Nistkästen jetzt pflegen: Das sollten Tierfreunde beachten
- Nistkästen müssen gereinigt und gepflegt werden - und so geht das
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Garten. Zwischen Mitte September und Mitte Oktober beginnt die beste Zeit für die Nistkastenpflege. Wer jetzt alte Nester entfernt, schützt die nächste Brut und lässt zugleich Rückzugsorte für Vögel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger erhalten.
Der NVS NaturschutzVerband Südpfalz empfiehlt die Reinigung in den späten Vormittags- oder Mittagsstunden. Vögel und andere Tiere nutzen die Kästen morgens und abends häufig als Schlafplatz.
Vor dem Öffnen sollten Besitzer vorsichtig prüfen, ob der Kasten leer ist. Nur wenn kein Tier darin lebt, darf die Reinigung beginnen.
- Nistkästen brauchen nach der Brutsaison Pflege. Der NVS erklärt, worauf dabei zu achten ist.
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Altes Nestmaterial vollständig entfernen
Ist der Kasten leer, lässt sich das alte Nestmaterial mit einer Spachtel und einer Bürste entfernen. Vögel bauen häufig auf bestehenden Nestern weiter. Dadurch rückt die Brut näher an das Einflugloch und Nesträuber wie Marder oder Elstern können sie leichter erreichen.
Auch Parasiten wie Flöhe, Milben und Zecken können im alten Material überdauern. Handschuhe und eine Atemschutzmaske schützen bei der Arbeit vor Staub und Parasiten. Chemische Reinigungsmittel sind nicht nötig. Das entfernte Material gehört in den Hausmüll und nicht auf den Kompost.
Bewohnte Kästen nicht stören
Entdecken Besitzer beim Öffnen überwinternde Fledermäuse oder Bilche wie Haselmäuse und Siebenschläfer, müssen sie den Kasten sofort wieder schließen. Die Tiere dürfen nicht gestört werden und können den Kasten über den Winter weiter nutzen. Die Reinigung verschiebt sich in diesem Fall auf die Zeit zwischen Mitte Februar und Anfang März.
Wer neue Nistkästen oder sogenannte Schläfer-Kobel für Bilche aufhängen möchte, kann das ebenfalls im Herbst tun. Die Kästen stehen dann rechtzeitig zur nächsten Brutsaison bereit. Vögel, Kleinsäuger und Insekten finden darin bereits im Winter geschützte Rückzugs- und Überwinterungsorte.
In der zunehmend ausgeräumten Kulturlandschaft fehlen vielerorts natürliche Baumhöhlen als Brut- und Schlafplätze. Nistkästen leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Der NVS installiert und betreut in der Region seit vielen Jahren ehrenamtlich mehrere Hundert Nisthilfen für verschiedene Vogelarten sowie Schläfer-Kobel für Bilche.
Regelmäßige Kontrollen und Pflege helfen dabei, die Quartiere dauerhaft nutzbar zu halten. Wer Nistkästen oder Schläfer-Kobel sucht, findet sie bei den Ortsgruppen des NVS. Weitere Informationen gibt es unter www.nv-s.de.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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