Mehr Planbarkeit im Depot: Was kapitalgedeckte Optionen leisten können

Wenn im Depot zusätzliche Einnahmen gesucht werden, stellt sich oft die Frage, wie riskant Aktienoptionen im Vergleich zum Aktienkauf wirklich sind. | Foto: kamiphotos/stock.adobe.com
  • Wenn im Depot zusätzliche Einnahmen gesucht werden, stellt sich oft die Frage, wie riskant Aktienoptionen im Vergleich zum Aktienkauf wirklich sind.
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Aktienoptionen Risiko. Bei kapitalgedeckten Strategien kann das Risiko von Aktienoptionen in vielen Fällen ähnlich ausfallen wie beim direkten Aktienkauf, während die vereinnahmte Prämie den Einstiegspreis rechnerisch senkt.

Im Alltag geht es vielen Depotbesitzern nicht um schnelle Gewinne, sondern um mehr Planbarkeit. Neben ETFs und Einzelaktien wirkt die Idee attraktiv, auch in seitwärts laufenden oder fallenden Märkten Einnahmen zu erzielen, statt ausschließlich auf steigende Kurse angewiesen zu sein.

Als Quelle nennt der Herausgeber Option Wohlstand vor allem einen Punkt: Nicht das Instrument entscheidet über das Risiko, sondern die konkrete Anwendung, zum Beispiel ob Optionen gehebelt oder kapitalgedeckt genutzt werden.

Was Optionen sind und wo typische Mythen entstehen

Aktienoptionen beziehen sich auf eine Aktie. Es gibt Put-Optionen und Call-Optionen. Bei beiden existieren Käufer und Verkäufer. Käufer zahlen eine Optionsprämie. Verkäufer erhalten diese Prämie und übernehmen dafür eine Verpflichtung.

  • Put-Option: Der Käufer erhält das Recht, eine Aktie innerhalb einer Laufzeit zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Der Verkäufer verpflichtet sich, die Aktie zu diesem Preis zu kaufen, falls es zur Ausübung kommt.
  • Call-Option: Der Käufer erhält das Recht, eine Aktie innerhalb der Laufzeit zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Der Verkäufer verpflichtet sich, die Aktie zu diesem Preis zu verkaufen, falls es zur Ausübung kommt.

Aus dem Text von Option Wohlstand ergibt sich ein zentraler Abgrenzungspunkt für die Risikoeinordnung: Börsengehandelte Optionen werden von Angebot und Nachfrage an regulierten Börsen bepreist. Optionsscheine stammen dagegen von einem Emittenten, meist einer Bank. Damit kommen Emittentenrisiko und eine vom Emittenten beeinflusste Preisbildung hinzu. Schlechte Erfahrungen mit Optionsscheinen können deshalb die Wahrnehmung von Optionen verzerren.

Ein weiterer häufiger Denkfehler ist die automatische Gleichsetzung von Optionen mit Hebelspekulation. Optionen können gehebelt eingesetzt werden. In der beschriebenen Einordnung wird jedoch betont, dass der Hebel in der Praxis nicht zwingend genutzt werden muss. Bei kapitalgedeckten Strategien wird ausreichend Kapital vorgehalten, um Aktien bei einer Einbuchung kaufen oder vorhandene Aktien liefern zu können. Damit soll das maximale Risiko an das eines klassischen Aktieninvestments heranreichen, nicht darüber hinaus.

Konkretes Beispiel aus dem Text: Notiert eine Aktie bei 100 Euro und wird eine Put-Option mit Ausübungspreis 90 Euro verkauft, fließt sofort eine Prämie von 2 Euro.

  • Bleibt der Kurs über 90 Euro, verfällt die Option. Die Prämie von 2 Euro bleibt als Einnahme.
  • Fällt der Kurs unter 90 Euro, wird die Aktie zu 90 Euro gekauft. Die Prämie bleibt ebenfalls erhalten und reduziert den rechnerischen Einstieg auf 88 Euro.

Ein Totalverlust wäre in diesem Beispiel wie beim direkten Aktienkauf nur bei einer Insolvenz mit Kursverfall auf Null möglich. Das bleibt ein Restrisiko, das bei Einzeltiteln grundsätzlich besteht.

Zur praktischen Seite zählt auch der Lern- und Zeitaufwand, der im Text beziffert wird. In der Lernphase werden drei bis vier Stunden pro Woche genannt. Später könne sich der Aufwand auf ein bis zwei Stunden pro Woche reduzieren, wenn ein regelbasierter Ansatz genutzt wird.

Auch die oft gehörte Schwelle beim Kapital wird relativiert. Als Einstieg werden etwa 3.000 bis 5.000 Euro genannt. Mehr Kapital erleichtert Diversifikation, entscheidend bleibt jedoch die Positionsgröße im Verhältnis zum Gesamtkapital und ein konsequentes Risikomanagement.

Unterm Strich gilt für die Alltagsentscheidung im Depot: Optionen sind nicht automatisch gefährlicher als Aktien, entscheidend sind Hebel, Kapitaldeckung, Titelauswahl und feste Regeln.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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