Otto Wallburg: Neuer Film erzählt die Geschichte des ermordeten Stars
- Otto Wallburg: Das Filmmuseum Lausitz dreht in Klein Loitz eine Doku über den 1944 in Auschwitz ermordeten Schauspieler.
- Foto: Filmmuseum Lausitz e.V., Foto: Uwe Marcus Rykov
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Otto Wallburg. Ein Publikumsliebling der Weimarer Republik rückt in der Lausitz wieder ins Licht: Das Filmmuseum Lausitz e.V. dreht in Klein Loitz gerade einen Dokumentarfilm über den jüdischen Schauspieler Otto Wallburg. Er wurde vom NS-Regime verfolgt und 1944 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.
Für die Dokumentation stand erstmals ein Enkel Wallburgs vor der Kamera und sprach für ein Interview. Die Dreharbeiten laufen noch bis Ende August, die Premiere ist für November geplant.
Otto Wallburg: Drehort Lausitz, Spurensuche bis nach Forst
Auch die Region spielt in der Geschichte eine konkrete Rolle. 1932 stand Wallburg gemeinsam mit Heinz Rühmann in Forst (Lausitz) für den Sportfilm „Strich durch die Rechnung" vor der Kamera.
Der neue Dokumentarfilm gehört zum Projekt „Unsichtbare Spuren". Es setzt sich mit der deutschen Filmindustrie zwischen 1933 und 1945 auseinander.
Ausstellung und Lernangebote für Schulklassen
Zu dem Projekt gehört auch eine begleitende Ausstellung, die NS-Propaganda im Kino untersucht. Außerdem bietet das Museum Führungen und Vermittlungsprojekte für Schulklassen aus Brandenburg und Sachsen an, die sich mit Propagandamechanismen im NS-Film beschäftigen.
Ariane Rykov, Leiterin des Filmmuseum Lausitz e.V., betont den Anspruch dahinter: „Gerade jetzt müssen wir zeigen, wie Ausgrenzung anfängt , und wie sie enden kann , wenn niemand widerspricht", sagt sie. „Otto Wallburgs Geschichte steht stellvertretend für die Geschichte von Millionen Menschen. Für unseren Film konnten wir erstmals seinen Enkel für ein Interview gewinnen. Das ist für uns ein Glücksfall und eine große Verantwortung zugleich." [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |