Nummer besser schützen: WhatsApp-Benutzername einordnen
- Benutzernamen bei WhatsApp sind optional, niemand muss sie reservieren oder nutzen: Es bleibt also genügend Zeit, um gründlich über die Sache nachzudenken.
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WhatsApp-Benutzername. Wer die eigene Handynummer in Gruppen und gegenüber unbekannten Kontakten weniger sichtbar machen will, kann mit einem WhatsApp-Benutzernamen mehr Privatsphäre gewinnen. Die Funktion ist optional und startet zunächst damit, dass sich Namen reservieren lassen.
Sobald die Benutzername-Funktion in WhatsApp freigeschaltet ist, informiert die App darüber per Benachrichtigung. Bis dahin bleibt Zeit, die Vor- und Nachteile in Ruhe abzuwägen.
Mehr Privatsphäre, aber keine Anonymität
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen liegt der größte Vorteil darin, dass die eigene Telefonnummer für Fremde schlechter sichtbar wird. Vor allem in Gruppen kann das das Missbrauchsrisiko senken, etwa für betrügerische SMS oder Einladungen in fragwürdige Gruppen.
Für Kontakte, die die Nummer bereits gespeichert haben, ändert sich nichts. Wer statt eines Klarnamens ein Pseudonym als Benutzernamen wählt, zeigt anderen dann diesen Namen anstelle der Telefonnummer.
Meta erfährt weiter mehr als genug
An der grundsätzlichen Sichtbarkeit gegenüber WhatsApp und dem Mutterkonzern Meta ändert sich nichts. Die Handynummer bleibt weiterhin Voraussetzung für ein WhatsApp-Konto. Anonym gegenüber dem Unternehmen wird man durch den Benutzernamen also nicht.
Aus Sicht der Verbraucherschützer kann ein Benutzername Meta sogar zusätzliche personenbezogene Hinweise liefern, wenn echte Vor- oder Nachnamen verwendet werden. Besonders kritisch ist es, wenn Namen von Instagram oder Facebook übernommen werden. Dann wird das Messenger-Konto mit anderen Meta-Diensten verknüpft, was plattformübergreifende Profile erleichtern kann.
Bei der Einrichtung zählt ein zweiter Schutz
Wer einen Benutzernamen nutzt, sollte laut Verbraucherzentrale auch den Benutzernamenschlüssel einrichten. Gemeint ist ein PIN-Code, der weitergegeben werden kann. So lässt sich steuern, wer über den Benutzernamen überhaupt Kontakt aufnehmen darf.
Für den Namen selbst gelten klare Vorgaben:
- Er muss mindestens 3 und höchstens 35 Zeichen lang sein.
- Erlaubt sind Kleinbuchstaben von a bis z, Zahlen, Unterstriche und Punkte.
- Nur aus Ziffern darf der Benutzername nicht bestehen.
Praktisch ist der WhatsApp-Benutzername damit vor allem für mehr Sichtschutz nach außen, nicht aber für echte Anonymität gegenüber Meta. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |