Öko-Test prüft Wundschutzcremes für Babys: Viel Licht, wenig Kritik
- Die meisten Wundschutzcremes konnten im Öko-Test überzeugen
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Öko-Test. Ein wunder Babypo ist im Alltag vieler Eltern schnell ein Thema. Die gute Nachricht: Im Öko-Test (06/2026) von 19 Wundschutzcremes schneiden die meisten Produkte "gut" oder "sehr gut" ab, Kritik gibt es aber für Blei, Parfüm und irreführende Werbeaussagen.
Wundschutzcremes sollen gereizte Haut im Windelbereich schützen und beruhigen. Häufig steckt Zinkoxid als Hauptwirkstoff drin, teils kommen auch Lanolin, Sheabutter oder pflanzliche Öle zum Einsatz.
Besonders auffällig: Zwei Produkte kommen nur auf ein Gesamturteil „befriedigend“. Bei einer Wundschutzpaste wurde Blei nachgewiesen, bei anderen Produkten störten Duftstoffe oder Aussagen auf der Verpackung, die aus Sicht des Verbraucherschutzes problematisch sind.
Öko-Test findet Blei in Wundschutzcreme
Die Töpfer Babycare Wundschutzpaste fiel wegen eines Bleibefunds auf. Der gemessene Wert lag über dem Orientierungswert, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für technisch unvermeidbare Verunreinigungen veröffentlicht hat.
Das bedeutet nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko für den Babypo. Der Befund zeigt aber, dass Hersteller mehr tun können, um potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe in solchen Produkten zu reduzieren.
Bei bedufteten Cremes gibt es ebenfalls Kritik. Die Nivea Baby Wundschutzcreme und Martina Gebhardt Calendula super protect sind die einzigen parfümierten Produkte im Test, was für sensible und bereits gereizte Babyhaut als unnötige Belastung gilt.
Auffällige Produkte im Überblick
- Töpfer Babycare Wundschutzpaste, Note: „befriedigend“ wegen Blei
- Nivea Baby Wundschutzcreme, Note: „befriedigend“ wegen Parfüm und der Auslobung „hypoallergen“
- Babylove Wundschutzcreme sensitive, Note: „sehr gut“
- Weleda Baby Wundschutzcreme Bio-Calendula: Note: „gut“
Neben problematischen Inhaltsstoffen prüfte der Test auch Werbeaussagen auf den Verpackungen. So wurde die Auslobung „hypoallergen“ bei einem Produkt abgewertet, weil der Begriff nicht klar definiert ist und Verbraucherinnen und Verbrauchern wenig Orientierung gibt.
Auch Aussagen wie „parfümfrei“ oder „ohne Sulfate“ können kritisch sein, wenn sie nicht sauber zur Inhaltsstoffliste passen. Das zeigt: Nicht nur die Rezeptur zählt, sondern auch, wie transparent Hersteller ihre Wundschutzcremes kennzeichnen.
Was Eltern bei Wundschutzcremes beachten sollten
Eine gesunde Babyhaut braucht nicht nach jedem Windelwechsel eine Wundschutzcreme. Sinnvoll ist sie vor allem bei Bedarf und dann dünn aufgetragen.
Bei stärkeren Entzündungen im Windelbereich ist ärztlicher Rat wichtig. Wer sich näher über getestete Produkte informieren will, findet weitere Ergebnisse direkt bei ÖKO-TEST .
Die getesteten Wundschutzcremes wurden zwischen Januar und Februar 2026 eingekauft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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