allein oft nicht genug.
Wenn ein klassisches Hausmittel gefragt ist, wird vor allem Nelkenöl genannt. Hagebau empfiehlt den intensiven Geruch von Nelkenöl oder auch Terpentin, außerdem können Cayennepfeffer, Chiliflocken und gebrauchtes Katzenstreu unterstützend eingesetzt werden. Diese Mittel haben den Vorteil, dass sie schnell verfügbar und einfach auszubringen sind. Jedoch helfen sie eher ergänzend als zuverlässig. VIER PFOTEN warnt ausdrücklich vor Gift, weil nicht nur Ratten, sondern auch andere Tiere daran qualvoll sterben können und der NDR betont zudem, dass der Verkauf klassischen Rattengifts an Privatleute verboten ist.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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