Mehr Badetote in Rheinland-Pfalz: DLRG legt Zwischenbilanz vor

Die Gefahr ist dort besonders groß, wo im Notfall keine Rettungskräfte vor Ort sind, sagt die DLRG. (Symbolbild) | Foto: Helmut Fricke/dpa
  • Die Gefahr ist dort besonders groß, wo im Notfall keine Rettungskräfte vor Ort sind, sagt die DLRG. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Beim Baden und Schwimmen sind in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bisher mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft wurden bis einschließlich Juli 13 Todesfälle gezählt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es zehn.

Die meisten Unglücke registrierte die DLRG im Juni mit vier Todesfällen. Sechs Menschen ertranken in einem Fluss, fünf in einem See und zwei in einem Schwimmbad. Elf Opfer waren männlich, zwei weiblich.

So ordnet die DLRG die Entwicklung ein

Bundesweit kamen laut DLRG bis einschließlich Juli mindestens 261 Menschen in Gewässern ums Leben. Das waren nach aktuellem Stand 15 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sprach besonders mit Blick auf den Juni von einem starken Anstieg der Unfälle. Mehr als 100 Todesopfer in einem Juni habe es zuletzt im Jahr 2003 gegeben.

Rund 90 Prozent der Todesfälle in Deutschland ereigneten sich nach DLRG-Angaben in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland. Dort seien häufig keine Rettungskräfte vor Ort, die im Notfall schnell helfen könnten.

Weshalb die Gefahr oft unterschätzt wird

Die meisten jüngeren Opfer sind laut DLRG männlich. Vogt sieht als Gründe oft leichtsinniges Verhalten und den Konsum von Alkohol oder anderen Drogen. Bei älteren Menschen kämen gesundheitliche Probleme hinzu. Bei Kindern nennt die DLRG mangelnde Schwimmkompetenz als wichtigen Faktor. Nach Einschätzung der Organisation verlassen weiterhin viele Kinder die Grundschule ohne Schwimmabzeichen oder ohne ausreichend sicher schwimmen zu können.

Was die DLRG jetzt fordert

Aus Sicht der DLRG braucht es mehr Aufklärung über die Risiken beim Baden und Schwimmen. Wer die Gefahren kenne, gehe seltener unnötige Risiken ein. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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