Natürlicher Klimaschutz: Was Moore, Wälder und Stadtgrün bringen
- Symbolbild: Moore, Wälder und Stadtgrün können Klima- und Hitzeschutz gleichzeitig unterstützen. Eine Themenwoche im Oktober zeigt Beispiele, die vielerorts nachahmbar sind.
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Natürlicher Klimaschutz. Intakte Ökosysteme wie Moore, Wälder, Auen und Stadtgrün können Kohlenstoff speichern und gleichzeitig helfen, Hitze zu dämpfen sowie Wasser bei Trockenheit und Starkregen besser in der Landschaft zu halten.
An vielen Orten zeigt sich das ganz praktisch, etwa wenn entsiegelte Flächen in der Stadt Regen aufnehmen und die Umgebung weniger aufheizt oder wenn wiedervernässte Moore anders bewirtschaftet werden und dabei als Kohlenstoffspeicher wirken können.
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit erläutert dazu im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz, dass solche Maßnahmen Klimaschutz und Vorsorge gegen Klimafolgen verbinden. Unterstützt wird das Programm auch durch das Bundesamt für Naturschutz und das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz.
Welche Maßnahmen vor Ort typischerweise dahinterstehen
In Projekten des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz geht es laut BMUKN unter anderem um verschiedene Lebensräume, die im Alltag eher als „Naturflächen“ wahrgenommen werden, für Klima und Wasserhaushalt aber eine messbare Rolle spielen.
- Moore: Wiedervernässung und neue Bewirtschaftungsformen nasser Moore, damit Moore als Kohlenstoffspeicher erhalten bleiben oder wieder wirken können.
- Wälder: Wildnisflächen und naturnahe Entwicklung, die Natur- und Artenschutz unterstützen und Wälder insgesamt widerstandsfähiger machen sollen.
- Auen und Flüsse: Renaturierung, um Wasser länger in der Landschaft zu halten und Folgen von Starkregen abzumildern.
- Küsten, Meere: Maßnahmen wie der Schutz von Seegraswiesen und Meeresschlick, die große Mengen an Kohlenstoff speichern können.
- Städte: Entsiegelung von gepflasterten Flächen und mehr naturnahe Grünflächen, damit Quartiere sich weniger aufheizen und Niederschläge besser versickern oder zurückgehalten werden.
Was an „Natur stärken“ für den Alltag greifbar ist
Der Nutzen solcher Projekte zeigt sich vor allem in drei Bereichen, die das BMUKN zusammenführt. Erstens kann Kohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden werden, wenn Ökosysteme intakt sind. Zweitens kann Wasser besser in der Landschaft gehalten werden, was bei Trockenheit relevant ist. Drittens können naturnahe Flächen Starkregen bremsen und Hitze in Städten abmildern.
Der Ansatz ist dabei nicht als Einzelmaßnahme zu verstehen, sondern als Bündel lokaler Lösungen. Das Bundesamt für Naturschutz verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass im Aktionsprogramm bereits mehr als 13.000 kleinere und größere Vorhaben gefördert wurden oder werden, an denen viele Akteure mitwirken, von Kommunen über Land- und Forstwirtschaft bis hin zu Verbänden, Forschung, Unternehmen und Privatpersonen.
Termine und Anlaufstellen, wenn konkrete Beispiele gesucht werden
Wer sehen möchte, wie solche Maßnahmen aussehen, kann in einer Themenwoche vom 7. bis zum 14. Oktober bundesweit Projekte besuchen oder online Einblicke bekommen. Ein Schwerpunkt liegt auf einem Aktionstag am Samstag, den 10. Oktober, an dem rund 50 Projekte Mitmachaktionen und Veranstaltungen anbieten. Zusätzlich sind in Küstenregionen gebündelte Aktionen zum Thema „Klimaschützer Meer“ angekündigt.
Praktisch für die Orientierung sind diese Übersichten und Termine:
- Veranstaltungskalender: www.kompetenzzentrum-nk.de/veranstaltungen/
- Livestream der Abschlussveranstaltung: www.bundesumweltministerium.de/veranstaltung/natur-staerken-klima-schuetzen-abschlussveranstaltung-der-ank-themenwoche
- Übersicht der Förderungen: www.kompetenzzentrum-nk.de/foerderung/
- Programminfos des BMUKN zur Themenwoche: www.bundesumweltministerium.de/natuerlicher-klimaschutz/ank-themenwoche-2026
Als praktische Einordnung bleibt: Natürlicher Klimaschutz wird im Alltag vor allem dort sichtbar, wo Flächen wieder mehr Wasser aufnehmen, Städte weniger aufheizen und Lebensräume so stabilisiert werden, dass sie langfristig Kohlenstoff speichern können.
Autor:Meike Jakob aus Landau |