Online-Check-in ohne Zusatzkosten: So umgehen Reisende Abofallen

Online eingecheckt – später abgezockt? Lieber direkt über die Webseite oder App der jeweiligen Fluggesellschaft einchecken, um böse Überraschungen zu vermeiden. | Foto: dpa
  • Online eingecheckt – später abgezockt? Lieber direkt über die Webseite oder App der jeweiligen Fluggesellschaft einchecken, um böse Überraschungen zu vermeiden.
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Online-Check-in beim Flug. Beim Einchecken über fremde Websites können schnell unnötige Gebühren oder sogar Abonnements entstehen. Verbraucherschützer raten deshalb dazu, den Check-in immer direkt über die Airline abzuwickeln. So lassen sich Zusatzkosten und unklare Buchungen vermeiden.

Das Europäische Verbraucherzentrum warnt vor Drittanbietern, die rund um den Online-Check-in für Flüge auftreten. Diese Seiten versprechen, für kleine Beträge das Einchecken zu erledigen, Sitzplätze zu reservieren oder Bordkarten bereitzustellen. Nach Angaben der Verbraucherschützer zeigen Beschwerden jedoch, dass Betroffenen häufig zusätzliche Leistungen oder teure Abos untergeschoben werden.

In manchen Fällen werden die versprochenen Dienstleistungen sogar gar nicht erbracht. Die Angebote wirken auf den ersten Blick wie ein praktischer Service. Tatsächlich handelt es sich oft um kostenpflichtige Vermittlungen für Vorgänge, die bei der Airline selbst kostenlos oder deutlich günstiger sind.

Warum viele Reisende auf Drittanbieter-Seiten landen

Viele Betroffene gelangen über Suchmaschinen zu diesen Angeboten. Wer etwa nach Begriffen wie „Airline XY Online-Check-in“ sucht, stößt häufig zuerst auf bezahlte oder gut platzierte Drittanbieter-Seiten. Ohne genaues Prüfen wirkt die Seite schnell wie ein offizieller Service der Fluggesellschaft.

Der direkte Weg über die Website oder App der Airline hat mehrere Vorteile:

  • Der Check-in ist meist kostenlos.
  • Sitzplätze oder Zusatzleistungen werden transparent angezeigt.
  • Aktuelle Informationen zum Flug kommen direkt von der Airline.

Gerade bei Änderungen der Abflugzeit oder beim Gate kann das entscheidend sein. Wenn ein Drittanbieter dazwischen geschaltet ist, können Informationen verspätet oder unvollständig weitergegeben werden.

Auch Flughafen-Services werden von Drittanbietern angeboten

Nach Beobachtung der Verbraucherschützer betrifft das Problem nicht nur den Check-in. Ähnliche Angebote tauchen auch bei sogenannten „Fast Tracks“ auf. Dabei handelt es sich um buchbare Zeitfenster für einen schnelleren Weg durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen.

Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Internetadresse. Die Buchung über die offizielle Website des Flughafens verhindert, dass zusätzliche Gebühren oder versteckte Abos abgeschlossen werden.

Im Alltag bedeutet das vor allem eines. Wer Flüge verwaltet oder Zusatzleistungen bucht, fährt in der Regel am sichersten direkt über die Seiten von Airline oder Flughafen. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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