Papierfischchen vermeiden: Pakete besser draußen öffnen

Papierfischchen sind Schädlinge, die mit ihren Fraßspuren in Büchern, Fotoalben, Unterlagen und Kunstwerken große Schäden anrichten können.  | Foto: dpa
  • Papierfischchen sind Schädlinge, die mit ihren Fraßspuren in Büchern, Fotoalben, Unterlagen und Kunstwerken große Schäden anrichten können.
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Papierfischchen vermeiden. Wer Kartonpakete nicht direkt in der Wohnung öffnet, senkt das Risiko, die papierfressenden Insekten ins Haus zu bringen. Denn die Tiere gelangen häufig unbemerkt über Versandkartons und Verpackungsmaterial in Wohnungen.

Papierfischchen werden leicht mit Silberfischchen verwechselt. Sie sind jedoch größer, braun und matt gefärbt. Anders als ihre silbrig glänzenden Verwandten bevorzugen sie trockene und warme Räume. Vor allem ernähren sie sich von Materialien mit hohem Zelluloseanteil wie Papier oder Karton.

Breiten sich die Tiere einmal in der Wohnung aus, können Bücher, Fotoalben, Dokumente oder Kunstwerke Schaden nehmen. Darauf weist das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft in Bayern hin.

Versandkartons gelten als häufige Einschleppquelle

Nach Angaben des Umweltbundesamtes verbreiten sich Papierfischchen besonders über den Versandhandel. Die Insekten sitzen in Kartons oder Verpackungsmaterial und gelangen so als blinde Passagiere in Wohnungen.

Ein Befall lässt sich unter anderem an folgenden Spuren erkennen:

  • kleine Häutungsreste der Tiere
  • winzige Kotkügelchen
  • Fraßspuren an Papier oder Karton
  • sichtbare Tiere auch am Tag

Im Unterschied zu Silberfischchen sind Papierfischchen häufiger tagsüber aktiv. Deshalb werden sie eher zufällig entdeckt.

Kartons möglichst außerhalb der Wohnung öffnen

Um das Einschleppen zu vermeiden, empfiehlt das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft, Versandkartons möglichst nicht in Wohnräumen zu öffnen. Geeignet sind etwa Balkon, Hausflur oder Innenhof. Verpackungsmaterial sollte anschließend direkt entsorgt werden.

Empfindliche Unterlagen lassen sich zusätzlich schützen, wenn sie in dicht schließenden Boxen mit glatter Oberfläche aufbewahrt werden. Dadurch können die Tiere schwerer eindringen.

Wer Papierfischchen in der Wohnung entdeckt, kann zunächst Versteckmöglichkeiten reduzieren. Dazu gehört das Abdichten von Spalten, Ritzen oder Hohlräumen. Auch Klebefallen entlang von Fußleisten können laut Umweltbundesamt helfen, den Befall sichtbar zu machen.

Ein stärkerer Befall lässt sich in der Regel jedoch kaum ohne professionelle Hilfe beseitigen. Fachfirmen für Schädlingsbekämpfung sind über Suchfunktionen etwa beim Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VFöS) oder beim Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) zu finden. Damit bleibt vor allem Papier im Haushalt besser geschützt. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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