ÖKO-TEST Junior-Zahnpasta: 18 von 20 Produkte überzeugen
- Bei Junior Zahnpasta ist besonders der Fluoridgehalt wichtig, wie Öko-Test informiert.
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Öko-Test. Wenn beim Zahnwechsel die ersten bleibenden Zähne kommen, ist die richtige Zahnpasta besonders wichtig. Im Test schneiden die meisten Junior-Zahnpasten gut ab: 18 von 20 Produkten überzeugen, zwei sieht ÖKO-TEST kritisch.
Getestet wurden 20 Junior-Zahnpasten für Kinder ab dem Beginn des Zahnwechsels. Im Labor wurden unter anderem der Fluoridgehalt sowie Schwermetalle und weitere Elemente geprüft. Auffällig waren vor allem Produkte mit zu wenig oder ganz ohne Fluorid sowie eine Zahnpasta mit dem Schaumbildner Natriumlaurylsulfat.
Für den Kariesschutz der bleibenden Zähne hält der Test fluoridhaltige Junior-Zahnpasta mit 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid für sinnvoll, besonders häufig waren 1.450 ppm vertreten. Deutlich schlechter bewertet wurden Produkte, die davon abweichen. Mehr Hintergründe und aktuelle Tests gibt es bei ÖKO-TEST .
Warum Fluorid bei Junior-Zahnpasta entscheidend ist
Besonders kritisch sieht der Test Zahnpasta ohne Fluorid. Fluorid gilt bei richtiger Anwendung als wichtig, um den Zahnschmelz zu stärken und Karies vorzubeugen.
Deshalb fiel die Karex Junior Zahnpasta ohne Fluorid im Test durch. Auch ein Produkt mit reduziertem Fluoridgehalt wurde abgewertet: Das Logodent Junior cool Mint Zahngel enthält 1.200 ppm Fluorid und bekam deshalb eine schlechtere Bewertung als viele Konkurrenzprodukte.
Neben dem Fluoridgehalt spielte auch die Zusammensetzung eine Rolle. Die Oral-B Junior Zahnpasta, milder Geschmack wurde wegen Natriumlaurylsulfat abgewertet, einem aggressiven Schaumbildner, der die Mundschleimhaut reizen kann.
Diese Junior-Zahnpasten fallen im Test auf
Unter den besten Produkten finden sich mehrere sehr günstige Junior-Zahnpasten. Das zeigt: Gute Zahnpflege für Kinder muss nicht teuer sein.
- Bevola Junior Zahngel mit Minz-Geschmack – Note „sehr gut“
- Dentalux Junior SweetMint – Note „sehr gut“
- Karex Junior Zahnpasta ohne Fluorid – Note „ungenügend“
- Oral-B Junior Zahnpasta, milder Geschmack – Note „ausreichend“
- Logodent Junior cool Mint Zahngel – Note „gut“
Bei den Verpackungen gibt es Nachholbedarf
Weniger überzeugend ist der Test beim Thema Verpackung. Nur zwei Kunststofftuben enthielten überhaupt Recyclingmaterial, beide aber mit weniger als 30 Prozent und damit aus Sicht des Tests zu wenig.
Außerdem steckten acht der 20 Junior-Zahnpasten zusätzlich in einem Umkarton. Das wurde als unnötige doppelte Verpackung gewertet und führte ebenfalls zu Abzügen.
Was Eltern beim Putzen beachten sollten
Als Faustregel gilt: Kinder sollten ihre Zähne zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang putzen. Empfohlen wird ein Zahnpastastrang in Länge des Bürstenkopfs.
Wichtig ist auch die Begleitung im Alltag. Gerade in der Phase des Zahnwechsels sollten Eltern nachputzen, etwa bis zum achten Geburtstag.
FAQ zu Junior-Zahnpasta
Warum ist Fluorid in Junior-Zahnpasta wichtig?
Fluorid hilft dabei, den Zahnschmelz zu stärken und Karies vorzubeugen. Im Test wurden fluoridfreie Produkte deshalb kritisch bewertet.
Welche Fluoridmenge ist bei Junior-Zahnpasta sinnvoll?
Für Kinder mit bleibenden Zähnen gelten 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid als wirksam. Viele der gut bewerteten Produkte im Test lagen bei 1.450 ppm.
Sind teure Junior-Zahnpasten automatisch besser?
Nein. Im Test schnitten auch sehr günstige Produkte mit „sehr gut“ ab.
Unterm Strich zeigt der Test: Für Kinder im Zahnwechsel gibt es viele empfehlenswerte Junior-Zahnpasten, aber Fluorid bleibt der entscheidende Punkt. Eingekauft wurden die Testprodukte im Mai 2026.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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