Nachhaltig reisen: Diese Packliste spart Müll, Geld und Gepäck
- Nachhaltig reisen: Wer vor der Reise beim Packen genau überlegt, was mit muss, kommt mit wenig Gepäck aus.
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Nachhaltig reisen. Wer nachhaltig reisen möchte, kann bereits beim Packen viel bewirken. Mit wenigen, gut gewählten Dingen im Gepäck lassen sich Verpackungsmüll, unnötige Einkäufe und sogar Kosten deutlich reduzieren. Gleichzeitig wird das Reisegepäck leichter und praktischer.
Nachhaltig packen beginnt vor der Abreise
Schon vor der Reise lässt sich festlegen, wie stark der eigene ökologische Fußabdruck unterwegs ausfällt. Besonders Einwegprodukte verursachen im Urlaub viel Abfall – etwa bei Getränken, Snacks oder spontanen Einkäufen.
Eine einfache Grundregel lautet deshalb: Wiederverwendbare Alternativen ersetzen Einwegprodukte.
Diese Mehrwegprodukte gehören ins Reisegepäck
Wer im Urlaub weniger Müll produzieren will, sollte einige wiederverwendbare Basics einpacken:
- eine Trinkflasche zum Nachfüllen
- ein Kaffeebecher für unterwegs
- ein Essensbehälter für Snacks oder Take-away
- wiederverwendbare Dosen oder Beutel für Lebensmittel
- eine Stofftasche für Einkäufe
„So lassen sich spontane Einkäufe von Einwegprodukten vermeiden und oft auch Kosten sparen“, erklärt Petra Thomas vom „Forum Anders Reisen“, einem Zusammenschluss nachhaltiger Reiseveranstalter.
Auch feste Kosmetikprodukte wie Seife oder Shampoo helfen, Verpackungsmüll zu reduzieren und Platz im Gepäck zu sparen.
Reiseapotheke: Kleine Packung, große Wirkung
Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke verhindert nicht nur Stress im Urlaub, sondern kann auch unnötige Einkäufe vermeiden. Statt vor Ort große Packungen zu kaufen, reicht oft eine kleine Grundausstattung.
Sinnvoll sind unter anderem:
- Pflaster und Desinfektionsmittel
- Schmerzmittel
- Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden
- Medikamente gegen Reiseübelkeit
Gerade auf kurzen Reisen werden häufig komplette Packungen gekauft, von denen nur ein kleiner Teil benötigt wird. Eine vorbereitete Reiseapotheke spart hier Geld und reduziert Abfall.
Je nach Reiseziel können zudem Wasserfilter-Sticks oder ähnliche Lösungen sinnvoll sein, um Trinkwasser unterwegs sicher aufzubereiten.
Clever packen: Weniger Kleidung, mehr Flexibilität
Auch bei Kleidung lässt sich nachhaltig reisen deutlich optimieren. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Kombination.
Für warme Reiseziele eignen sich leichte, atmungsaktive Materialien wie Leinen oder Merinowolle besonders gut. Merinowolle hat den Vorteil, dass sie Gerüche weniger schnell annimmt und mehrfach getragen werden kann.
Für wechselhaftes Wetter hat sich das sogenannte Zwiebelprinzip bewährt: Mehrere dünne Schichten lassen sich flexibel kombinieren und an Temperaturen anpassen. So wird insgesamt weniger Kleidung benötigt.
Robuste, vielseitig kombinierbare Kleidung spart zusätzlich Platz und Gewicht. Das ist besonders bei Flugreisen relevant, da weniger Gepäck auch den Ressourcenverbrauch senken kann.
Digitale Vorbereitung spart Wege und Emissionen
Nachhaltiges Reisen endet nicht beim Packen. Auch digitale Vorbereitung hilft unterwegs, Ressourcen zu schonen.
Wer Fahrpläne, Karten und Mobilitäts-Apps bereits vor der Reise herunterlädt, ist vor Ort unabhängiger und muss seltener auf Taxi oder Mietwagen ausweichen.
Hilfreich ist zudem die vorherige Recherche zu Fahrradverleihsystemen oder Bike-Sharing-Angeboten. So lassen sich öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität besser kombinieren.
Fazit: Nachhaltig reisen beginnt im Koffer
Nachhaltiges Packen bedeutet nicht Verzicht, sondern Vorbereitung. Wer Mehrwegprodukte nutzt, eine kleine Reiseapotheke einpackt und Kleidung bewusst auswählt, produziert weniger Müll und reist gleichzeitig entspannter.
Schon wenige Entscheidungen beim Packen machen einen spürbaren Unterschied – für die Umwelt, das Reisebudget und das eigene Gepäck. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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